Gasteiner Kur: Unterschied zwischen den Versionen

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Im Gasteiner Museum zeigt die Votivscheibe von 1759, gestiftet von der Fürstin Porcia aus Anlass ihrer erfolgreichen Gasteiner Kur, u.a. in der Bildmitte eine typische Bade-Szenerie: in einer, mit einer barocken Ballustrade einfassten, viereckigen Badeanlage sitzt eine Badegesellschaft, bestehend aus einer älteren Dame, die einen überdimensionalen Gehstock in die Höhe streckt, sowie sechs weiteren Frauen, die sich auf zwei im Wasser stehenden Spieltischen mit Schach und Karten die Zeit vertreiben. <ref>[https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=150x150:mode=crop:format=jpg/path/s2fc89180b0cd00f7/image/i34a45e8c57202836/version/1391434761/image.jpg Gasteiner Museum: Votivscheibe von 1759 (typische Bade-Szenerie)]</ref> 
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Anmerkung: Damals war es üblich, mehrere Stunden lang in den heißen, als heilend bekannten Gasteiner Quellwasser zu baden. <br />
  
 
== Quellen und Fußnoten ==
 
== Quellen und Fußnoten ==

Version vom 30. Oktober 2015, 09:12 Uhr

Die klassische Gasteiner Kur besteht aus einem mehrere Wochen andauernden Aufenthalt in alpiner Höhenlage in Kombination mit den ausgedehnten täglichen Radon-Bädern[1].

Beschreibung

Ein typisches Gasteiner Thermalbad ist als „römische Wanne“, d. h. als Senke mit Stiege und Unterwasser–Sitzbank ausgeführt. Das natürlich heiße Thermalwasser wird mit gekühltem Thermalwasser zur vorgeschriebenen Badetemperatur gemischt. Ergänzend angewendet wird eine Druckstrahl-Massage während der Badezeit.

Das natürliche Heilvorkommen, insbesondere das im mineralisierten warmen Wasser gelöste, schwach radioaktive Edelgas Radon bewirkt, dass die Wärme nicht bloß oberflächlich, sondern bis tief in den Körper hinein auf Muskulatur und Skelett einwirken kann. Es kommt zu einer gesundheitsförderlichen Hyperthermie[2]. Der Körper versucht die überschüssige Wärme durch eine Aktivierung des Kreislaufs wieder an die Körperoberfläche zu bringen, sodass durch Gefäßerweiterung und vermehrte Sauerstoffzufuhr die im Körper und den Organen befindlichen Schadstoffe und abgelagerten Schlacken vermehrt abtransportiert werden. Besonders geeignet und medizinisch wirksam ist die Gasteiner Kur für alle rheumatische Krankheiten und die Krankheiten des Bewegungsapparates.

Das gleiche Prinzip der Hyperthermie wirkt beim Aufenthalt im Gasteiner Heilstollen[3].

Behandlungen und Therapien

Die Gasteiner Kur umfasst folgende wesentliche Behandlungen und Therapien:

  • Radon-Thermalbad (Sitzbad)
  • Unterwassertherapie (Einzel- und Gruppengymnastik, Druckstrahlmassage)
  • Thermal-Schwimmbad
  • Dunstbad
  • Radon-Mundbadeanlagen
  • Trinkkur
  • Physikalische Therapie und Elektrotherapie
  • Heilgymnastik und Gymnastik
  • zusätzliche Massage

Kunstgeschichte

Im Gasteiner Museum zeigt die Votivscheibe von 1759, gestiftet von der Fürstin Porcia aus Anlass ihrer erfolgreichen Gasteiner Kur, u.a. in der Bildmitte eine typische Bade-Szenerie: in einer, mit einer barocken Ballustrade einfassten, viereckigen Badeanlage sitzt eine Badegesellschaft, bestehend aus einer älteren Dame, die einen überdimensionalen Gehstock in die Höhe streckt, sowie sechs weiteren Frauen, die sich auf zwei im Wasser stehenden Spieltischen mit Schach und Karten die Zeit vertreiben. [4]
Anmerkung: Damals war es üblich, mehrere Stunden lang in den heißen, als heilend bekannten Gasteiner Quellwasser zu baden.

Quellen und Fußnoten

  1. vgl. Radonbalneologie
  2. siehe Hyperthermie
  3. Quelle: Greinwald, Hermann: Die Gasteiner Kur. Therme und Heilstollen. Ein Ratgeber für Heilungssuchende und Gesunde von Dr. Hermann Greinwald., Gasteiner Bücherei, Band 8, Verlag Bernhard Feichtner KG, Bad Gastein (2. Auflage)
  4. Gasteiner Museum: Votivscheibe von 1759 (typische Bade-Szenerie)