Rupertigau-Preisschnalzen: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Aperschnalzen, wird ausschließlich im bayrischen Rupertiwinkel und im Salzburger [[Flachgau]] ausgeübt. Im Jahr [[1954]] fand das erste große Schnalzertreffen in [[Saaldorf]] statt und wird seitdem jährlich wiederholt. Die Beliebtheit und das steigende Interesse führte dazu, dass 1957 als Dachverband und Ausrichter die Schnalzervereinigung Rupertiwinkel e.V. gegründet wurde.
 
Das Aperschnalzen, wird ausschließlich im bayrischen Rupertiwinkel und im Salzburger [[Flachgau]] ausgeübt. Im Jahr [[1954]] fand das erste große Schnalzertreffen in [[Saaldorf]] statt und wird seitdem jährlich wiederholt. Die Beliebtheit und das steigende Interesse führte dazu, dass 1957 als Dachverband und Ausrichter die Schnalzervereinigung Rupertiwinkel e.V. gegründet wurde.
  
Am [[3. Februar]] [[2013]] fand in [[Siezenheim]] das 60. Rupertigau-Preisschnalzen mit 66 Jugend Passen und 128 Allgemein Passen statt.
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== Teilnehmende Gruppen ==
 
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==Überblick über die Gewinner der „Wandergoaßl der Alten“ seit 1936==
 
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*Gois I: 3 x
 
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*Ainring I, Siezenheim II und Wals III: je 1 x
 
*Ainring I, Siezenheim II und Wals III: je 1 x
 
== 60. Rupertigauschnalzen in Siezenheim 2013 ==
 
Veröffentlichung der Salzburger Landeskorrespondenz, am 29. Jänner 2013:
 
 
''Am kommenden Sonntag, 3. Februar, ist es wieder soweit: beim 60. Rupertigauschnalzen in Siezenheim messen die besten Schnalzer der Region ihre Kunstfertigkeit beim besonderen Brauch des Aperschnalzens. Eine Woche vor dem Faschingssonntag findet jährlich das festlich gestaltete, große Rupertigau-Preisschnalzen statt, an dem bis zu 1 600 Schnalzer aus Salzburg und Bayern teilnehmen.''
 
 
''[[Ernst Müller]] hat unter Mitarbeit von [[Ulrike Kammerhofer-Aggermann]] und [[Angelika Kromas]] Hintergründe des Aperschnalzens aufgezeichnet. Geschnalzt wird in den Ortschaften entlang der Grenzflüsse [[Saalach]] und [[Salzach]], im Salzburger [[Flachgau]] und im bayerischen [[Rupertiwinkel]]. Der Brauch des Aperschnalzens ist auf verschiedene Weise interpretiert worden. Im [[19. Jahrhundert]] suchte man darin Relikte eines Naturkultes, nationale Strömungen. Schließlich wollte die instrumentalisierte Wissenschaft der [[NS-Zeit]] darin Relikte einstiger Fruchtbarkeitskulte sehen. Davon distanzieren sich die heutigen Schnalzer. Das Aperschnalzen ist jedenfalls ein aus der kunstvollen Handhabung der Peitschen entstandener Brauch, der aus Zeiten stammt, in denen der Umgang mit Tieren den Alltag wesentlich bestimmte. Es gehört auf jeden Fall eine große Fertigkeit dazu, im schnellen Takt die Peitschen knallen zu lassen. Einen möglichen ersten Beleg des Aperschnalzens gibt es aus dem Jahr [[1730]] aus der Ortschaft [[Gois]]. Urkundlich belegt ist, dass [[1829]] in [[Bayern]] ein richterliches Schnalzverbot wegen Ruhestörung erlassen wurde. Bestätigt ist auch, dass [[1911]] zu Ehren von Erzherzog Ludwig Viktor, Passen aus Siezenheim geschnalzt haben und dass die Viehhauser Schnalzer [[1924]] am Festzug in [[Bad Reichenhall]] teilgenommen haben. Die [[Schnalzervereinigung Rupertiwinkel e.V.]], [[1957]] im bayerischen [[Saaldorf]] gegründet, erkennt nur Schnalzergruppen aus dieser Region an. Die Vereinigung vertritt die Interessen aller Aperschnalzer aus Salzburg und Bayern. Wobei "Rupertiwinkel" eine relativ junge Bezeichnung für alte Salzburger Gebiete ist. Sie wurden nach dem Napoleonischen Krieg, von [[1816]] (bis 1972) zum bayerischen Landkreis [[Laufen]], [[Tittmoning]] und [[Waging am See]]. Der Name setzte sich erst in den Jahren des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] durch, als die Vereinigung "[[Heimatfreunde des Rupertiwinkels]]" gegründet wurde. Der Name bezieht sich auf den Patron Salzburgs, den Heiligen [[Rupert]], und bezeichnet jene gewachsene Kulturlandschaft links von Saalach und Salzach, die bis zu dessen Ende ([[Säkularisierung]]) zum [[Erzstift Salzburg]] gehört hatte und beim Wiener Kongress, mit der Neugliederung Europas endgültig zu Bayern kam.''
 
 
''Geschnalzt wird nur zwischen [[Weihnachten]] (Stefanitag) und der Fastenzeit. Geschnalzt wird mit der "Goaßl", einem Holzstiel und einem bis zu 3,50 Meter langen Hanfseil, das sich verjüngt und mit Pech eingelassen ist. Am Ende der Goaßl ist der Bast befestigt, der bei einer schnellen Richtungsänderung (Überschallgeschwindigkeit) knallt. Geschnalzt wird in Passen, das sind Gruppen bis zu neun Personen; inzwischen gehören auch viele Mädchen und junge Frauen zu den Passen. Der vorne stehende Aufdreher leitet das Schnalzen ein mit dem Ruf "aufdrahi, oani, zwoa, drei, dahin geht’s". Es ist sehr schwierig und braucht viel Übung, bis alle Schnalzer im gleichen Takt schnalzen können, denn jeder Rhythmusfehler ist zu hören. Der perfekte Rhythmus, der gleichmäßige Takt und die Lautstärke sind die Grundlagen der preisrichterlichen Bewertung (sieben Preisrichter) der Schnalzer-Wettbewerbe, die in und zwischen den Ortschaften stattfinden.''
 
 
Beim 60. Rupertigau-Preisschnalzen fand mit 66 Jugend Passen und 128 Allgemein Passen statt.
 
  
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==

Version vom 8. Februar 2013, 08:53 Uhr

Die Pass aus Siezenheim beim ersten Preisschnalzen um die "Wandergoaßl der Alten" im Jahr 1936 in Maxglan; damals belegte sie unter zehn Bewerberbern hinter Viehhausen und Liefering den dritten Platz. Zwei Jahre später, am 20.2.1938 gewann diese Pass als erste Siezenheimer Gruppe die begehrte Wandergoaßl (Quellen: "Salzburger Volksblatt" vom 17.2.1936, Seite 9; "Salzburger Volksblatt" vom 21.2.1938, Seiten 7 und 8.).
Die Schnalzerpass Siezenheim III hat die "Wandergoaßl der Alten" seit 1999 bereits acht mal gewonnen. In dieser Pass schnalzen vier Enkelsöhne von Schnalzern jener Siezenheimer Pass, die die "Wandergoaßl der Alten" 1938 gewonnen hat.

Das Rupertigau-Preisschnalzen ist eine Brauchtumsveranstaltung des Aperschnalzens, bei der Vereine aus dem Rupertiwinkel um das "Wandergoaßl der Alten" kämpfen.

Geschichte

Das Aperschnalzen, wird ausschließlich im bayrischen Rupertiwinkel und im Salzburger Flachgau ausgeübt. Im Jahr 1954 fand das erste große Schnalzertreffen in Saaldorf statt und wird seitdem jährlich wiederholt. Die Beliebtheit und das steigende Interesse führte dazu, dass 1957 als Dachverband und Ausrichter die Schnalzervereinigung Rupertiwinkel e.V. gegründet wurde.

Am 3. Februar 2013 fand in Siezenheim das 60. Rupertigau-Preisschnalzen mit 66 Jugend Passen und 128 Allgemein Passen statt.

Teilnehmende Gruppen

Überblick über die Gewinner der „Wandergoaßl der Alten“ seit 1936

Jeweils: Jahr, Austragungsort, Siegerpass, Punkte:

1936 Maxglan, Viehhausen, ?

1938 Maxglan, Siezenheim, ?

1939 Maxglan, Ufering, ?

1956 ?, Bergler, ?

1957 Siezenheim, Ainring I, ?

1958 Schönram, Saaldorf I, 395

1959 Ainring, Ringham, ?

1960 Kirchanschöring, Ainring I, 169

1961 Waging, Feldkirchen I, 156

1962 Anthering, Ainring I, 171

1963 Leobendorf, Ainring I, ?

1964 Saaldorf, Jakob Armstorfer Gedächtnisschnalzen

1965 Bergheim, Ainring I, 189

1966 Straß, Ainring I, 182

1967 Feldkirchen, Ainring I, 186

1968 Wals, Ainring I, 174

1969 Ainring, Ainring I, 176

1970 Weildorf, Gois II, 187

1971 Anthering, Ainring I, 192

1972 Teisendorf, Gois I, 179

1973 Laufen, Waging I, 187

1974 Saaldorf, Perach I, 185

1975 Loig, Ainring I, 190

1976 Waging, Ainring I, 188

1977 Wals, Wals II, 186

1978 Anger, Ainring I, 185

1979 Ainring, Gois I, 191

1980 Steindorf, Gois I, 194

1981 Surheim, Ufering I, 189

1982 Saaldorf, Perach I, 192

1983 Viehhausen, Ufering I, 188

1984 Saaldorf, Perach I, 192

1985 Weildorf, Perach I, 193

1986 Gois, Gois I, 196

1987 Ufering, Perach I, 191

1988 Schönram, Gois I, 189

1989 Siezenheim, Perach I, 192

1990 Kirchanschöring, Siezenheim II, 181

1991 Teisendorf, Perach I, 187

1992 Wals, Siezenheim II, 185

1993 Perach, Gois I, 189

1994 Saaldorf, Siezenheim II, 192

1995 Bergheim, Siezenheim II, 186

1996 Piding, Gois II, 188

1997 Schönram, Gois II, 187

1998 Viehhausen, Ainring IV, 186

1999 Feldkirchen, Siezenheim III, 181

2000 Tittmoning, Siezenheim III, 194

2001 Anthering, Siezenheim III, 196

2002 Weildorf, Siezenheim III, 191

2003 Ainring, Ainring IV, 190

2004 Saaldorf, Siezenheim III, 195

2005 Loig, Gois IV, 190

2006 Kirchanschöring, Wals III, 191

2007 Gois, Siezenheim III, 195

2008 Holzhausen, Siezenheim III, 194

2009 Perach, Siezenheim III, 185

2010 Maxglan, Wals III, 177

2011 Roth, Siezenheim III, 185

Die erfolgreichsten Orte beim Gewinn der Wandergoaßl von 1936

  • Ainring: 15 x
  • Siezenheim: 14 x
  • Gois: 10 x
  • Perach: 7 x
  • Ufering: 3 x
  • Wals: 3 x
  • Bergler, Feldkirchen, Ringham, Saaldorf, Viehhausen sowie Waging: je 1 x

Die erfolgreichsten Passen beim Gewinn der Wandergoaßl von 1936

  • Ainring I: 13 x
  • Siezenheim III: 9 x
  • Gois I, Perach I : je 7 x
  • Siezenheim II: 4 x
  • Ainring IV, Gois II, Ufering I sowie Wals III: je 2 x

Passen, die die Wandergoaßl von 1936 mit über 190 Punkten gewonnen haben

  • Siezenheim III: 6 x
  • Perach I: 5 x
  • Gois I: 3 x
  • Ainring I, Siezenheim II und Wals III: je 1 x

Quellen

  • dieser Artikel wurde aus dem Hauptartikel Aperschnalzen als eigener Artikel angelegt, daher alle Quellen siehe Aperschnalzen