Lindenallee Fürstenweg: Unterschied zwischen den Versionen
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* Dr. [[Reinhard Medicus]]: ''Die Hellbrunner Allee und ihre Umgebung — Zur Geschichte der Allee und ihrer Bedeutung''. aus: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Band 146, S. 405-426, Salzburg 2006 | * Dr. [[Reinhard Medicus]]: ''Die Hellbrunner Allee und ihre Umgebung — Zur Geschichte der Allee und ihrer Bedeutung''. aus: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Band 146, S. 405-426, Salzburg 2006 | ||
* Dr. Reinhard Medicus: Die alten baumschattigen Fahrwege Salzburgs aus: [[Bastei]] - für unser Salzburg, Folge 3/2008 S.15-19 [[Salzburger Stadtverein]], 2008 * [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg]] | * Dr. Reinhard Medicus: Die alten baumschattigen Fahrwege Salzburgs aus: [[Bastei]] - für unser Salzburg, Folge 3/2008 S.15-19 [[Salzburger Stadtverein]], 2008 * [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg]] | ||
| − | * ''400 Jahre Hellbrunner Allee, 1615-2015, Vom Fürstenweg zum Naherholungsgebiet'', [[Schriftenreihe des Landesmedienzentrums, Serie Sonderpublikationen]], Nr. 256, 2. Auflage, Aug. 2016, ISBN 978-3-85015-282-2 | + | * ''400 Jahre Hellbrunner Allee, 1615-2015, Vom Fürstenweg zum Naherholungsgebiet'', [[Schriftenreihe des Landesmedienzentrums, Serie Sonderpublikationen]], Nr. 256, 2. Auflage, Aug. 2016, ISBN 978-3-85015-282-2 |
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Version vom 7. Oktober 2018, 07:17 Uhr
Die Lindenallee Fürstenweg führt in der Schlossachse Hellbrunn zur Salzach und ist mit seinen Winterlinden heute gemeinsam mit der Hellbrunner Allee die älteste Allee Europas und daher von besonderer kulturhistorischer Bedeutung. Ein Kennzeichen der Renaissancegärten waren und sind neben Teichen, Wegen und Beeten in spiegelbildlichen ornamentalen Teilen angelegte auch Gartenwege in Form von Alleen. Häufig wurden solche baumschattigen Wege als geradlinige Gartenachsen in die Landschaft hinaus verlängert. Der Garten durfte in seiner Architektur nicht an der Gartenmauer enden, er sollte grenzenlos scheinen. Daher bekam Hellbrunn von Santiono Solari drei Gartenwegachsen, die auch hohen Symbolwert besaßen:
- Der Fürstenweg:
Der Weg in der Schlossachse und in der Achse des Brunnens Altems, auch Sternweiherbrunnen genannt führt nach Sonnenaufgang vom Ehrenhof des Schlosses geradlinig in die Hellbrunner Au und weiter zum Ufer der damals vielarmigen Salzach. Der Fluss war seinerzeit nicht nur wirtschaftliche Lebensader des Fürsterzbistums, das Wasser besaß vielmehr spirituell als Symbol der Reinigung und Reinheit auch hohen Symbolwert.
- Die Große Gartenachse.
Sie bildete die Symmetrieebene des manieristischen fürstlichen Wasserparterre-Gartens und führte als Weg über den eigentlichen Renaissancegarten hinaus bis zur Mauer des Schlossgartens und als Sichtachse (sog. Durchschlag) bis zum Ufer der Salzach) um als Achse zum jenseits der Salzach erhöht liegenden Schloss Goldenstein weiterzuführen.
- Die Hellbrunner Allee. Sie bildet die Achse zweier Wasserschlösser, nämlich Freisaal und Anif und diente als Hauptzufahrtsweg nach Hellbrunn. Auch dieser fürsterzbischöflicher Gartenweg im Landschaftsgarten von Hellbrunn war dem Erzbischof und seinem Gefolge vorbehalten.
Heute wird der Fürstenweg mit seiner Winterlindenallee leider von der Alpenstraße zerschnitten. Das Westende der Allee ist derzeit sehr unschön gestaltet.
Wichtige Pflegemaßnahmen
Am Fürstenweg sollten im Zuge der Wiederherstellung des historischen Charakters unbedingt die vor wenigen Jahrzehnten gepflanzten Platanen, die den historischen Charakter der einzigartigen herrschaftlichen Lindenallee empfindlich beeinträchtigen, schrittweise, aber zur Gänze wieder entfernt werden und gegen Winterlinden ausgetauscht werden. Nachfolgend könnte auch der historische Freiraum zwischen dem Osttor des Schlosses, der Hellbrunner Allee und dem historischen Fürstenweg wieder ansprechend und ohne als hässliche und unwürdige asphaltierte PKW-Abstellflächen missbraucht zu werden, wiederhergestellt werden.
Literatur
- Dr. Reinhard Medicus: Die Hellbrunner Allee und ihre Umgebung — Zur Geschichte der Allee und ihrer Bedeutung. aus: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Band 146, S. 405-426, Salzburg 2006
- Dr. Reinhard Medicus: Die alten baumschattigen Fahrwege Salzburgs aus: Bastei - für unser Salzburg, Folge 3/2008 S.15-19 Salzburger Stadtverein, 2008 * Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg
- 400 Jahre Hellbrunner Allee, 1615-2015, Vom Fürstenweg zum Naherholungsgebiet, Schriftenreihe des Landesmedienzentrums, Serie Sonderpublikationen, Nr. 256, 2. Auflage, Aug. 2016, ISBN 978-3-85015-282-2