Haselnuss: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Hasel (Córylus avellána Linné), üblicherweise einfach '''Haselnuss''' genannt, ist ein heimischer Mittel- oder Großstrauch, der sich selten zu einem kleinen Baum entwickelt. | [[Datei:Haselnuss, blühnbachtal.jpg|thumb|Haselnussstrauchäste im [[Blühnbachtal]]]] | ||
[[Datei:Haselnüsse 2.jpg|thumb|Haselnüsse]] | |||
[[Datei:Abendliche Erfolgsfreude Haselnüsse.jpg|thumb|Früchte der abendliche Haselnußernte bei einem Spaziergang an einem Bachwegesrand]] | |||
Die Hasel (''Córylus avellána Linné''), üblicherweise einfach '''Haselnuss''' genannt, ist ein heimischer Mittel- oder Großstrauch, der sich selten zu einem kleinen Baum entwickelt. | |||
==Botanisches== | ==Botanisches== | ||
Die Blätter der Hasel wachsen wechselständig und erscheinen rundlich mit herzförmigem Grund und kurzer Spitze. Sie weisen sechs bis sieben Nervenpaare auf. Das Adernetz tritt an der Blattunterseite stark hervor und die Blätter und deren Stiele sind drüsig behaart. | Die Blätter der Hasel wachsen wechselständig und erscheinen rundlich mit herzförmigem Grund und kurzer Spitze. Sie weisen sechs bis sieben Nervenpaare auf. Das Adernetz tritt an der Blattunterseite stark hervor und die Blätter und deren Stiele sind drüsig behaart. | ||
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Die Hasel, in der Regel ein buschiger Mittel- oder Großstrauch, verfügt über eine flachstreichende Bewurzelung. Seine Rinde ist graubraun, in der Jugendzeit pergamentartig abschilfernd, lange Zeit glatt erscheinend und erst in hohem Alter am Grunde rissig werdend. Der Strauch wird mit etwa zehn Jahren mannbar, wobei Stock und Wurzelboden die Mannbarkeit viel früher erreichen als der Strauch selbst. Die Blütezeit, deren Einsetzen vom Standort des Strauches abhängt, fällt in die Monate Februar bis April, wobei die Blüten lange vor dem Laubausbruch auftreten. Die Nüsse reifen je nach Gunstlage in der Zeit von August bis Oktober. Sie fallen gleich nach der Reife ab und behalten ihre Keimfähigkeit meist nur bis zum nächsten Frühjahr. Sie keimen unterirdisch, im Herbst gesät im darauf folgenden Frühjahr, im Frühjahr gesät oft erst ein Jahr später. | Die Hasel, in der Regel ein buschiger Mittel- oder Großstrauch, verfügt über eine flachstreichende Bewurzelung. Seine Rinde ist graubraun, in der Jugendzeit pergamentartig abschilfernd, lange Zeit glatt erscheinend und erst in hohem Alter am Grunde rissig werdend. Der Strauch wird mit etwa zehn Jahren mannbar, wobei Stock und Wurzelboden die Mannbarkeit viel früher erreichen als der Strauch selbst. Die Blütezeit, deren Einsetzen vom Standort des Strauches abhängt, fällt in die Monate Februar bis April, wobei die Blüten lange vor dem Laubausbruch auftreten. Die Nüsse reifen je nach Gunstlage in der Zeit von August bis Oktober. Sie fallen gleich nach der Reife ab und behalten ihre Keimfähigkeit meist nur bis zum nächsten Frühjahr. Sie keimen unterirdisch, im Herbst gesät im darauf folgenden Frühjahr, im Frühjahr gesät oft erst ein Jahr später. | ||
Das Strauchwachstum verläuft in den ersten sechs Jahren langsam, später rasch. Der Strauch wird bis zu sieben Meter hoch und kann ein Alter von 60 bis 70 Jahren erreichen. Sein Ausschlagsvermögen ist sehr groß. | Das Strauchwachstum verläuft in den ersten sechs Jahren langsam, später rasch. Der Strauch wird bis zu sieben Meter hoch und kann ein Alter von 60 bis 70 Jahren erreichen. Sein Ausschlagsvermögen ist sehr groß. | ||
Das Holz der Hasel ist rötlichweiß und überaus zäh. ''Haselnussstecken'' werden daher – auch weil sie häufig sehr gerade wachsen und ein geringes Gewicht aufweisen – für sog. ''"Jagastecken"'', auch [[Stackelstecken]] genannt, und als ''Vieh-Treibstecken'' verwendet. | |||
Das Holz der Hasel ist rötlichweiß und überaus zäh. | |||
==Standort== | ==Standort== | ||
Die Hasel ist lichtliebend und anspruchsvoll, hält aber ein gewisses Maß an Schatten aus. Sie wächst bevorzugt auf kräftigen, frischen und lockeren Böden und meidet sandige und sumpfige Flächen. Man findet Haselnusssträucher in der Ebene und in Mittelgebirgslagen, wo sie vor allem an Waldrändern wachsen. | Die Hasel ist lichtliebend und anspruchsvoll, hält aber ein gewisses Maß an Schatten aus. Sie wächst bevorzugt auf kräftigen, frischen und lockeren Böden und meidet sandige und sumpfige Flächen. Man findet Haselnusssträucher in der Ebene und in Mittelgebirgslagen, wo sie vor allem an Waldrändern wachsen. | ||
==Schmetterlinge, die den Haselnussstrauch frequentieren== | ==Schmetterlinge, die den Haselnussstrauch frequentieren== | ||
* [[Stigmella microtheriella]] (Nepticula microtheriella Stainton, 1854), eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Nepticulidae. | * [[Stigmella microtheriella]] (Nepticula microtheriella Stainton, [[1854]]), eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Nepticulidae. | ||
* [[Eriocrania chrysolepidella]] Zeller, 1851, ein Schmetterling aus der Familie Eriocraniidae. | * [[Eriocrania chrysolepidella]] Zeller, [[1851]], ein Schmetterling aus der Familie Eriocraniidae. | ||
* [[Stigmella floslactella]] (Tinea floslactella Haworth, 1828), eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Nepticulidae. | * [[Stigmella floslactella]] (Tinea floslactella Haworth, [[1828]]), eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Nepticulidae. | ||
==Bemerkenswertes== | ==Bemerkenswertes== | ||
Die Hasel hatte einst auch magische Bedeutung. '' | Die Hasel hatte einst auch magische Bedeutung. ''"Am Schachteingang der [[Karlsohr]] genannten Höhle am [[Untersberg]] steht ein Haselnussbaum. Die Haselnuss ist ein magischer Baum, dessen Früchte hellsichtig machen und dessen Äste zum Wünscheln verwendet werden. Sie gilt zudem als Symbol für Fruchtbarkeit und Unsterblichkeit."'' | ||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
* Gottfried Amann, Bäume und Sträucher des Waldes, S. 143, Neumann Verlag, Melsungen, 13. Auflage, 1980 | * Gottfried Amann, Bäume und Sträucher des Waldes, S. 143, Neumann Verlag, Melsungen, 13. Auflage, 1980 | ||
* Diverse | * Diverse SALZBURGWIKI-Artikel | ||
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[[Kategorie:Biologie]] | [[Kategorie:Biologie]] | ||
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[[Kategorie:Zweikeimblättrige Blütenpflanzen]] | |||
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