Kapelle beim Lippenbauern: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Kapelle beim Lippenbauern''' ist eine Kapelle in der [[Flachgau]]er Gemeinde [[Strobl am Wolfgangsee]].
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Die '''Kapelle des Pichlbauern''' wurde [[1831]] errichtet.
==Geschichte==
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Durch Regen, Hagel und Stürme wurde oft die Ernte vernichtet. Nach wiederholten Schadensfällen beschlossen die Familien Beinsteiner (Angermann), Eisl (Tobiasbauer), Grabner (Hauser) und Mayrhauser (Lippenbauer) [[1884]] den Bau einer Kapelle. Der überwuchernde Efeu gab der Kapelle ein imposantes Aussehen, schädigte aber die Fassade. [[2009]] beschlossen die Eigentümer eine Restaurierung der Kapelle. Pfarrer [[Franz Lusak]] und Diakon [[Simon Weyringer]] weihten am [[9. Mai]] [[2009]] die Kapelle neu.
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== Allgemeines ==
==Beschreibung==
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Sie befindet sich westlich der Ortsstraße und erinnert an das heftige Unwetter vom [[22. Juni]] [[1830]].
Die neugotische Kapelle wurde  ca. [[1880]] errichtet und steht in Gschwendt in der Mitte der vier Höfe. Der gemauerte Bau wurde über einem 4 mal 5 m großen Grundriss errichtet. Die Tür- und Fensteröffnungen sind spitzbogig. Die Eingangsfassade ist aufwändig gestaltet. Eine Fasche betont das Türgewände. Die Wände zeigen Blendbögen. Das Giebeldreieck wird durch Girlandenmalerei und einem Dreifaltigkeitssymbol besonders hervorgehoben. Das Satteldach ist mit Holzschindeln gedeckt. Ein Kugelknauf mit Kreuz krönt das Dach.
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Sie wurde neben der Jungfrau Maria gleich mehreren Heiligen gleichzeitig gewidmet: den Wetterpatronen hll. Johannes und Paulus, dem hl. Florian, dem hl. Leonhard, dem hl. Sebastian und dem hl. Rochus.
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Es sollte nicht bei einem Unwetter bleiben. So vermerkte der [[Pfarre Oberndorf bei Salzburg|Oberndorfer]] Kooperator [[Franz Anthaler]] in seiner "''Beschreibung der Pfarre St. Nicola in Oberndorf''" zum 26. September 1855:
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: "''... Ein anderes großes Unglück traff die Gemeinde Oberndorf im J. 1830, am 22. Juni um 4 Uhr Nachmittags.''
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: ''Es fiel um diese Zeit in den Ortschaften: Reinberg, Gunsering und Bulharding ein so bedeutender Hagel, daß die größten Bäume entwurzelt, Häuser abgedeckt und die ganze Ernte verwüstet wurde. Die Bevölkerung lag während dieses Ereihnißes angsterfüllt auf den Knien, und erwartete sicheren Tod. Noch jetzt wird von den Bewohnern nur mit Schaudern von jenem Tage geredet.''"
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Eine Erinnerungstafel in der Kapelle erinnert an Renovierungen der Kapelle in den Jahren 1840, 1855, 1862, 1894 und 1924.
  
Die  Eingangstür hat eine bunt verglaster Oberlichte . Die Apsis ist dreiteilig und wird von zwei bunt verglasten Spitzbogenfenstern erleuchtet. Sie ist durch ein Schmiedeisengitter ('1884') vom Andachtsraum getrennt . In der Apsis befindet sich ein gerahmtes Bild mit einer Darstellung der Hl. Familie. Darunter befindet sich ein gerahmtes Gnadenbild der 'Maria vom guten Rat' flankiert von Erzengel Michael und Jesus. Darunter steht: ''Maria hilf in Trost und Leben. Sei meine Zuflucht in den Tod. Dir will ich gänzlich mich ergeben, ach führe mich zu meinen Gott.'' Der Altartisch zeigt eine Herz-Jesu Figur und Kerzen. An den Seitenwänden hängen verschiedene Bilder. Auf jeder Seite befinden sich für die Besucher sechs Bankreihen.
 
 
==Quelle==
 
==Quelle==
[https://www.marterl.at/index.php?id=54&no_cache=1&oid=6223#.XetYSPxCeQM Marterl.at]
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* [http://www.pfarreoberndorf.at/pfarre/kapellen-wegkreuze-bildstoecke/#.XjNaQSMxmUk Homepage der Pfarre Oberndorf]
[[Kategorie:Strobl]]
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{{SORTIERUNG:Göming, Kapelle des Pichlbauern}}
 
[[Kategorie:Flachgau]]
 
[[Kategorie:Flachgau]]
 
[[Kategorie:Kapelle]]
 
[[Kategorie:Kapelle]]
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[[Kategorie:Göming]]

Version vom 31. Januar 2020, 00:30 Uhr

Die Kapelle des Pichlbauern wurde 1831 errichtet.

Allgemeines

Sie befindet sich westlich der Ortsstraße und erinnert an das heftige Unwetter vom 22. Juni 1830.

Sie wurde neben der Jungfrau Maria gleich mehreren Heiligen gleichzeitig gewidmet: den Wetterpatronen hll. Johannes und Paulus, dem hl. Florian, dem hl. Leonhard, dem hl. Sebastian und dem hl. Rochus.

Es sollte nicht bei einem Unwetter bleiben. So vermerkte der Oberndorfer Kooperator Franz Anthaler in seiner "Beschreibung der Pfarre St. Nicola in Oberndorf" zum 26. September 1855:

"... Ein anderes großes Unglück traff die Gemeinde Oberndorf im J. 1830, am 22. Juni um 4 Uhr Nachmittags.
Es fiel um diese Zeit in den Ortschaften: Reinberg, Gunsering und Bulharding ein so bedeutender Hagel, daß die größten Bäume entwurzelt, Häuser abgedeckt und die ganze Ernte verwüstet wurde. Die Bevölkerung lag während dieses Ereihnißes angsterfüllt auf den Knien, und erwartete sicheren Tod. Noch jetzt wird von den Bewohnern nur mit Schaudern von jenem Tage geredet."

Eine Erinnerungstafel in der Kapelle erinnert an Renovierungen der Kapelle in den Jahren 1840, 1855, 1862, 1894 und 1924.

Quelle