Jakob Hannibal von Raitenau: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Jakob Hannibal von Raitenau''' war ein hochfürstlicher Oberst[[hofmarschall]] und der Bruder des [[Fürsterzbischof]]s [[Wolf Dietrich von Raitenau]].
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'''Jakob Hannibal von Raitenau''' (* [[1563]]; † [[13. Juli]] [[1611]]<ref>wikipedia-de</ref>) war ein hochfürstlicher Oberst[[hofmarschall]] und der Bruder des [[Fürsterzbischof]]s [[Wolf Dietrich von Raitenau]].
  
 
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Bis Fürsterzbischof Wolf Dietrich lag das Amt eines Hofmarschalls ausschließlich in den Händen von Landadeligen. Unter Wolf Dietrich wurde dieses Amt dann an Personen stiftsmäßigen Hochadels und auch gerne an nahe Verwandte des Erzbischofs verliehen. Jakob Hannibal von Raitenau machte hier den Anfang.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=19380003&query=((text:%22Jakob+Hannibal+von+Raitenau%22))&ref=anno-search&seite=116 ANNO], [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], 1938, Seite 116</ref>
  
Bis Fürsterzbischof Wolf Dietrich lag das Amt eines Hofmarschalls ausschließlich in den Händen von Landadeligen. Unter Wolf Dietrich wurde dieses Amt dann an Personen  stiftsmäßigen Hochadels und auch gerne an nahe Verwandte des Erzbischofs verliehen. Jakob Hannibal von Raitenau machte hier den Anfang.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=19380003&query=((text:%22Jakob+Hannibal+von+Raitenau%22))&ref=anno-search&seite=116 ANNO], [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], 1938, Seite 116</ref>
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Als [[1592]] die Türken in [[Kroatien]] einfielen rüstete Kaiser Rudolf II. ein Heer, zu dem Salzburgs Fürsterzbischof Wolf Dietrich "drei Fahnen" abstellte. Diese wurde von seinem Bruder Jakob Hannibal in [[Pettau]] befehligt. Dort überwinterte er mit seinen Leute und kehrte ohne an Kampfhandlungen teilgenommen zu haben zu [[Fronleichnam]] 1593 wieder nach Salzburg zurück.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=1882&page=86&size=45&qid=AE8MUWGQTT30CLEF3K5NLONY5KWXB5 ANNO], Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 1882, Seite 83</ref>
  
Als [[1592]] die Türken in [[Kroatien]] einfielen rüstete Kaiser Rudolf II. ein Heer, zu dem Salzburgs Fürsterzbischof Wolf Dietrich "drei Fahnen" abstellte. Diese wurde von seinem Bruder Jakob Hannibal in [[Pettau]] befehligt. Dort überwinterte er mit seinen Leute und kehrte ohne an Kampfhandlungen teilgenommen zu haben zu [[Fronleichnam]] 1593 wieder nach Salzburg zurück.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=1882&page=86&size=45&qid=AE8MUWGQTT30CLEF3K5NLONY5KWXB5 ANNO], Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 1882, Seite 83</ref>
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1592 scheint er auch als Propst von [[Werfen]] auf.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=18870003&query=((text:%22Jakob+Hannibal+von+Raitenau%22))&ref=anno-search&seite=149 ANNO], Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 1887, Seite 143</ref>
  
1592 scheint er auch als Propst von [[Werfen]] auf.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=18870003&query=((text:%22Jakob+Hannibal+von+Raitenau%22))&ref=anno-search&seite=149 ANNO], Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 1887, Seite 143</ref>
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[[1603]] ließ Wolf Dietrich am heutigen [[Makartplatz]] für seinen jüngeren Bruder Jakob Hannibal von Raitenau einen Palast bauen, den er - nach einem Familienstreit - später wieder abbrechen ließ. Er benannte die Gegend auch als "'Hannibalgarten".
  
 
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[[1604]] ließ Wolf Dietrich den Palast am Michaeliplatz ([[Mozartplatz (Stadt Salzburg)|Mozartplatz]]), den er für seinen Bruder um über 80.000 [[Gulden]] hatte errichten lassen wieder abreißen.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18960128&query=%22Jakob+Hannibal+von+Raitenau%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], "[[Salzburger Chronik]]", Ausgabe vom 28. Jänner 1896, Seite 3</ref>  
[[1604]] ließ Wolf Dietrich den Palast am Michaeliplatz ([[Mozartplatz]], den er für seinen Bruder um über 80.000 [[Gulden]] hatte errichten lassen wieder abreißen.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18960128&query=%22Jakob+Hannibal+von+Raitenau%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 28. Jänner 1896, Seite 3</ref>  
 
  
 
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Aktuelle Version vom 24. Mai 2024, 11:22 Uhr

Jakob Hannibal von Raitenau (* 1563; † 13. Juli 1611[1]) war ein hochfürstlicher Obersthofmarschall und der Bruder des Fürsterzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau.

Leben

Bis Fürsterzbischof Wolf Dietrich lag das Amt eines Hofmarschalls ausschließlich in den Händen von Landadeligen. Unter Wolf Dietrich wurde dieses Amt dann an Personen stiftsmäßigen Hochadels und auch gerne an nahe Verwandte des Erzbischofs verliehen. Jakob Hannibal von Raitenau machte hier den Anfang.[2]

Als 1592 die Türken in Kroatien einfielen rüstete Kaiser Rudolf II. ein Heer, zu dem Salzburgs Fürsterzbischof Wolf Dietrich "drei Fahnen" abstellte. Diese wurde von seinem Bruder Jakob Hannibal in Pettau befehligt. Dort überwinterte er mit seinen Leute und kehrte ohne an Kampfhandlungen teilgenommen zu haben zu Fronleichnam 1593 wieder nach Salzburg zurück.[3]

1592 scheint er auch als Propst von Werfen auf.[4]

1603 ließ Wolf Dietrich am heutigen Makartplatz für seinen jüngeren Bruder Jakob Hannibal von Raitenau einen Palast bauen, den er - nach einem Familienstreit - später wieder abbrechen ließ. Er benannte die Gegend auch als "'Hannibalgarten".

1604 ließ Wolf Dietrich den Palast am Michaeliplatz (Mozartplatz), den er für seinen Bruder um über 80.000 Gulden hatte errichten lassen wieder abreißen.[5]

Quellen

  1. wikipedia-de
  2. ANNO, Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 1938, Seite 116
  3. ANNO, Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 1882, Seite 83
  4. ANNO, Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 1887, Seite 143
  5. ANNO, "Salzburger Chronik", Ausgabe vom 28. Jänner 1896, Seite 3