Bedecktsamige Pflanzen: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Bedecktsamigen Pflanzen''' (kurz''' Bedecktsamer''', wissensch. '''Magnoliopsida''' [[Pflanze]]n, sind eine [[Glossar Biologie#K|Klasse]] der [[Tracheophyta]] (Gefäßpflanzen).
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Die '''Bedecktsamigen Pflanzen''' (kurz''' Bedecktsamer''' (wissensch. '''Magnoliopsida''') sind eine [[Glossar Biologie#K|Klasse]] der [[Tracheophyta]] (Gefäßpflanzen).
  
 
==Allgemeines==
 
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Die „Magnolienähnlichen“ Bedecktsamer umfassen mit fast 230.000 Arten rund 99% aller Gefäßpflanzen und kommen weltweit in allen terrestrischen, in geringem Umfang aber auch in lichtdurchfluteten limnischen und marinen Lebensräumen vor. Nach den [[Insekten|Insecta (Insekten)]] sind die Magnoliopsida somit die artenreichste Klasse der Organismenwelt.  
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Die "Magnolienähnlichen" Bedecktsamer umfassen mit fast 230.000 Arten rund 99% aller Gefäßpflanzen und kommen weltweit in allen terrestrischen, in geringem Umfang aber auch in lichtdurchfluteten limnischen und marinen Lebensräumen vor. Nach den [[Insekten|Insecta (Insekten)]] sind die Magnoliopsida somit die artenreichste Klasse der Organismenwelt.  
  
 
Kennzeichnendes Merkmal der auch als Angiospermen (Bedecktsamer) bezeichneten Pflanzengruppe ist die von einem Fruchtknoten umhüllte Samenanlage. Ein großer Teil der Bedecktsamer entwickelt auffallende Blüten, um Bestäuber (hier in erster Linie Insekten) anzulocken. Große Gruppen verlassen sich aber auch auf die Bestäubung durch den Wind, darunter die für unsere Ernährung besonders wichtigen Süßgräser. Bei ihnen sind die Blüten im Allgemeinen sehr unscheinbar, sie produzieren allerdings sehr große Mengen an Blütenstaub, um die in diesem Fall ungezielte Übertragung der Pollen zu gewährleisten. Auch für die Verbreitung der Samen, die in unterschiedlichster Anzahl innerhalb des Fruchtknotens heranreifen, gibt es verschiedenste Strategien, die wiederum von passiver Verfrachtung durch Wind oder Wasser bis zu aktiver Ausbreitung durch Schleudermechanismen oder dergleichen reichen. Eine wichtige Rolle spielt auch die Verbreitung durch [[Tiere]], entweder durch äußerliche Anheftung oder durch Ausscheidung der Samen nach der Darmpassage.
 
Kennzeichnendes Merkmal der auch als Angiospermen (Bedecktsamer) bezeichneten Pflanzengruppe ist die von einem Fruchtknoten umhüllte Samenanlage. Ein großer Teil der Bedecktsamer entwickelt auffallende Blüten, um Bestäuber (hier in erster Linie Insekten) anzulocken. Große Gruppen verlassen sich aber auch auf die Bestäubung durch den Wind, darunter die für unsere Ernährung besonders wichtigen Süßgräser. Bei ihnen sind die Blüten im Allgemeinen sehr unscheinbar, sie produzieren allerdings sehr große Mengen an Blütenstaub, um die in diesem Fall ungezielte Übertragung der Pollen zu gewährleisten. Auch für die Verbreitung der Samen, die in unterschiedlichster Anzahl innerhalb des Fruchtknotens heranreifen, gibt es verschiedenste Strategien, die wiederum von passiver Verfrachtung durch Wind oder Wasser bis zu aktiver Ausbreitung durch Schleudermechanismen oder dergleichen reichen. Eine wichtige Rolle spielt auch die Verbreitung durch [[Tiere]], entweder durch äußerliche Anheftung oder durch Ausscheidung der Samen nach der Darmpassage.
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==Quellen==
 
==Quellen==
*[[Salzburger Botanische Arbeitsgemeinschaft (Sabotag)|Salzburger Botanische Arbeitsgemeinschaft]] 2017. Verbreitungsatlas Salzburg - unkorrigierte Testversion. URL: https://biss.standortsanalyse.net/ [online 19 August 2020].  
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*[[Salzburger Botanische Arbeitsgemeinschaft (Sabotag)|Salzburger Botanische Arbeitsgemeinschaft]] 2017. Verbreitungsatlas Salzburg: https://biss.standortsanalyse.net/ [online 19 August 2020].  
 
*[[Helmut Wittmann (Biologe)|Wittmann, H.]], [[Apollonia Siebenbrunner|A. Siebenbrunner]], [[Peter Pilsl (Botaniker)|P. Pilsl]] & [[Paul Heiselmayer|P. Heiselmayer]] 1987. Verbreitungsatlas der Salzburger Gefäßpflanzen. Sauteria 2: 1-403.
 
*[[Helmut Wittmann (Biologe)|Wittmann, H.]], [[Apollonia Siebenbrunner|A. Siebenbrunner]], [[Peter Pilsl (Botaniker)|P. Pilsl]] & [[Paul Heiselmayer|P. Heiselmayer]] 1987. Verbreitungsatlas der Salzburger Gefäßpflanzen. Sauteria 2: 1-403.
 
*Wikipedia 2020: Systematik der Bedecktsamer. - URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Systematik_der_Bedecktsamer [online 19 August 2020].
 
*Wikipedia 2020: Systematik der Bedecktsamer. - URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Systematik_der_Bedecktsamer [online 19 August 2020].
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Aktuelle Version vom 8. Mai 2024, 21:16 Uhr

Seerose Nymphaea alba
Türkenbund-Lilie Lilium martagon
Frauenschuh Cypripedium calceolus
Knaulgras Dactylis glomerata
Scharfer Hahnenfuß Ranunculus acris
Vogelwicke Vicia cracca
Alpen-Rose Rosa pendulina
Bunter Hohlzahn Galeopsis speciosa
Gänseblümchen Bellis perennis
Wiesen-Bärenklau Heracleum sphondylium

Die Bedecktsamigen Pflanzen (kurz Bedecktsamer (wissensch. Magnoliopsida) sind eine Klasse der Tracheophyta (Gefäßpflanzen).

Allgemeines

Die "Magnolienähnlichen" Bedecktsamer umfassen mit fast 230.000 Arten rund 99% aller Gefäßpflanzen und kommen weltweit in allen terrestrischen, in geringem Umfang aber auch in lichtdurchfluteten limnischen und marinen Lebensräumen vor. Nach den Insecta (Insekten) sind die Magnoliopsida somit die artenreichste Klasse der Organismenwelt.

Kennzeichnendes Merkmal der auch als Angiospermen (Bedecktsamer) bezeichneten Pflanzengruppe ist die von einem Fruchtknoten umhüllte Samenanlage. Ein großer Teil der Bedecktsamer entwickelt auffallende Blüten, um Bestäuber (hier in erster Linie Insekten) anzulocken. Große Gruppen verlassen sich aber auch auf die Bestäubung durch den Wind, darunter die für unsere Ernährung besonders wichtigen Süßgräser. Bei ihnen sind die Blüten im Allgemeinen sehr unscheinbar, sie produzieren allerdings sehr große Mengen an Blütenstaub, um die in diesem Fall ungezielte Übertragung der Pollen zu gewährleisten. Auch für die Verbreitung der Samen, die in unterschiedlichster Anzahl innerhalb des Fruchtknotens heranreifen, gibt es verschiedenste Strategien, die wiederum von passiver Verfrachtung durch Wind oder Wasser bis zu aktiver Ausbreitung durch Schleudermechanismen oder dergleichen reichen. Eine wichtige Rolle spielt auch die Verbreitung durch Tiere, entweder durch äußerliche Anheftung oder durch Ausscheidung der Samen nach der Darmpassage.

Entprechend der riesigen Artenzahl werden die Magnoliopsida in zahlreiche Ordnungen und Familien unterteilt. Die Systematik ist dabei immer noch im Fluss, die im Folgenden gebrachte Einteilung folgt Wikipedia (2020).

Kenntnisstand der Gruppe in Salzburg

Auch in Salzburg umfassen die Bedecktsamigen Pflanzen mit rund 2000 Arten (Wittmann et al. 1987, Salzburger Botanische Arbeitsgemeinschaft 2017) den bei weitem größten Teil aller Gefäßpflanzen. Die Kartierung der Flora Salzburgs ist weit fortgeschritten. Trotzdem werden immer wieder neue Arten, vor allem durch den Pflanzenhandel, in Salzburg eingeschleppt, die sich in die heimische Pflanzenwelt integrieren und und wenigen Fällen auch zu einer ernsten Bedrohung natürlicher Lebensräume führen können (invasive Neophyten). Nicht alle der im Folgenden aufgeführten Ordnungen kommen (bisher) in Salzburg vor. Einige sind auch nur durch Neophyten, Anpflanzungen in Gärten, Parks und botanischen Gärten oder gar nur durch "indoor"-Gewächse in Blumentöpfen vertreten, können bei Entsorgung letzterer aber auch, zumindest vorübergehend, in natürlichen Lebensräumen anzutreffen sein.

lateinischer Name
Basale Ordnungen
Nymphaeales
Mesangiospermen
Canellales
Piperales Pfefferartige
Magnoliales Magnolienartige
Laurales Lorbeerartige
Chloranthales
Monokotyledonen
Acorales Kalmusartige
Alismatales Froschlöffelartige
Petrosaviales
Dioscoreales Yamswurzelartige
Pandanales Schraubenbaumartige
Liliales Lilienartige
Asparagales Spargelartige
Arecales Palmenartige
Commelinales Commelinaartige
Zingiberales Ingwerartige
Poales Süßgrasartige
Wahrscheinliche Schwestergruppe der Eudikotyledonen
Ceratophyllales
Eudikotyledonen
Ranunculales Hahnenfußartige
Proteales
Trochodendrales
Buxales Buxartige
Gunnerales
Dilleniales
Saxifragales Steinbrechartige
Vitales
Zygophyllales
Fabales Schmetterlingsblütlerartige
Rosales Rosenartige
Fagales Buchenartige
Cucurbitales Kürbisartige
Celastrales
Oxalidales Sauerkleeartige
Malpighiales
Geraniales Storchschnabelartige
Myrtales
Crossosomatales
Picramniales
Huerteales
Sapindales
Malvales Malvenartige
Brassicales Kreuzblütlerartige
Berberidopsidales
Santalales Sandelholzartige
Caryophyllales Nelkenartige
Cornales Faulbaumartige
Ericales
Icanicales
Metteniusales
Garryales
Gentianales Enzianartige
Boraginales Rauhblattartige
Vahliales
Solanales Nachtschattenartige
Lamiales Lippenblütlerartige
Aquifoliales
Asterales Korbblütlerartige
Escalloniales
Bruniales
Paracryphiales
Dipsacales Kardenartige
Apiales Doldenblütlerartige

==Weiterführende Informationen==

Über das SALZBURGWIKI-Projekt Fauna und Flora
Das SALZBURGWIKI-Projekt Fauna und Flora möchte eine Übersicht über alle Pflanzen-, Pilz- und Tierarten des Landes Salzburg erstellen. Wer eine Art beschreiben will, kann sich die hier hinterlegte Formatvorlage kopieren und für einen neuen Artikel verwenden. Im Abschnitt "Material und Methoden" wird erklärt, wann deutsche und wann lateinische Namen als Artikelnamen verwendet werden sollen.


Quellen