Brandkatastrophe der Gletscherbahn Kaprun: Unterschied zwischen den Versionen
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==Ort des Geschehens== | ==Ort des Geschehens== | ||
Die ''Gletscherbahn 2'' war eine Standseilbahn, die auf 3 900 Metern Länge - davon | Die ''[[Gletscherbahn 2]]'' war eine Standseilbahn, die auf 3 900 Metern Länge - davon 3 298 Meter im Tunnel - vom [[Kapruner Tal]] südlich des Ortszentrums von [[Kaprun]] zum [[Alpincenter Kaprun]] auf dem Gletscher führte. Die Bahn verband das Tal mit dem [[Schmiedingerkees]], dem [[Gletscher]] unterhalb des Gipfelbereichs des [[Kitzsteinhorn]]s, einem [[Gletscherskigebiet Kitzsteinhorn|Ganzjahresschigebiet]] in den [[Hohen Tauern]]. | ||
==Die Katastrophe == | ==Die Katastrophe == | ||
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Das Feuer ist im führerlosen Ende des Zuges ausgebrochen, nach Augenzeugenberichten bereits vor der Einfahrt in den Tunnel. Als der Zug zum Stehen kommt dauert es noch geraume Zeit, bis sich die Türen öffnen lassen. In den unteren Abteilen werden Fenster eingeschlagen, damit sich Menschen ins Freie retten können. In Panik fliehen viele bergwärts in den Tunnel - und damit in den sicheren Tod, da die Flammen wie durch einen Kamin mit hohem Tempo Richtung Alpinzentrum rasen. Nur zwölf Menschen fliehen zum unteren Tunnelausgang und überleben die Katastrophe. 150 Personen aus der "Kitzsteingams", drei Personen im Alpinzentrum und zwei Personen in der talwärts fahrenden Garnitur "Gletscherdrache" verbrennen oder ersticken in der Rauchgaswolke. | Das Feuer ist im führerlosen Ende des Zuges ausgebrochen, nach Augenzeugenberichten bereits vor der Einfahrt in den Tunnel. Als der Zug zum Stehen kommt dauert es noch geraume Zeit, bis sich die Türen öffnen lassen. In den unteren Abteilen werden Fenster eingeschlagen, damit sich Menschen ins Freie retten können. In Panik fliehen viele bergwärts in den Tunnel - und damit in den sicheren Tod, da die Flammen wie durch einen Kamin mit hohem Tempo Richtung Alpinzentrum rasen. Nur zwölf Menschen fliehen zum unteren Tunnelausgang und überleben die Katastrophe. 150 Personen aus der "Kitzsteingams", drei Personen im Alpinzentrum und zwei Personen in der talwärts fahrenden Garnitur "Gletscherdrache" verbrennen oder ersticken in der Rauchgaswolke. | ||
[[Datei:Pressekonferenz der Einsatzorganisationen in Kaprun 2000 Brandkatastrophe der Gletscherbahn Kaprun.jpg|thumb|Pressekonferenz der Einsatzorganisationen in Kaprun am 14. November 2000.]] | |||
Um 09:10 Uhr geht der Alarm beim Roten Kreuz ein, die ersten Rettungskräfte können aber nicht an die Unglücksstelle vorrücken. Um 09:29 Uhr wird Großalarm gegeben. Elf Helikopter fliegen ein. Nur mit schwerem Atemschutz kommen Feuerwehrleute im verqualmten Tunnel voran. Die Männer dringen von unten und oben sowie von einem Seitenstollen in den Tunnel ein. Doch erst nach Stunden erreichen sie den ausgebrannten Zug. | Um 09:10 Uhr geht der Alarm beim Roten Kreuz ein, die ersten Rettungskräfte können aber nicht an die Unglücksstelle vorrücken. Um 09:29 Uhr wird Großalarm gegeben. Elf Helikopter fliegen ein. Nur mit schwerem Atemschutz kommen Feuerwehrleute im verqualmten Tunnel voran. Die Männer dringen von unten und oben sowie von einem Seitenstollen in den Tunnel ein. Doch erst nach Stunden erreichen sie den ausgebrannten Zug. | ||
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Das Alpincenter unterhalb des Schmiedingerkees nimmt am [[7. Dezember]] [[2000]] wieder seinen Betrieb auf, die Auffahrt erfolgt mit der Seilbahn. | Das Alpincenter unterhalb des Schmiedingerkees nimmt am [[7. Dezember]] [[2000]] wieder seinen Betrieb auf, die Auffahrt erfolgt mit der Seilbahn. | ||
Am [[28. Februar]] [[2001]] wird der Unglückszug ins Tal gelassen, der intakte aber stark verrusste "Gletscherdrache" wird dadurch zum Alpincenter manövriert. Eine Woche später wird auch die zweite Garnitur am [[8. März]] [[2001]] ins Tal gebracht und für den Transport nach Linz, wo Sachverständige das Wrack untersuchen, in zwei Teile zerlegt. | Am [[28. Februar]] [[2001]] wird der Unglückszug ins Tal gelassen, der intakte aber stark verrusste "Gletscherdrache" wird dadurch zum Alpincenter manövriert. Eine Woche später wird auch die zweite Garnitur am [[8. März]] [[2001]] ins Tal gebracht und für den Transport nach Linz, wo Sachverständige das Wrack untersuchen, in zwei Teile zerlegt. | ||
Am [[11. Mai]] 2001 werden im Gedenken an die 155 Opfer der Brandkatastrophe entlang der zur Gletscherbahn Kaprun führenden Straße 155 Kreuze aufgestellt. Nur drei Tage später werden die Kreuze von einem Mann, der zu einer Kapruner Familie gehört, die bei dem Unglück ein Kind verloren hat, mit einem Auto niedergefahren. Er gibt an, die ständige Konfrontation mit dem Unglück nicht mehr ausgehalten zu haben. | Am [[11. Mai]] 2001 werden im Gedenken an die 155 Opfer der Brandkatastrophe entlang der zur Gletscherbahn Kaprun führenden Straße 155 Kreuze aufgestellt. Nur drei Tage später werden die Kreuze von einem Mann, der zu einer Kapruner Familie gehört, die bei dem Unglück ein Kind verloren hat, mit einem Auto niedergefahren. Er gibt an, die ständige Konfrontation mit dem Unglück nicht mehr ausgehalten zu haben. | ||
[[Bild:Gletscherdrache.jpg|thumb|Der intakte Gletscherdrache wird geborgen]] | |||
== Ursachen == | == Ursachen == | ||
Als wahrscheinlichste Ursache wurde angenommen, dass die im Führerstand in unmittelbarer Nähe zu einem Heizlüfter des Herstellers Fakir verlegten Hydraulikleitungen an ihren Verbindungsstücken Öl verloren, das an den 600 °C heißen Heizstern des Heizgeräts gelangte und sich entzündete. Der nun brennende Heizlüfter wiederum setzte in der Folge weitere Hydraulikleitungen in Brand. Da die Leitungen unter Druck standen, trat das Öl mit rund 190 bar aus; die Hydraulikflüssigkeit verbreitete und unterhielt aufgrund ihrer Entzündbarkeit den Brand. Ein starker Luftzug (Kamineffekt), der vom unteren Ende des Tunnels zur Bergstation zog, fachte das Feuer an und brachte die giftigen Rauchgase in den oberen Teil des Tunnels bis zur Bergstation. | Als wahrscheinlichste Ursache wurde angenommen, dass die im Führerstand in unmittelbarer Nähe zu einem Heizlüfter des Herstellers Fakir verlegten Hydraulikleitungen an ihren Verbindungsstücken Öl verloren, das an den 600 °C heißen Heizstern des Heizgeräts gelangte und sich entzündete. Der nun brennende Heizlüfter wiederum setzte in der Folge weitere Hydraulikleitungen in Brand. Da die Leitungen unter Druck standen, trat das Öl mit rund 190 bar aus; die Hydraulikflüssigkeit verbreitete und unterhielt aufgrund ihrer Entzündbarkeit den Brand. Ein starker Luftzug (Kamineffekt), der vom unteren Ende des Tunnels zur Bergstation zog, fachte das Feuer an und brachte die giftigen Rauchgase in den oberen Teil des Tunnels bis zur Bergstation. | ||
Nach ersten Gutachten von mehreren Brandsachverständigen wurde der Brand der Gletscherbahn aufgrund eines technischen Defekts eines im unteren, nicht besetzten Führerstand eingebauten Heizlüfters und der hierdurch hervorgerufenen Inbrandsetzung von 180 Litern ausgelaufenem Hydrauliköl ausgelöst. | Nach ersten Gutachten von mehreren Brandsachverständigen wurde der Brand der Gletscherbahn aufgrund eines technischen Defekts eines im unteren, nicht besetzten Führerstand eingebauten Heizlüfters und der hierdurch hervorgerufenen Inbrandsetzung von 180 Litern ausgelaufenem Hydrauliköl ausgelöst. | ||
Ausweislich später im Auftrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn erstellter Gutachten sei jedoch kein technischer Defekt im Heizlüfter, sondern vielmehr der unsachgemäße Einbau des zudem gar nicht für die Verwendung in Fahrzeugen vorgesehenen Geräts entgegen dessen Gebrauchsanweisung ursächlich für die Entzündung des Hydrauliköls gewesen. Durch die beim Einbau vorgenommenen Modifikationen am Gehäuse war der ursprünglich vorhandene Schutz gegen auf das Gerät tropfende Flüssigkeiten nicht mehr gegeben; alle Prüfzeichen (VDE, GS) am Heizlüfter waren dadurch aufgehoben. | Ausweislich später im Auftrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn erstellter Gutachten sei jedoch kein technischer Defekt im Heizlüfter, sondern vielmehr der unsachgemäße Einbau des zudem gar nicht für die Verwendung in Fahrzeugen vorgesehenen Geräts entgegen dessen Gebrauchsanweisung ursächlich für die Entzündung des Hydrauliköls gewesen. Durch die beim Einbau vorgenommenen Modifikationen am Gehäuse war der ursprünglich vorhandene Schutz gegen auf das Gerät tropfende Flüssigkeiten nicht mehr gegeben; alle Prüfzeichen (VDE, GS) am Heizlüfter waren dadurch aufgehoben. | ||
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Von den Zivilverfahren, die gegen die [[Gletscherbahnen Kaprun AG]] und die Republik Österreich eingeleitet wurden, wurde 2007 eines außergerichtlich mit einem Vergleich abgeschlossen: Ein Arzt, dessen Sohn verunglückt war, erhält von den Gletscherbahnen aus dem Titel der verschuldensunabhängigen Gefährdungshaftung laut Eisenbahn- und Kraftfahrzeughaftpflichtgesetz 220.000 Euro. | Von den Zivilverfahren, die gegen die [[Gletscherbahnen Kaprun AG]] und die Republik Österreich eingeleitet wurden, wurde 2007 eines außergerichtlich mit einem Vergleich abgeschlossen: Ein Arzt, dessen Sohn verunglückt war, erhält von den Gletscherbahnen aus dem Titel der verschuldensunabhängigen Gefährdungshaftung laut Eisenbahn- und Kraftfahrzeughaftpflichtgesetz 220.000 Euro. | ||
Ursprünglich forderten rund 240 Kläger Schadenersatz, Schmerzensgeld und Verdienstentgang in Gesamthöhe von 9,5 Mill Euro. Diese Verfahren ruhten bis zum Abschluss der Vermittlungskommission unter Leitung des Nationalbank-Gouverneurs Klaus Liebscher. Dort wurde nach einer finanziellen Pauschalentschädigung für die Hinterbliebenen und Opfer der Kaprun-Tragödie gesucht. | Ursprünglich forderten rund 240 Kläger Schadenersatz, Schmerzensgeld und Verdienstentgang in Gesamthöhe von 9,5 Mill Euro. Diese Verfahren ruhten bis zum Abschluss der Vermittlungskommission unter Leitung des Nationalbank-Gouverneurs [[Klaus Liebscher]]. Dort wurde nach einer finanziellen Pauschalentschädigung für die Hinterbliebenen und Opfer der Kaprun-Tragödie gesucht. | ||
Am [[6. November]] [[2007]] erzielte die Vermittlungskommission mit den Rechtsvertretern der Opfer bzw. deren Hinterbliebenen eine weitgehende, noch vorläufige, Übereinstimmung. Für die Schmerzensgeldansprüche standen 13,4 Millionen Euro zur Verfügung, die nach einem Punktesystem vergeben wurden. Dieses Angebot wurde von 400 Hinterbliebenen (95 %) am [[6. Februar]] [[2008]] grundsätzlich angenommen. Am [[12. Juni]] [[2008]] unterschrieben alle 451 Anspruchssteller das Vergleichsanbot über nun 13,9 Mill. Euro. Mit der Einigung sollte auch ein Rechtsfrieden eintreten, der weitere Klagen unterbinden würde. | Am [[6. November]] [[2007]] erzielte die Vermittlungskommission mit den Rechtsvertretern der Opfer bzw. deren Hinterbliebenen eine weitgehende, noch vorläufige, Übereinstimmung. Für die Schmerzensgeldansprüche standen 13,4 Millionen Euro zur Verfügung, die nach einem Punktesystem vergeben wurden. Dieses Angebot wurde von 400 Hinterbliebenen (95 %) am [[6. Februar]] [[2008]] grundsätzlich angenommen. Am [[12. Juni]] [[2008]] unterschrieben alle 451 Anspruchssteller das Vergleichsanbot über nun 13,9 Mill. Euro. Mit der Einigung sollte auch ein Rechtsfrieden eintreten, der weitere Klagen unterbinden würde. | ||
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Im Frühjahr 2006 wurde eine Klage gegen den Staat Österreich beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) eingereicht. Dieser hatte die Beschwerde im Dezember 2007 zurückgewiesen. | Im Frühjahr 2006 wurde eine Klage gegen den Staat Österreich beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) eingereicht. Dieser hatte die Beschwerde im Dezember 2007 zurückgewiesen. | ||
Am [[31. Oktober]] 2008 warf ein deutscher Gutachter, der für den Heizlüfter-Hersteller "Fakir" tätig war, in einer Strafanzeige an die [[Staatsanwaltschaft Salzburg]] den Sachverständigen des Prozesses "Vertuschung" vor. Das Justizministerium in [[Wien]] genehmigte die Fortführung des Verfahrens, das Oberstaatsanwaltschaft in [[Linz]] ([[OÖ]] | Am [[31. Oktober]] 2008 warf ein deutscher Gutachter, der für den Heizlüfter-Hersteller "Fakir" tätig war, in einer Strafanzeige an die [[Staatsanwaltschaft Salzburg]] den Sachverständigen des Prozesses "Vertuschung" vor. Das Justizministerium in [[Wien]] genehmigte die Fortführung des Verfahrens, das Oberstaatsanwaltschaft in [[Linz]] ([[OÖ]]) entschied aber, das Verfahren mangels Nachweises eines vorsätzlich falsch erstatteten Gutachtens einzustellen. | ||
In New York ([[USA]]) führte der amerikanische Anwalt Ed Fagan einen separaten Prozess für Opfer und deren Angehörige. Dabei war der Anwalt selbst wegen eines Privatkonkurses vom Prozess ausgeschlossen. Das Verfahren wurde wegen der Unzuständigkeit amerikanischer Gerichte abgelehnt, Ed Fagan in weiterer Folge 2009 die Anwaltslizenz entzogen. | In New York ([[USA]]) führte der amerikanische Anwalt Ed Fagan einen separaten Prozess für Opfer und deren Angehörige. Dabei war der Anwalt selbst wegen eines Privatkonkurses vom Prozess ausgeschlossen. Das Verfahren wurde wegen der Unzuständigkeit amerikanischer Gerichte abgelehnt, Ed Fagan in weiterer Folge 2009 die Anwaltslizenz entzogen. | ||
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Ein [[2003]] am [[Landesgericht Salzburg]] eröffneter Zivilprozess um das Kaprun-Unglück, in dem 19 japanische Opferangehörige von den Gletscherbahnen Kaprun (GBK) 627.500 Euro Schadenersatz forderten, wurde von Richter Friedrich Gruber am [[28. März]] [[2010]] abgeschlossen. Das Verfahren wurde schon 2004 mit Einverständnis beider Seiten unterbrochen, um das rechtskräftige Ende des Kaprun-Strafprozesses (2005/16 Freisprüche) abzuwarten. 2008 kam es dann zwischen 451 Angehörigen der 155 Opfer und – unter anderem – der GBK zu einem von einer unabhängigen Vermittlungskommission ausgehandelten Generalvergleich. Die Hinterbliebenen, darunter die 19 Japaner, erhielten insgesamt 13,9 Mill. Euro Entschädigung. Die Japaner hatten den Vergleich unterzeichnet, der im Gegenzug mit "ewigem Ruhen" aller Verfahren verbunden ist. | Ein [[2003]] am [[Landesgericht Salzburg]] eröffneter Zivilprozess um das Kaprun-Unglück, in dem 19 japanische Opferangehörige von den Gletscherbahnen Kaprun (GBK) 627.500 Euro Schadenersatz forderten, wurde von Richter Friedrich Gruber am [[28. März]] [[2010]] abgeschlossen. Das Verfahren wurde schon 2004 mit Einverständnis beider Seiten unterbrochen, um das rechtskräftige Ende des Kaprun-Strafprozesses (2005/16 Freisprüche) abzuwarten. 2008 kam es dann zwischen 451 Angehörigen der 155 Opfer und – unter anderem – der GBK zu einem von einer unabhängigen Vermittlungskommission ausgehandelten Generalvergleich. Die Hinterbliebenen, darunter die 19 Japaner, erhielten insgesamt 13,9 Mill. Euro Entschädigung. Die Japaner hatten den Vergleich unterzeichnet, der im Gegenzug mit "ewigem Ruhen" aller Verfahren verbunden ist. | ||
Unmittelbar nach Unterzeichnung lehnten die japanischen Opferangehörigen die Vereinbarung aber ab – sie sei angeblich "arglistig" zustande gekommen. Jahrelang passierte im Zivilverfahren dann nichts – ehe die Gletscherbahnen im August 2009 eine Fortsetzung des unterbrochenen Prozesses beantragten – mit dem Begehren der Feststellung, dass der Kommissionsvergleich sehr wohl wirksam sei. Zudem, sagte GBK-Anwalt Thomas Frad, sei neben der "Unschlüssigkeit" der Klage ohnehin bereits Verjährung eingetreten, da die vom Wiener Anwalt Gerhard Podovsovnik vertretenen Kläger das Verfahren "nicht gehörig fortgesetzt" hätten. | Unmittelbar nach Unterzeichnung lehnten die japanischen Opferangehörigen die Vereinbarung aber ab – sie sei angeblich "arglistig" zustande gekommen. Jahrelang passierte im Zivilverfahren dann nichts – ehe die Gletscherbahnen im August 2009 eine Fortsetzung des unterbrochenen Prozesses beantragten – mit dem Begehren der Feststellung, dass der Kommissionsvergleich sehr wohl wirksam sei. Zudem, sagte GBK-Anwalt Thomas Frad, sei neben der "Unschlüssigkeit" der Klage ohnehin bereits Verjährung eingetreten, da die vom Wiener Anwalt Gerhard Podovsovnik vertretenen Kläger das Verfahren "nicht gehörig fortgesetzt" hätten. | ||
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==Quellen== | ==Quellen== | ||
* [[Salzburger Nachrichten]] | * "[[Salzburger Nachrichten]]", u. a. vom [https://www.sn.at/archivsn?img=hnf%2BCbkbgf%2F8bqF0SlmqTYoanygRwpZ%2BoUkZ8fHdxMAKt361eqiz9XmkM6CrczC8hQTmK%2Fup4kCJRE2%2FXtDMFt0r2%2FMVgHEWLZ7KCis%2FacbJLcbYffFsHzLGWekMlyy3&id1=20001113_02&q=Brandkatastrophe%2520der%2520Gletscherbahn%2520Kaprun 13. November 2000] | ||
* {{wikipedia-de|Brandkatastrophe der Gletscherbahn Kaprun 2|Brandkatastrophe der Gletscherbahn Kaprun 2}} | * {{wikipedia-de|Brandkatastrophe der Gletscherbahn Kaprun 2|Brandkatastrophe der Gletscherbahn Kaprun 2}} | ||
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