Rosemarie Daxer: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Rosemarie Daxer''' (*[[1. Februar]] [[1942]] in [[Salzburg]], † ermordet [[21. August]] [[1943]] in Wien, Am Spiegelgrund) ist ein NS-Opfer aus Salzburg.
 
'''Rosemarie Daxer''' (*[[1. Februar]] [[1942]] in [[Salzburg]], † ermordet [[21. August]] [[1943]] in Wien, Am Spiegelgrund) ist ein NS-Opfer aus Salzburg.
 
==Leben==
 
==Leben==
Rosemarie Daxer war das ledige Kind einer 20jährigen Haushaltshilfe. Sie wurde bereits zwei Wochen nach der Geburt ins Dienstmädchenheim (vormals Marianum), Griesgasse 8, gebracht. Auf Antrag des Reichsstatthalters des Reichsgaues Salzburg (Dr. [[Gustav Adolf Scheel]], Arzt) wurde das Kind am 12. Juli 1943 in die Wiener städtische Nervenklinik für Kinder« (Am Spiegelgrund), Pavillon 15/I eingewiesen. Nach der Aufnahmeuntersuchung durch Dr. Ernst Illing wurden dem unterernährten Kind wurde Veronal oder Luminal verabreicht, woran sie starb. In der Meldung an den »Reichsauschuss zur wissenschaftlichen Erfassung von erb- und anlagebedingten schweren Leiden« wurde als offizielle Todesursache Lungenentzündung angegeben.
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Rosemarie Daxer war das ledige Kind einer 20jährigen Haushaltshilfe. Sie wurde bereits zwei Wochen nach der Geburt ins Dienstmädchenheim (vormals Marianum), [[Griesgasse]] 8, gebracht. Auf Antrag des Reichsstatthalters des Reichsgaues Salzburg (Dr. [[Gustav Adolf Scheel]], Arzt) wurde das Kind am 12. Juli 1943 in die Wiener städtische Nervenklinik für Kinder« (Am Spiegelgrund), Pavillon 15/I eingewiesen. Nach der Aufnahmeuntersuchung durch Dr. Ernst Illing wurden dem unterernährten Kind wurde Veronal oder Luminal verabreicht, woran sie starb. In der Meldung an den »Reichsauschuss zur wissenschaftlichen Erfassung von erb- und anlagebedingten schweren Leiden« wurde als offizielle Todesursache Lungenentzündung angegeben.
  
 
Am 21. Juli 2010 wurde zu ihrem Gedächtnis ein Stolperstein in der Griesgasse 8 verlegt.
 
Am 21. Juli 2010 wurde zu ihrem Gedächtnis ein Stolperstein in der Griesgasse 8 verlegt.

Version vom 11. April 2013, 11:32 Uhr

Stolperstein für Rosemarie Daxer

Rosemarie Daxer (*1. Februar 1942 in Salzburg, † ermordet 21. August 1943 in Wien, Am Spiegelgrund) ist ein NS-Opfer aus Salzburg.

Leben

Rosemarie Daxer war das ledige Kind einer 20jährigen Haushaltshilfe. Sie wurde bereits zwei Wochen nach der Geburt ins Dienstmädchenheim (vormals Marianum), Griesgasse 8, gebracht. Auf Antrag des Reichsstatthalters des Reichsgaues Salzburg (Dr. Gustav Adolf Scheel, Arzt) wurde das Kind am 12. Juli 1943 in die Wiener städtische Nervenklinik für Kinder« (Am Spiegelgrund), Pavillon 15/I eingewiesen. Nach der Aufnahmeuntersuchung durch Dr. Ernst Illing wurden dem unterernährten Kind wurde Veronal oder Luminal verabreicht, woran sie starb. In der Meldung an den »Reichsauschuss zur wissenschaftlichen Erfassung von erb- und anlagebedingten schweren Leiden« wurde als offizielle Todesursache Lungenentzündung angegeben.

Am 21. Juli 2010 wurde zu ihrem Gedächtnis ein Stolperstein in der Griesgasse 8 verlegt.

Quellen

  • Stolpersteine: Rosemarie Daxer
  • Waltraud Häupl: Die ermordeten Kinder vom Spiegelgrund. Gedenkdokumentation für die Opfer der NS-Kindereuthanasie in Wien, Wien 2006, S. 90)