Adalbert von Fohnsdorf: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Adalbert von Fohnsdorf''' (auch ''Albert von Fohnsdorf''; † [[1322]]) war [[1293]] bis 1322 [[Bischof von Chiemsee]].
'''Adalbert von Fohnsdorf''', auch ''Albert von Fohnsdorf'' († [[1322]]), war [[1293]] bis 1322 [[Bischof von Chiemsee]].


==Leben==
==Leben==
Er entstammte der Salzburger [[Ministerialen]]<nowiki>familie</nowiki> der Herren von Fohnsdorf und Rabenstein in der Steiermark. Nach einem Studium in Padua wurde er nach dem Tod des Chiemseeer Bischofs [[Friedrich von Fronau]] von seinem Onkel, dem Salzburger [[Erzbischof]] [[Konrad IV. von Fohnsdorf]], am [[8. Oktober]] [[1293]] zu seinem Nachfolger ernannt.
Er entstammte der Salzburger [[Ministerialen]]<nowiki>familie</nowiki> der Herren von Fohnsdorf und Rabenstein in der [[Steiermark]]. Nach einem Studium in Padua wurde er nach dem Tod des Chiemseeer Bischofs [[Friedrich von Fronau]] von seinem Onkel, dem Salzburger [[Erzbischof]] [[Konrad IV. von Fohnsdorf]], am [[8. Oktober]] [[1293]] zu seinem Nachfolger ernannt.


Seine Bemühungen als Bischof galten der Beilegung des Konflikts zwischen dem Erzbischof und Herzog Albrecht von Österreich. Als Bischof von Chiemsee war er gleichzeitig [[Weihbischof]] in der [[Erzdiözese Salzburg]]. Mehrmals ist er in weihbischöflicher Funktion außerhalb seines Sprengels belegt. [[1307]] visierte er im Auftrag des Erzbischofs den Pfarrer von Taxenberg, [[1310]] nahm er am Salzburger Provinzialkonzil teil und [[1311]] bis [[1312]] am Konzil von Vienne. Als Bischof von Chiemsee setzte er sich für den Bau einer bischöflichen Residenz in Salzburg ein. Hierfür erwarb er [[1313]] zum Grundstück neben der Laurentiuskirche, das Chiemsee in der päpstlichen Einrichtungsbulle zugesprochen wurde, einen Garten vom [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St.-Peter-Stift]]. Mit der Errichtung der Residenz begann er [[1315]]. Noch heute trägt das Gebäude den Namen [[Chiemseehof]].
Seine Bemühungen als Bischof galten der Beilegung des Konflikts zwischen dem [[Erzbischof]] und Herzog Albrecht von Österreich. Als Bischof von Chiemsee war er gleichzeitig [[Weihbischof]] in der [[Erzdiözese Salzburg]]. Mehrmals ist er in weihbischöflicher Funktion außerhalb seines Sprengels belegt. [[1307]] visierte er im Auftrag des Erzbischofs den Pfarrer von Taxenberg (im [[oberbayern|oberbayer]]ischen [[Landkreis Traunstein]]), [[1310]] nahm er an der [[Salzburger Provinzialsynode]] teil und [[1311]] bis [[1312]] am Konzil von Vienne in Süd[[frankreich]].  
 
Als Bischof von Chiemsee setzte er sich für den Bau einer bischöflichen Residenz in Salzburg ein. Hierfür erwarb er [[1313]] zum Grundstück neben der Laurentiuskirche, das Chiemsee in der päpstlichen Einrichtungsbulle zugesprochen wurde, einen Garten vom [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St.-Peter-Stift]]. Mit der Errichtung der Residenz begann er [[1315]]. Noch heute trägt das Gebäude den Namen [[Chiemseehof]].


Es ist weder bekannt, wo Adalbert von Fohnsdorf starb, noch wo er bestattet wurde.
Es ist weder bekannt, wo Adalbert von Fohnsdorf starb, noch wo er bestattet wurde.
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