Erebia medusa: Unterschied zwischen den Versionen

(Früher-Mohrenfalter (Seite wurde neu angelegt))
 
K
 
(20 dazwischenliegende Versionen von 4 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
'''Früher-Mohrenfalter''' (Erebia medusa) ist ein heimischer Schmetterling.
+
[[Bild:sE-HdN-2485b.jpg|thumb|''Erebia medusa'', Salzburg, [[Flachgau]], [[Eugendorf]], [[Pebering]], Autobahnbrücke, 2004.06.01, Bild: Michael Kurz]]
 +
Einer der [[Mohrenfalter]], die in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] vorkommen, ist '''''Erebia medusa''''', deutsche Namen: Früher Mohrenfalter, auch Frühlings-Mohrenfalter oder Rundaugen-Mohrenfalter.
 +
 
 
==Beschreibung==
 
==Beschreibung==
Alle [[Mohrenfalter]] haben bestimmte Eigenschaften gemeinsam: sie sind mittelgroß bis groß, haben einen rundlichen Köroer und sind dunkel bräunlcih gefärbt. Die Art Früher-Mohrenfalter ist sehr dunkel und wirkt fast schwarz. Erst in der Nähe sieht man auf der Unterseite und auf der Oberseite die kleinen Augenflecke, die glänzend weiß gekernt, braunrot bis orangefarben umrandet sind. Zwischen den einzelnen augenflecken befindet sich jeweils die Grundfarbe der Flügel, ausgenommen des Doppelfelcks an der Vorderflügelspitze. Der Körper ist völlig schwarz, die Flügelfarbe macht oft einen „abgeflogenen“ Eindruck.  
+
Die meisten Mohrenfalter sind nur schwierig voneinander zu unterscheiden. Alle haben bestimmte Eigenschaften gemeinsam: sie sind mittelgroß bis groß, haben einen rundlichen Körper und sind dunkel bräunlich gefärbt. Die Art Früher Mohrenfalter ist sehr dunkel und wirkt fast schwarz. Erst in der Nähe sieht man auf der Unterseite und auf der Oberseite kleine Augenflecke, die glänzend weiß gekernt und braunrot bis orangefarben umrandet sind. Zwischen den einzelnen Augenflecken befindet sich jeweils die Grundfarbe der Flügel, mit Ausnahme des Doppelflecks an der Vorderflügelspitze. Ober- und Unterseite sehen fast gleich aus. Die Flügelfarbe macht oft einen "abgeflogenen" Eindruck. Der Körper ist völlig schwarz.
 +
 
 +
Oberseits ähnelt der Frühe Mohrenfalter dem [[Graubindiger Mohrenfalter|Graubindigen Mohrenfalter]], während ihm auf der Unterseite der Hinterflügel das grau-olivgrüne Band fehlt.
 +
 
 
==Vorkommen==
 
==Vorkommen==
Randbereiche von Teichen und Bergwiesen, genauso wie Waldränder, gebüschbewachsene Lichtungen in sonnig-trockener Lage, feuchte Wiesen und Bachschluchten.
+
Der Frühe Mohrenfalter kommt in Randbereichen von Teichen und Bergwiesen genauso wie an Waldrändern, auf gebüschbewachsenen Lichtungen in sonnig-trockener Lage, auf feuchten Wiesen und in Bachschluchten vor. Er ist einer der wenigen Schmetterlinge aus der Gattung der Mohrenfalter, die auch im Flachland vorkommen.
 +
 
 
==Lebensweise==
 
==Lebensweise==
Der Flug der Art Früher-Mohrenfalter erfolgt in nur einer Generation und erscheint langsam und niedrig. Man sieht ihn in den Monaten Mai bis Juli. Diese Schmetterlingsart war weit verbreitet, viele früher nachgewiesene Standorte sind aber leider abgekommen, obwohl die Art Früher-Mohrenfalter relativ anspruchslos sein dürfte. Als Grund vermutet man das Schwinden „magerer“ Flächen durch Düngen.  
+
Der Flug dieses Schmetterlings erfolgt in nur einer Generation und erscheint langsam und niedrig. Man sieht ihn in den Monaten Mai bis Juli. Diese Schmetterlingsart war weit verbreitet, viele früher nachgewiesene Standorte sind aber leider abgekommen, obwohl die Art relativ anspruchslos sein dürfte. Als Grund vermutet man das Schwinden "magerer" Flächen durch Düngen.
 +
 
 +
Die Raupe lebt auf Gräsern.
 +
 
 +
==Weblinks==
 +
* [http://www.nkis.info/nkis/extaustaxonverbreitungshow.cgi?uid=sbgwiki46&tax=6868&karte=5&lang=g Verbreitung in Salzburg]
 +
 
 
==Quellen==
 
==Quellen==
Joseph H. Reichholf, Schmetterlinge, blv-Naturführer
+
* [http://www.nkis.info/nkis/extaustaxonshow.cgi?uid=sbgwiki46&tax=6868&lang=g Naturkundliches Informationssystem]
 +
* Josef H. Reichholf: Schmetterlinge, blv-Naturführer
 +
 
 +
{{Fauna und Flora Projekt}}
 +
 
 +
[[Kategorie:Wissenschaft]]
 +
[[Kategorie:Naturwissenschaft]]
 
[[Kategorie:Biologie]]
 
[[Kategorie:Biologie]]
[[Kategorie:Pflanzen und Tiere]]
+
[[Kategorie:Fauna]]
[[Kategorie:Tiere]]
+
[[Kategorie:Insekt]]
 +
[[Kategorie:Schmetterling]]
 +
[[Kategorie:Tagfalter]]

Aktuelle Version vom 30. Juli 2024, 07:25 Uhr

Erebia medusa, Salzburg, Flachgau, Eugendorf, Pebering, Autobahnbrücke, 2004.06.01, Bild: Michael Kurz

Einer der Mohrenfalter, die in Salzburg vorkommen, ist Erebia medusa, deutsche Namen: Früher Mohrenfalter, auch Frühlings-Mohrenfalter oder Rundaugen-Mohrenfalter.

Beschreibung

Die meisten Mohrenfalter sind nur schwierig voneinander zu unterscheiden. Alle haben bestimmte Eigenschaften gemeinsam: sie sind mittelgroß bis groß, haben einen rundlichen Körper und sind dunkel bräunlich gefärbt. Die Art Früher Mohrenfalter ist sehr dunkel und wirkt fast schwarz. Erst in der Nähe sieht man auf der Unterseite und auf der Oberseite kleine Augenflecke, die glänzend weiß gekernt und braunrot bis orangefarben umrandet sind. Zwischen den einzelnen Augenflecken befindet sich jeweils die Grundfarbe der Flügel, mit Ausnahme des Doppelflecks an der Vorderflügelspitze. Ober- und Unterseite sehen fast gleich aus. Die Flügelfarbe macht oft einen "abgeflogenen" Eindruck. Der Körper ist völlig schwarz.

Oberseits ähnelt der Frühe Mohrenfalter dem Graubindigen Mohrenfalter, während ihm auf der Unterseite der Hinterflügel das grau-olivgrüne Band fehlt.

Vorkommen

Der Frühe Mohrenfalter kommt in Randbereichen von Teichen und Bergwiesen genauso wie an Waldrändern, auf gebüschbewachsenen Lichtungen in sonnig-trockener Lage, auf feuchten Wiesen und in Bachschluchten vor. Er ist einer der wenigen Schmetterlinge aus der Gattung der Mohrenfalter, die auch im Flachland vorkommen.

Lebensweise

Der Flug dieses Schmetterlings erfolgt in nur einer Generation und erscheint langsam und niedrig. Man sieht ihn in den Monaten Mai bis Juli. Diese Schmetterlingsart war weit verbreitet, viele früher nachgewiesene Standorte sind aber leider abgekommen, obwohl die Art relativ anspruchslos sein dürfte. Als Grund vermutet man das Schwinden "magerer" Flächen durch Düngen.

Die Raupe lebt auf Gräsern.

Weblinks

Quellen

Über das SALZBURGWIKI-Projekt Fauna und Flora
Das SALZBURGWIKI-Projekt Fauna und Flora möchte eine Übersicht über alle Pflanzen-, Pilz- und Tierarten des Landes Salzburg erstellen. Wer eine Art beschreiben will, kann sich die hier hinterlegte Formatvorlage kopieren und für einen neuen Artikel verwenden. Im Abschnitt "Material und Methoden" wird erklärt, wann deutsche und wann lateinische Namen als Artikelnamen verwendet werden sollen.