Bedecktsamige Pflanzen: Unterschied zwischen den Versionen
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Kennzeichnendes Merkmal der auch als Angiospermen (Bedecktsamer) bezeichneten Pflanzengruppe ist die von einem Fruchtknoten umhüllte Samenanlage. Ein großer Teil der Bedecktsamer entwickelt auffallende Blüten, um Bestäuber (hier in erster Linie Insekten) anzulocken. Große Gruppen verlassen sich aber auch auf die Bestäubung durch den Wind, darunter die für unsere Ernährung besonders wichtigen Süßgräser. Bei ihnen sind die Blüten im Allgemeinen sehr unscheinbar, sie produzieren allerdings sehr große Mengen an Blütenstaub, um die in diesem Fall ungezielte Übertragung der Pollen zu gewährleisten. Auch für die Verbreitung der Samen, die in unterschiedlichster Anzahl innerhalb des Fruchtknotens heranreifen, gibt es verschiedenste Strategien, die wiederum von passiver Verfrachtung durch Wind oder Wasser bis zu aktiver Ausbreitung durch Schleudermechanismen oder dergleichen reichen. Eine wichtige Rolle spielt auch die Verbreitung durch [[Tiere]], entweder durch äußerliche Anheftung oder durch Ausscheidung der Samen nach der Darmpassage. | Kennzeichnendes Merkmal der auch als Angiospermen (Bedecktsamer) bezeichneten Pflanzengruppe ist die von einem Fruchtknoten umhüllte Samenanlage. Ein großer Teil der Bedecktsamer entwickelt auffallende Blüten, um Bestäuber (hier in erster Linie Insekten) anzulocken. Große Gruppen verlassen sich aber auch auf die Bestäubung durch den Wind, darunter die für unsere Ernährung besonders wichtigen Süßgräser. Bei ihnen sind die Blüten im Allgemeinen sehr unscheinbar, sie produzieren allerdings sehr große Mengen an Blütenstaub, um die in diesem Fall ungezielte Übertragung der Pollen zu gewährleisten. Auch für die Verbreitung der Samen, die in unterschiedlichster Anzahl innerhalb des Fruchtknotens heranreifen, gibt es verschiedenste Strategien, die wiederum von passiver Verfrachtung durch Wind oder Wasser bis zu aktiver Ausbreitung durch Schleudermechanismen oder dergleichen reichen. Eine wichtige Rolle spielt auch die Verbreitung durch [[Tiere]], entweder durch äußerliche Anheftung oder durch Ausscheidung der Samen nach der Darmpassage. | ||
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*[[Helmut Wittmann (Biologe)|Wittmann, H.]], [[Apollonia Siebenbrunner|A. Siebenbrunner]], [[Peter Pilsl (Botaniker)|P. Pilsl]] & [[Paul Heiselmayer|P. Heiselmayer]] 1987. Verbreitungsatlas der Salzburger Gefäßpflanzen. Sauteria 2: 1-403. | *[[Helmut Wittmann (Biologe)|Wittmann, H.]], [[Apollonia Siebenbrunner|A. Siebenbrunner]], [[Peter Pilsl (Botaniker)|P. Pilsl]] & [[Paul Heiselmayer|P. Heiselmayer]] 1987. Verbreitungsatlas der Salzburger Gefäßpflanzen. Sauteria 2: 1-403. | ||
*Wikipedia 2020: Systematik der Bedecktsamer. - URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Systematik_der_Bedecktsamer [online 19 August 2020]. | *Wikipedia 2020: Systematik der Bedecktsamer. - URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Systematik_der_Bedecktsamer [online 19 August 2020]. | ||
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Aktuelle Version vom 8. Mai 2024, 21:16 Uhr
Die Bedecktsamigen Pflanzen (kurz Bedecktsamer (wissensch. Magnoliopsida) sind eine Klasse der Tracheophyta (Gefäßpflanzen).
Allgemeines
Die "Magnolienähnlichen" Bedecktsamer umfassen mit fast 230.000 Arten rund 99% aller Gefäßpflanzen und kommen weltweit in allen terrestrischen, in geringem Umfang aber auch in lichtdurchfluteten limnischen und marinen Lebensräumen vor. Nach den Insecta (Insekten) sind die Magnoliopsida somit die artenreichste Klasse der Organismenwelt.
Kennzeichnendes Merkmal der auch als Angiospermen (Bedecktsamer) bezeichneten Pflanzengruppe ist die von einem Fruchtknoten umhüllte Samenanlage. Ein großer Teil der Bedecktsamer entwickelt auffallende Blüten, um Bestäuber (hier in erster Linie Insekten) anzulocken. Große Gruppen verlassen sich aber auch auf die Bestäubung durch den Wind, darunter die für unsere Ernährung besonders wichtigen Süßgräser. Bei ihnen sind die Blüten im Allgemeinen sehr unscheinbar, sie produzieren allerdings sehr große Mengen an Blütenstaub, um die in diesem Fall ungezielte Übertragung der Pollen zu gewährleisten. Auch für die Verbreitung der Samen, die in unterschiedlichster Anzahl innerhalb des Fruchtknotens heranreifen, gibt es verschiedenste Strategien, die wiederum von passiver Verfrachtung durch Wind oder Wasser bis zu aktiver Ausbreitung durch Schleudermechanismen oder dergleichen reichen. Eine wichtige Rolle spielt auch die Verbreitung durch Tiere, entweder durch äußerliche Anheftung oder durch Ausscheidung der Samen nach der Darmpassage.
Entprechend der riesigen Artenzahl werden die Magnoliopsida in zahlreiche Ordnungen und Familien unterteilt. Die Systematik ist dabei immer noch im Fluss, die im Folgenden gebrachte Einteilung folgt Wikipedia (2020).
Kenntnisstand der Gruppe in Salzburg
Auch in Salzburg umfassen die Bedecktsamigen Pflanzen mit rund 2000 Arten (Wittmann et al. 1987, Salzburger Botanische Arbeitsgemeinschaft 2017) den bei weitem größten Teil aller Gefäßpflanzen. Die Kartierung der Flora Salzburgs ist weit fortgeschritten. Trotzdem werden immer wieder neue Arten, vor allem durch den Pflanzenhandel, in Salzburg eingeschleppt, die sich in die heimische Pflanzenwelt integrieren und und wenigen Fällen auch zu einer ernsten Bedrohung natürlicher Lebensräume führen können (invasive Neophyten). Nicht alle der im Folgenden aufgeführten Ordnungen kommen (bisher) in Salzburg vor. Einige sind auch nur durch Neophyten, Anpflanzungen in Gärten, Parks und botanischen Gärten oder gar nur durch "indoor"-Gewächse in Blumentöpfen vertreten, können bei Entsorgung letzterer aber auch, zumindest vorübergehend, in natürlichen Lebensräumen anzutreffen sein.
| lateinischer Name |
| Basale Ordnungen |
| Nymphaeales |
| Mesangiospermen |
| Canellales |
| Piperales Pfefferartige |
| Magnoliales Magnolienartige |
| Laurales Lorbeerartige |
| Chloranthales |
| Monokotyledonen |
| Acorales Kalmusartige |
| Alismatales Froschlöffelartige |
| Petrosaviales |
| Dioscoreales Yamswurzelartige |
| Pandanales Schraubenbaumartige |
| Liliales Lilienartige |
| Asparagales Spargelartige |
| Arecales Palmenartige |
| Commelinales Commelinaartige |
| Zingiberales Ingwerartige |
| Poales Süßgrasartige |
| Wahrscheinliche Schwestergruppe der Eudikotyledonen |
| Ceratophyllales |
| Eudikotyledonen |
| Ranunculales Hahnenfußartige |
| Proteales |
| Trochodendrales |
| Buxales Buxartige |
| Gunnerales |
| Dilleniales |
| Saxifragales Steinbrechartige |
| Vitales |
| Zygophyllales |
| Fabales Schmetterlingsblütlerartige |
| Rosales Rosenartige |
| Fagales Buchenartige |
| Cucurbitales Kürbisartige |
| Celastrales |
| Oxalidales Sauerkleeartige |
| Malpighiales |
| Geraniales Storchschnabelartige |
| Myrtales |
| Crossosomatales |
| Picramniales |
| Huerteales |
| Sapindales |
| Malvales Malvenartige |
| Brassicales Kreuzblütlerartige |
| Berberidopsidales |
| Santalales Sandelholzartige |
| Caryophyllales Nelkenartige |
| Cornales Faulbaumartige |
| Ericales |
| Icanicales |
| Metteniusales |
| Garryales |
| Gentianales Enzianartige |
| Boraginales Rauhblattartige |
| Vahliales |
| Solanales Nachtschattenartige |
| Lamiales Lippenblütlerartige |
| Aquifoliales |
| Asterales Korbblütlerartige |
| Escalloniales |
| Bruniales |
| Paracryphiales |
| Dipsacales Kardenartige |
| Apiales Doldenblütlerartige |
==Weiterführende Informationen==
Quellen
- Salzburger Botanische Arbeitsgemeinschaft 2017. Verbreitungsatlas Salzburg: https://biss.standortsanalyse.net/ [online 19 August 2020].
- Wittmann, H., A. Siebenbrunner, P. Pilsl & P. Heiselmayer 1987. Verbreitungsatlas der Salzburger Gefäßpflanzen. Sauteria 2: 1-403.
- Wikipedia 2020: Systematik der Bedecktsamer. - URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Systematik_der_Bedecktsamer [online 19 August 2020].