Rupert von Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 18. November 2008, 14:44 Uhr

Rupert von Worms (* unbekannt, † 27. März 718 in Worms, Deutschland) ist der Landespatron vom Bundesland Salzburg und wird am 24. September gefeiert.

Leben

Das Herzogtum Bayern bemühte sich schon sehr früh um die Christianisierung der östlich gelegenen Gebiete. Angeblich um 696 (wahrscheinlicher jedoch nicht vor 705) kam der Missionar Rupert (Rupertus, auch Hroudperht althochdeutsch der Ruhm-Glänzende) in das heutige Gebiet von Salzburg über Bayern. Die enge Verbindung mit Bayern zeigt sich heute noch in der Bezeichnung Rupertiwinkel, jene bayerischen Gebiete westlich von Salzburg.

Zuvor Bischof in Worms kam der vermutlich aus rheinfränkischer Gegend stammende Rupert auf Einladung Herzog Theodos um 700 an den bayerischen Herzogshof nach Regensburg. Dort wurde im angeboten, die Salzburger Lande zu christianisieren. Rupert ging zunächst nach Seekirchen und erst dann nach Salzburg, dem alten Iuvavum. Dort nahm er vermutlich Kontakt mit dem Sohn von Theodo, Theobert, auf. Rupert wurde mit reichen Schenkungen im Land um Salzburg bedacht, das aufgrund der Salzquellen im nahen Reichenhall von zentraler wirtschaftlicher Bedeutung für das bayerische Herzogtum war. Daher wird Rupert auch immer mit einem Salzfass in der Hand abgebildet.

Rupert erneuerte das Kloster St. Peter in Salzburg. Eine Neugründung war das Benediktiner-Frauenkloster Nonnberg, deren erste Äbtissin seine Nichte Erintrud (auch Erentrudis) war. Im Land Salzburg gründete er die Maximilianzelle bei Bischofshofen als Stützpunkt zur Slawenmission sowie das kurzlebige Kloster Seekirchen am Wallersee.

Auf Veranlassung Ruperts wurde auch die Peterskirche erbaut, ein Vorgängerbau des heutigen Doms, der seit dem 10. Jahrhundert das Rupertspatrozinium trägt.

Gegen Ende seines Lebens zog sich Rupert in seine Heimat zurück, wo er am 27. März nach 718 in Worms verstorben ist. Erst sein späterer Nachfolger Virgil ließ anlässlich der Domweihe am 24. September 774 die Gebeine des Hl. Ruperts aus Worms nach Salzburg überführen. Zunächst war der Sarkophag in der Kirche von St. Peter aufbewahrt, nach Fertigunstellung des Doms dann dorthin gebracht.

Weblinks

Quellen

Zeitfolge
Vorgänger

keiner

Bischof von Salzburg
um 696 - 716/718
Nachfolger

Vitalis


Zeitfolge
Vorgänger

keiner

Abt von St. Peter
um 696 - 716/718
Nachfolger

Vitalis