Alois Weidlinger: Unterschied zwischen den Versionen

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Prälat Dr. '''Alois Weidlinger''' (* [[30. März]] [[1931]] in Taufkirchen an der Pram, [[Oberösterreich]]) ist Priester der [[Erzdiözese Salzburg]], insbesondere ehemaliger [[Pfarrer von Salzburg-St. Andrä|Pfarrer]] von [[Stadtpfarre Salzburg-St. Andrä|Salzburg-St. Andrä]] und [[Generaldechant]] für den [[Regionaldekanat Tiroler Teil|Tiroler Anteil]] der [[Erzdiözese Salzburg]].
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Prälat Dr. '''Alois Weidlinger''' (* [[30. März]] [[1931]] in Taufkirchen an der Pram, [[OÖ]]; † [[19. Juni]] [[2017]] in [[Oberndorf bei Salzburg]]) war Priester der [[Erzdiözese Salzburg]], insbesondere [[Pfarrer von Salzburg-St. Andrä|Pfarrer]] von [[Stadtpfarre Salzburg-St. Andrä|Salzburg-St. Andrä]] und [[Generaldechant]] für den [[Regionaldekanat Tiroler Teil|Tiroler Anteil]] der [[Erzdiözese Salzburg]].
  
==Leben==
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== Leben ==
Frühe Erinnerungen des oberösterreichischen Bauernsohnes gehen in die [[NS-Zeit]]. Wenige Tage nach dem [[Anschluss]] musste das allmorgendliche Schulgebet dem Hitlergruß weichen, binnen kurzer Zeit traten in der gerade einmal 2 000 Einwohner zählenden Innviertler Gemeinde 200 Leute aus der Kirche aus, und der Pfarrer wurde des Ortes verwiesen. Bruder Karl, der älteste Bruder, blieb im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] vermisst.
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Alois Weidlinger war das sechste von zehn Kindern einer oberösterreichischen Bauernfamilie. Frühe Erinnerungen gehen in die [[NS-Zeit]]. Wenige Tage nach dem [[Anschluss]] musste das allmorgendliche Schulgebet dem Hitlergruß weichen, binnen kurzer Zeit traten in der gerade einmal 2 000 Einwohner zählenden [[Innviertel|Innviertler]] Gemeinde 200 Leute aus der Kirche aus, und der Pfarrer wurde des Ortes verwiesen. Karl, der älteste Bruder, blieb im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] vermisst.
  
Als junger Gymnasiast in Linz lernte Weidlinger den Salzburger Domzeremoniär [[Anton Strasser]] kennen. ''Damals stellte sich für mich schon die Berufsfrage und so folgte ich ihm ins Borromäum, wo ich 1950 in der ersten Maturaklasse nach dem Krieg abschloss'', erzählte Weidlinger später.  
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Als junger Gymnasiast in [[Linz]] lernte Weidlinger den Salzburger Domzeremoniär [[Anton Strasser]] kennen. "''Damals stellte sich für mich schon die Berufsfrage und so folgte ich ihm ins [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Borromäum]], wo ich [[1950]] in der ersten Maturaklasse nach dem Krieg abschloss''", erzählte Weidlinger später.  
  
Alois Weidlinger durfte am Collegium Germanicum in Rom studieren. Am [[10. Oktober]] [[1956]] wurde er in Rom (Sant'Ignazio) von Erzbischof Franz König zum Priester geweiht.  
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Anschließend durfte Alois Weidlinger am ''Collegium Germanicum-Hungaricum'' in Rom studieren. Am [[10. Oktober]] [[1956]] wurde er in Rom (Sant'Ignazio) von Erzbischof Franz König zum Priester geweiht.  
  
Sein erstes Seelsorgejahr brachte Weidlinger als Kooperator in [[Seekirchen]] zu. 1958 wurde er nach Stumm im [[Zillertal]] berufen, nur ein Jahr später nach Wörgl. Der dortige Pfarrer [[Bruno Regner]] regte ihn zum Doktoratsstudium an, das er 1963 mit der Promotion abschloss.  
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Sein erstes Seelsorgejahr brachte Weidlinger als Kooperator in der [[Pfarre Seekirchen]] zu. 1958 wurde er nach [[Pfarre Stumm|Stumm]] im [[Zillertal]] berufen, nur ein Jahr später nach in die [[Pfarre Wörgl]]. Der dortige Pfarrer [[Bruno Regner]] regte ihn zum Doktoratsstudium an, das er 1962 an der [[Universität Salzburg]] mit der Promotion abschloss.
Von 1964 bis 1967 wirkte er als Spiritual im [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Borromäum]]. ''Die jungen Leute waren mir anfangs alle fremd, aber ich fand schnell Kontakt zu ihnen. Da waren Schüler dabei wie der heutige Finanzkammerdirektor [[Josef Lidicky|Lidicky]] oder Professor [[Raimund Sagmeister]]''.
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Von 1964 bis 1967 wirkte er, neben seiner Tätigkeit als [[Pfarrer von Hintersee |Pfarrprovisor]] in der [[Pfarre Hintersee]], als Spiritual im [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Borromäum]]. "''Die jungen Leute waren mir anfangs alle fremd, aber ich fand schnell Kontakt zu ihnen. Da waren Schüler dabei wie der heutige Finanzkammerdirektor [[Josef Lidicky|Lidicky]] oder Professor [[Raimund Sagmeister]]''."
  
Von 1967 bis 1971 war Weidlinger [[Pfarrer von Oberndorf bei Salzburg]]. Dann bat ihn [[Erzbischof]] [[Eduard Macheiner]], die [[Stadtpfarre Salzburg-St. Andrä]] zu übernehmen. Damals wurden auch die vier [[Stadtdekanat Salzburg|Stadtdekanat]]e gegründet, und Weidlinger wurde zum ersten [[Dekanat|Dechant]] des Dekanats Salzburg-Ost gewählt.
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Von 1967 bis 1971 war Weidlinger [[Pfarrer von Oberndorf bei Salzburg]]. Dann bat ihn [[Erzbischof]] [[Eduard Macheiner]], die [[Stadtpfarre Salzburg-St. Andrä]] zu übernehmen. Damals wurden auch die vier [[Dekanat Salzburg Zentralraum|Stadtdekanat]]e gegründet, und Weidlinger wurde zum ersten [[Dechant]] des Dekanats Salzburg-Ost gewählt.
  
1987 kam Weidlinger nach Kufstein. 1992 wurde er Dekan und Generaldechant für den Tiroler Anteil der [[Erzdiözese Salzburg]].
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1987 kam Weidlinger nach [[Kufstein]]. 1992 wurde er [[Dekanat Kufstein#Dechant|Dekan]] und Generaldechant für den Tiroler Anteil der Erzdiözese Salzburg.
  
Im Alter von 70 Jahren suchte Weidlinger um seine Pensionierung an; auf Bitte Erzbischof [[Georg Eder]]s übernahm er aber noch die [[Pfarre St. Jakob am Thurn]]. Mit 75 Jahren trat er endlich in den Ruhestand. Diesen verbringt er in Oberndorf.
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Im Alter von 70 Jahren suchte Weidlinger um seine Pensionierung an; auf Bitte [[Erzbischof]] [[Georg Eder (Erzbischof)|Georg Eder]]s übernahm er aber noch die [[Pfarre St. Jakob am Thurn]]. Mit 75 Jahren trat er endlich in den Ruhestand. Diesen verbrachte er in Oberndorf, wo er am 19. Juni 2017 im 87. Lebensjahr verstarb.
  
''Im Gesamten gesehen kann ich dem Herrgott nur dankbar sein, abseits aller Schwierigkeiten oder gelegentlicher Kritik, wie sie auch vorkommen kann. Ich habe ein erfülltes Leben gehabt.''– So blickt Prälat Weidlinger auf sein Leben zurück.
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"''Im Gesamten gesehen kann ich dem Herrgott nur dankbar sein, abseits aller Schwierigkeiten oder gelegentlicher Kritik, wie sie auch vorkommen kann. Ich habe ein erfülltes Leben gehabt.''" – So blickte Prälat Weidlinger auf sein Leben zurück.
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== Quellen ==
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* [[Rupertusblatt]] <!--http://bildung.kirchen.net/portal/section.asp?sec=17&menuopt=archiv&apid=8466--> 2006_40_06: "50 schöne Jahre"
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* Pfarrbrief der Stadtpfarre St. Nikolaus Oberndorf, [https://www.pfarreoberndorf.at/uploads/tx_bcpageflip/PFB_Ostern_2011_fuer_Web.pdf Ostern 2011,] S. 4
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* [[SN]], Menschen, 30. März 2011
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* [[RES]], Eintrag [https://res.icar-us.eu/index.php/Weidlinger,_Alois ''Weidlinger, Alois]
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* {{Quelle SN|21. Juni 2017, Parte}}
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* Pfarrbrief der Stadtpfarre St. Nikolaus Oberndorf, [https://www.pfarreoberndorf.at/uploads/tx_bcpageflip/Pfarrbrief_Erntedank_2017.pdf Erntedank und Herbst 2/2017] (Nachruf)
  
==Quellen==
 
* [[Rupertusblatt]] [http://bildung.kirchen.net/portal/section.asp?sec=17&menuopt=archiv&apid=8466 2006_40_06: „50 schöne Jahre“]
 
*Pfarrbrief der Pfarre Oberndorf, [http://www.pfarreoberndorf.at/upload/PFB_Ostern_2011%20f%C3%BCr%20Web.pdf Ostern 2011,] S. 4
 
*[[SN]], [http://search.salzburg.com/display/SNZ41-32015800 Menschen, 30. März] 2011
 
*[[RES]], Eintrag [http://www.res.icar-us.eu/index.php?title=Weidlinger,_Alois Weidlinger, Alois]
 
 
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Aktuelle Version vom 29. Dezember 2025, 11:04 Uhr

Prälat Dr. Alois Weidlinger (* 30. März 1931 in Taufkirchen an der Pram, ; † 19. Juni 2017 in Oberndorf bei Salzburg) war Priester der Erzdiözese Salzburg, insbesondere Pfarrer von Salzburg-St. Andrä und Generaldechant für den Tiroler Anteil der Erzdiözese Salzburg.

Leben

Alois Weidlinger war das sechste von zehn Kindern einer oberösterreichischen Bauernfamilie. Frühe Erinnerungen gehen in die NS-Zeit. Wenige Tage nach dem Anschluss musste das allmorgendliche Schulgebet dem Hitlergruß weichen, binnen kurzer Zeit traten in der gerade einmal 2 000 Einwohner zählenden Innviertler Gemeinde 200 Leute aus der Kirche aus, und der Pfarrer wurde des Ortes verwiesen. Karl, der älteste Bruder, blieb im Krieg vermisst.

Als junger Gymnasiast in Linz lernte Weidlinger den Salzburger Domzeremoniär Anton Strasser kennen. "Damals stellte sich für mich schon die Berufsfrage und so folgte ich ihm ins Borromäum, wo ich 1950 in der ersten Maturaklasse nach dem Krieg abschloss", erzählte Weidlinger später.

Anschließend durfte Alois Weidlinger am Collegium Germanicum-Hungaricum in Rom studieren. Am 10. Oktober 1956 wurde er in Rom (Sant'Ignazio) von Erzbischof Franz König zum Priester geweiht.

Sein erstes Seelsorgejahr brachte Weidlinger als Kooperator in der Pfarre Seekirchen zu. 1958 wurde er nach Stumm im Zillertal berufen, nur ein Jahr später nach in die Pfarre Wörgl. Der dortige Pfarrer Bruno Regner regte ihn zum Doktoratsstudium an, das er 1962 an der Universität Salzburg mit der Promotion abschloss.

Von 1964 bis 1967 wirkte er, neben seiner Tätigkeit als Pfarrprovisor in der Pfarre Hintersee, als Spiritual im Borromäum. "Die jungen Leute waren mir anfangs alle fremd, aber ich fand schnell Kontakt zu ihnen. Da waren Schüler dabei wie der heutige Finanzkammerdirektor Lidicky oder Professor Raimund Sagmeister."

Von 1967 bis 1971 war Weidlinger Pfarrer von Oberndorf bei Salzburg. Dann bat ihn Erzbischof Eduard Macheiner, die Stadtpfarre Salzburg-St. Andrä zu übernehmen. Damals wurden auch die vier Stadtdekanate gegründet, und Weidlinger wurde zum ersten Dechant des Dekanats Salzburg-Ost gewählt.

1987 kam Weidlinger nach Kufstein. 1992 wurde er Dekan und Generaldechant für den Tiroler Anteil der Erzdiözese Salzburg.

Im Alter von 70 Jahren suchte Weidlinger um seine Pensionierung an; auf Bitte Erzbischof Georg Eders übernahm er aber noch die Pfarre St. Jakob am Thurn. Mit 75 Jahren trat er endlich in den Ruhestand. Diesen verbrachte er in Oberndorf, wo er am 19. Juni 2017 im 87. Lebensjahr verstarb.

"Im Gesamten gesehen kann ich dem Herrgott nur dankbar sein, abseits aller Schwierigkeiten oder gelegentlicher Kritik, wie sie auch vorkommen kann. Ich habe ein erfülltes Leben gehabt." – So blickte Prälat Weidlinger auf sein Leben zurück.

Quellen

Zeitfolge
Vorgänger

Johann Schreilechner

Pfarrer von St. Jakob am Thurn
2001–2006
Nachfolger

Franz Wenninger

Zeitfolge
Vorgänger

Johann Maier

Generaldechant für den Tiroler Anteil der Erzdiözese Salzburg
1992–2001
Nachfolger

Sebastian Manzl

Zeitfolge
Vorgänger

Martin Wimmer

Dechant von Kufstein
1992–1999
Nachfolger

Josef Viehhauser

Zeitfolge
Vorgänger

Martin Wimmer

Pfarrer von Kufstein-St. Vitus
1987–2001
Nachfolger

Sebastian Kitzbichler

Zeitfolge
Vorgänger

Dechant des Dekanats Salzburg-Ost
1979?–1987
Nachfolger

Johann Kaufmann

Zeitfolge
Vorgänger

Franz Xaver Zeiß

Pfarrer von Salzburg-St. Andrä
1972–1987
Nachfolger

Georg Hager

Zeitfolge
Zeitfolge
Vorgänger

Anton Beham

Pfarrprovisor von Hintersee
1964–1967?
Nachfolger

Georg Hager