Monopis obviella: Unterschied zwischen den Versionen

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==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
''M. obviella'' wurde zwar meist nur einzeln gefunden, ist in Salzburg aber relativ weit verbreitet. So liegen Funde aus den Zonen I (Alpenvorland und Flyschzone), Ia ([[Stadt Salzburg]]), II (nördliche Kalkalpen) und III (Schieferalpen) vor (Zoneneinteilung nach Embacher et al. 2024, siehe auch Kurz et al. 2010b). Auch die dokumentierte Höhenverbreitung überdeckt mit 400 bis 1700 m einen recht weiten Bereich ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2024). Über den natürlichen Lebensraum der Art in Salzburg ist aber nichts bekannt. Die Tiere wurden bisher nur im Siedlungsraum in Gärten angetroffen. Hannemann (1977) gibt sie für Deutschland ebenfalls aus Gärten, sowie Hecken und Gebüschen an. Die [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] wurden in Salzburg von Juni bis September angetroffen, nach Hannemann (1977) soll es auch noch eine zweite Generation im Herbst geben.
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''M. obviella'' wurde zwar meist nur einzeln gefunden, ist in Salzburg aber relativ weit verbreitet. So liegen Funde aus den Zonen I (Alpenvorland und Flyschzone), Ia ([[Stadt Salzburg]]), II (nördliche Kalkalpen) und III (Schieferalpen) vor (Zoneneinteilung nach Embacher et al. 2024, siehe auch Kurz et al. 2010b). Auch die dokumentierte Höhenverbreitung überdeckt mit 400 bis 1700 m einen recht weiten Bereich ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2024). Über den natürlichen Lebensraum der Art in Salzburg ist aber nichts bekannt. Die Tiere wurden bisher nur im Siedlungsraum in Gärten angetroffen. Hannemann (1977) gibt sie für Deutschland ebenfalls aus Gärten, sowie Hecken und Gebüschen an. Die [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] wurden in Salzburg von Juni bis September angetroffen, wobei nach Hannemann (1977) zwei Generationen im Jahr auftreten.
  
 
==Nachbarfaunen==
 
==Nachbarfaunen==

Version vom 11. November 2024, 15:56 Uhr

Salzburg, Stadt Salzburg, Gnigl, 2012.06.15

Monopis obviella (Tinea obviella [Denis & Schiffermüller], 1775: 143) ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Tineidae.

Diagnose

Die Art ist sehr ähnlich Monopis crocicapitella (Clemens, 1860), die Vorderflügel sind im Außenteil aber nicht marmoriert und die Hinterflügel besitzen einen purpurnen Schimmer.

Verbreitung, Lebensraum und Phänologie[1]

M. obviella wurde zwar meist nur einzeln gefunden, ist in Salzburg aber relativ weit verbreitet. So liegen Funde aus den Zonen I (Alpenvorland und Flyschzone), Ia (Stadt Salzburg), II (nördliche Kalkalpen) und III (Schieferalpen) vor (Zoneneinteilung nach Embacher et al. 2024, siehe auch Kurz et al. 2010b). Auch die dokumentierte Höhenverbreitung überdeckt mit 400 bis 1700 m einen recht weiten Bereich (Kurz & Kurz 2024). Über den natürlichen Lebensraum der Art in Salzburg ist aber nichts bekannt. Die Tiere wurden bisher nur im Siedlungsraum in Gärten angetroffen. Hannemann (1977) gibt sie für Deutschland ebenfalls aus Gärten, sowie Hecken und Gebüschen an. Die Imagines wurden in Salzburg von Juni bis September angetroffen, wobei nach Hannemann (1977) zwei Generationen im Jahr auftreten.

Nachbarfaunen

In Österreich ist M. obviella aus allen Bundesländern nachgewiesen (Huemer 2013). Auch Klimesch (1990) gibt sie für Oberösterreich (als M. ferruginella) für alle drei Landesteile an und dasselbe gilt für Bayern, wo es rezente Funde aus allen vier Naturräumen gibt (Haslberger & Segerer 2016).

Biologie und Gefährdung

Über die Biologie der Art sind aus Salzburg keine Daten bekannt. Nach Hannemann (1977) fliegen die Imagines am Abend. Die Raupen sollen primär in Vogelnestern und Taubenschlägen, sowie an Gewöllen leben, sekundär aber auch an Matratzen im Freien, an Sämereien und an getrockneten pflanzlichen Materialien gefunden worden sein. Die weite Verbreitung im Land und die vermutlich geringe Bindung an einen bestimmten Lebensraumtyp lassen M. obviella in Salzburg als ungefährdet erscheinen.

Weiterführende Informationen

Allgemeine Informationen und Hilfe:

Naturkundliche Gesellschaft

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Über das SALZBURGWIKI-Projekt Fauna und Flora
Das SALZBURGWIKI-Projekt Fauna und Flora möchte eine Übersicht über alle Pflanzen-, Pilz- und Tierarten des Landes Salzburg erstellen. Wer eine Art beschreiben will, kann sich die hier hinterlegte Formatvorlage kopieren und für einen neuen Artikel verwenden. Im Abschnitt "Material und Methoden" wird erklärt, wann deutsche und wann lateinische Namen als Artikelnamen verwendet werden sollen.

Quellen

  • Embacher, G., P. Gros, M.E. Kurz, M.A.Kurz & C. Zeller-Lukashort 2011: Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematisches Verzeichnis mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). In Vorbereitung
  • Hannemann, H.-J. 1977. Kleinschmetterlinge oder Microlepidoptera III. Federmotten (Pterophoridae) Gespinstmotten (Yponomeutidae) Echte Motten (Tineidae). - In: Dahl, F. 1925. Die Tierwelt Deutschlands. 63. Teil. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 275 pp., 17 Taf.
  • Kurz, M. A., M. E. Kurz & G. Embacher 2010b. Die Tineidae (Lepidoptera) des Bundeslandes Salzburg, Österreich. Beiträge zur Entomofaunistik, 11: 3-8.
  • Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2011. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 4 April 2011].