Ocnerostoma piniariella: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Ocnerostoma piniariella''' (''Ocnerostoma piniariellum'' Zeller, 1847: 298-301, Taf. 2, Fig. 10-12) ist eine [[Insekten|Insekt]]⁣en[[Glossar Biologie#A|art]] aus der Ordnung [[Lepidoptera]] (Schmetterlinge), [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Yponomeutidae]] (Gespinst- und Knospenmotten).
 
==Diagnose==
''O. piniariella'' ist sehr ähnlich der in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] noch nicht nachgewiesenen, aber zu erwartenden ''Ocnerostoma friesei'' Svensson, 1966 und von dieser nur durch Genitaluntersuchung zu unterscheiden. Von manchen ebenfalls ähnlichen [[Coleophoridae]]-Arten unterscheidet sich die Art durch den leicht konkav geschwungenen Hinterrand der Hinterflügel sowie die Beschuppung im Gesicht.


'''Ocnerostoma piniariella''' Zeller, 1847 ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Yponomeutidae]].
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
''O. piniariella'' wurde bei Embacher & Kurz (2009), sowie Embacher et al. (2011) nicht in die Liste der Salzburger Schmetterlinge aufgenommen, da die Meldung Mitterbergers vom 28.5.1909 aus der [[Josefiau]] (Zone Ia nach Embacher et al. 2011) als sehr fraglich angesehen wurde. Allerdings melden Huemer & Wieser (2008) auch ein Exemplar vom [[Stubachtal]], [[Wiegenwald]], 1700 m, 24.6.2007 (Zone IV, Zentralalpen). Über den Lebensraum der Art in Salzburg ist nichts bekannt ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2012). Hannemann (1977) gibt für ''O. piniariella'' zwei Generationen im Jahr an (April, Mai und Juli, August), doch erscheint es fraglich, ob die Art auch in höheren Lagen zwei Generationen ausbildet.
''O. piniariella'' wurde bei Embacher & Kurz (2008), sowie Embacher et al. (2011) nicht in die Liste der Salzburger [[Schmetterling]]e aufgenommen, da die Meldung Mitterbergers vom [[28. Mai]] [[1909]] aus der [[Josefiau]] (Zone Ia nach Embacher et al. 2025, rund 425 m Höhe) als sehr fraglich angesehen wurde. Allerdings melden Huemer & Wieser (2008) auch ein Exemplar vom [[Stubachtal]], [[Wiegenwald]], 1700 m, [[24. Juni]] [[2007]] (Zone IV, [[Zentralalpen]]). Über den Lebensraum der Art in Salzburg ist nichts bekannt (Kurz & Kurz 2026). Hannemann (1977) gibt für ''O. piniariella'' zwei Generationen im Jahr an (April, Mai und Juli, August), doch erscheint es fraglich, ob die Art auch in höheren Lagen zwei Generationen ausbildet.
 
==Nachbarfaunen==
Nach Humer (2013) fehlen in Österreich Nachweise der Art aus [[Osttirol]], jene aus der [[Steiermark]], [[Oberösterreich]], [[Niederösterreich]] und [[Wien]] sind fraglich. Klimesch (1991) gibt die Art in Oberösterreich aus dem Mühlviertel und dem [[Alpen]]gebiet an, betont aber, dass die Tiere nicht genitalmorphologisch untersucht worden sind. In [[Bayern]] hingegen wird ''O. piniariella'' (neben ''O. friesei'') rezent aus allen vier Naturräumen gemeldet (Haslberger & Segerer 2021).


==Biologie und Gefährdung==
==Biologie und Gefährdung==
Über die Lebensweise der Art in Salzburg ist nichts bekannt. Nach Hannemann (1977) minieren die Raupen an Nadeln von Kiefern (''[[Pinus sylvestris]]'')), wobei sie, an der Spitze der Nadeln beginnend, diese gegen den Grund zu aushöhlen. Die Verpuppung erfolgt zwischen zusammen gesponnenen Nadeln. Im [[Stubachtal]], auf 1700 m Höhe, könnte auch die [[Zirbe]] (''[[Pinus cembra]]'') als Futterpflanze genutzt werden, da diese hier sehr häufig vorkommt. Mangels Daten zu Lebensraum und Lebensweise ist es zur Zeit nicht möglich, eine eventuelle Gefährdung der Art abzuschätzen.
Über die Lebensweise der Art in Salzburg ist nichts bekannt. Nach Hannemann (1977) minieren die Raupen an Nadeln von [[Kiefer]]n (''Pinus sylvestris''), wobei sie, an der Spitze der Nadeln beginnend, diese gegen den Grund zu aushöhlen. Die Verpuppung erfolgt zwischen zusammengesponnenen Nadeln. Im [[Stubachtal]], auf 1700 m Höhe, könnte auch die [[Zirbe]] (''Pinus cembra'') als Nahrungspflanze genutzt werden, da diese hier sehr häufig vorkommt. Mangels Daten zu Lebensraum und Lebensweise ist es zur Zeit nicht möglich, eine eventuelle Gefährdung der Art abzuschätzen (Einstufung DD nach Embacher et al. 2025).


==Weiterführende Informationen==
==Weiterführende Informationen==
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{{NKIS | taxonid=2720}}
{{Fauna und Flora Projekt}}
{{Fauna und Flora Projekt}}
==Quellen==
==Quellen==
*Embacher, G. & M. Kurz 2009. Yponomeutidae, Ypsolophidae, Plutellidae und Acrolepiidae (Lepidoptera) des Landes Salzburg. Beiträge zur Entomofaunistik 9: 3-11.
*Embacher, G. & M. Kurz 2008. Yponomeutidae, Ypsolophidae, Plutellidae und Acrolepiidae (Lepidoptera) des Landes Salzburg. Beiträge zur Entomofaunistik 9: 3-11.
{{Quelle Embacher et al.}}
{{Quelle Embacher et al.}}{{Quelle Embacher et al. 2024}}
*Hannemann, H.-J. 1977. Kleinschmetterlinge oder Microlepidoptera III. Federmotten (Pterophoridae) Gespinstmotten (Yponomeutidae) Echte Motten (Tineidae). - In: Dahl, F. 1925. Die Tierwelt Deutschlands. 63. Teil. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 275 pp., 17 Taf.
*Hannemann, H.-J. 1977. Kleinschmetterlinge oder Microlepidoptera III. Federmotten (Pterophoridae) Gespinstmotten (Yponomeutidae) Echte Motten (Tineidae). - In: Dahl, F. 1925. Die Tierwelt Deutschlands. 63. Teil. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 275 pp., 17 Taf.
*Huemer, P. & C. Wieser 2008. Schmetterlinge. Wissenschaftliche Schriften, Nationalpark Hohe Tauern.
*Haslberger, A. & A.H. Segerer 2021. Fünf Jahre "Checkliste der Schmetterlinge Bayerns". Eine Erfolgsgeschichte der bayerischen Insektenfaunistik auf neuestem Stand (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 111. Online-Supplement S6. Aktualisierte Checkliste (Hauptkatalog). Stand: 15.09.2021: 74 pp.
*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2012. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 29 Oktober 2012].
*Huemer, P. & C. Wieser 2008. Nationalpark Hohe Tauern. Schmetterlinge. Wissenschaftliche Schriften aus dem Nationalpark Hohe Tauern. Tyrolia-Verlag Innsbruck: 224.
*Mitterberger, K. 1909. Verzeichnis der im Kronlande Salzburg bisher beobachteten Mikrolepidopteren (Kleinschmetterlinge). – In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 49: 195-552.
*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
*Klimesch, J. 1991. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 7. Microlepidoptera II. Entomologische Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1-301.
*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2026. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2026.03.15].
 
== Einzelnachweis ==
<references/>
 
[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Naturwissenschaft]]
[[Kategorie:Naturwissenschaft]]
[[Kategorie:Biologie]]
[[Kategorie:Biologie]]
[[Kategorie:Fauna]]
[[Kategorie:Fauna]]
[[Kategorie:Insekt]]
[[Kategorie:Insekt]]
[[Kategorie:Schmetterling]]
[[Kategorie:Schmetterling]]
[[Kategorie:Kleinschmetterling]]
[[Kategorie:Kleinschmetterling]]