Buchenländerstraße: Unterschied zwischen den Versionen
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Benannt wurde die Straße nach dem Buchenland in den Ostkarpaten. Wie im Banat und in Siebenbürger wurden hier zahlreiche deutschsprachige Personen angesiedelt, die im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] fliehen mussten. Der Beschluss zur Namensgebung wurde [[1941]] gefasst. | Benannt wurde die Straße nach dem Buchenland in den Ostkarpaten. Wie im Banat und in Siebenbürger wurden hier zahlreiche deutschsprachige Personen angesiedelt, die im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] fliehen mussten. Der Beschluss zur Namensgebung wurde [[1941]] gefasst. | ||
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| + | In der Buchenländerstraße befand sich ein größeres Wohnhaus, welches den Namen "Russenblock" trug. Es hatte garconniereartige Zimmer. In den ersten 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts wohnten dort noch die letzten, damals schon sehr betagten Russen. Sie waren in den letzten Kriegsjahren nach Österreich gelangt, weil sie in der damaligen Sowjetunion wegen Kollaboration mit den deutschen Truppen von der Hinrichtung bedroht waren und deshalb ihre Heimat verlassen mußten. Manche dieser Bewohner hatten sichtlich unter der Trennung von ihrer Heimat sehr gelitten und suchten durch exzessiven Alkoholkonsum vermeintliche Linderung. Es war auffällig, dass die öfters unter merklich hohem Alkoholspiegel ablaufenden Selbstgespräche in russischer Sprache abliefen, obwohl manche Russen der deutschen Sprache schon gut mächtig waren. Der Verfasser dieser Zeilen wurde durch eine soziale Tätigkeit öfters Zeuge dieser Vorgänge. | ||
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Version vom 28. Oktober 2009, 21:16 Uhr
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| Buchenländerstraße | |
| Länge: | ca. 300 m |
| Startpunkt: | Abtsdorfer Straße |
| Endpunkt: | Banaterstraße |
| Karte: | Googlemaps |
Die Buchenländerstraße ist eine Straße im Salzburger Stadtteil Liefering.
Name
Benannt wurde die Straße nach dem Buchenland in den Ostkarpaten. Wie im Banat und in Siebenbürger wurden hier zahlreiche deutschsprachige Personen angesiedelt, die im Zweiten Weltkrieg fliehen mussten. Der Beschluss zur Namensgebung wurde 1941 gefasst.
In der Buchenländerstraße befand sich ein größeres Wohnhaus, welches den Namen "Russenblock" trug. Es hatte garconniereartige Zimmer. In den ersten 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts wohnten dort noch die letzten, damals schon sehr betagten Russen. Sie waren in den letzten Kriegsjahren nach Österreich gelangt, weil sie in der damaligen Sowjetunion wegen Kollaboration mit den deutschen Truppen von der Hinrichtung bedroht waren und deshalb ihre Heimat verlassen mußten. Manche dieser Bewohner hatten sichtlich unter der Trennung von ihrer Heimat sehr gelitten und suchten durch exzessiven Alkoholkonsum vermeintliche Linderung. Es war auffällig, dass die öfters unter merklich hohem Alkoholspiegel ablaufenden Selbstgespräche in russischer Sprache abliefen, obwohl manche Russen der deutschen Sprache schon gut mächtig waren. Der Verfasser dieser Zeilen wurde durch eine soziale Tätigkeit öfters Zeuge dieser Vorgänge.
Lage
Die Buchenländerstraße ist knapp 300 Meter lang und führt von der Abtsdorfer Straße über die Bessarabierstraße zur Banaterstraße.
Gebäude
Quelle
- Martin, Franz: Salzburger Straßennamen. Verzeichnis der Straßen, Gassen, Plätze, Wege, Brücken, Tore und Parks mit Erklärung ihrer Namen. 5., wesentlich überarbeitete Auflage von Leitner-Martin, Willa und Martin, Andreas. Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 25. Ergänzungsband, Selbstverlag der Gesellschaft, Salzburg 2006