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==== Brief vom 1. November 1880 von der Mutter Antonia Spängler, an die Familie Franz II. Xaver Gregor Spängler in Wien ====
 
==== Brief vom 1. November 1880 von der Mutter Antonia Spängler, an die Familie Franz II. Xaver Gregor Spängler in Wien ====
 
Brief von [[Antonia Spängler]] an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]; ein kleinerer Bogen; roter Prägebuchstabe "A" mit Verzierung; / = Seitenwechsel (Leseabsatz eingefügt); fragliche [?] Stelle:<br />
 
Brief von [[Antonia Spängler]] an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]; ein kleinerer Bogen; roter Prägebuchstabe "A" mit Verzierung; / = Seitenwechsel (Leseabsatz eingefügt); fragliche [?] Stelle:<br />
''Salzburg den 1 te[n]. /11 1880 Meine lieben Theuren! Schon lange wollte ich an Euch scheiben, kamm aber nie dazu, weil ich immer abwarten wolte, wie es sich entscheidet wegen der Rosa'' [Hausangestellte von Antonia Spängler, Anm.] ''. Da aber der Vater, leider sich gar nicht behaglich fühlt, und dermalen sich sehr schwach fühlt, ist für dermalen keine Außsicht, das Rosa fort'' [von zu Hause, Anm.] ''kömmt. Ich glaube sie würde kaum 3 Tage fort sein, so würde sie wider, / zurück beruffen werden, den unter diesen Verhältnüßen ist sie zu Hauße unentbährlich, kanst dir leicht dencken wie weh mir dieser Gedanncke, das Rosa nicht hinunter'' [nach Wien, Anm.] ''wird gehen könen, '' [gestrichen: ''weh''] ''thut, fu[ü]r Euch meine lieben. Die Mutter ist auch sehr angegrieffen. Ich denncke Ihr werdet am beßten thun, eine 2 te Magd zu nehmen, damit die Fany für die letzte Zeit vor den Wochenbett, und die erste Zeit nach, / den Wochenbett, daheim hülfe hat. Jetzt möchte ich um 8 bis 10 Jahre jünger sein, dan hätte ich mich gleich angebothen, aber so kann ich nichts mehr leisten. Ich dencke Ihr werdet wohl doch gewiß jemand ord[ent]lichen finden; viel=leicht [!]<ref>Sonst schreibt sie stets ''vieleicht'', hier in der Trennung ll.</ref> weiß die Frau Patsche jemmand.''
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''Salzburg den 1 te[n]. /11 1880 Meine lieben Theuren! Schon lange wollte ich an Euch scheiben, kamm aber nie dazu, weil ich immer abwarten wolte, wie es sich entscheidet wegen der Rosa'' [Hausangestellte von Antonia Spängler, Anm.] ''. Da aber der Vater, leider sich gar nicht behaglich fühlt, und dermalen sich sehr schwach fühlt, ist für dermalen keine Außsicht, das Rosa fort'' [von zu Hause, Anm.] ''kömmt. Ich glaube sie würde kaum 3 Tage fort sein, so würde sie wider, / zurück beruffen werden, den unter diesen Verhältnüßen ist sie zu Hauße unentbährlich, kanst dir leicht dencken wie weh mir dieser Gedanncke, das Rosa nicht hinunter'' [nach Wien, Anm.] ''wird gehen könen, '' [gestrichen: ''weh''] ''thut, fu[ü]r Euch meine lieben. Die Mutter ist auch sehr angegrieffen. Ich denncke Ihr werdet am beßten thun, eine 2 te Magd zu nehmen, damit die Fany für die letzte Zeit vor den Wochenbett, und die erste Zeit nach, / den Wochenbett, daheim hülfe hat. Jetzt möchte ich um 8 bis 10 Jahre jünger sein, dan hätte ich mich gleich angebothen, aber so kann ich nichts mehr leisten. Ich dencke Ihr werdet wohl doch gewiß jemand ord[ent]lichen finden; viel=leicht [!]<ref>Sonst schreibt sie stets ''vieleicht'', hier in der Trennung ''ll''.</ref> weiß die Frau Patsche jemmand.''
    
''Ich dancke herzlich für den letzten Brief durch Otto. Otto sagte mir das die Kinder sehr lieb sind, Gottlob das doch die Kindlein gesund und brav sind, daß Ihr doch weniger Sorgen habt. / Bey uns ist Gottlob alles zimmlich wohl, nur die kleine Emile hat etwas Husten. Die Großmamma ist am Sammstag Nachmittag von Inspruck mit Emile zurück gekommen die Marieta [?] Meninger feyert am 15 dieß ihre Vermählung mit Hern v Grünburg. Dieß ist ein großes Glück. Die Frau von Anton'' [klein darüber: ''Sattle[r]''] ''hat mir sehr gut gefahlen, sie ist sehr freundlich. Lebt nun recht wohl, seit herzlich gegrüßt und geküßt von Eurer Euch herzlich liebenden Mutter Spángler Otto Louise die großmutter lassen Euch herzlich grüßen.''
 
''Ich dancke herzlich für den letzten Brief durch Otto. Otto sagte mir das die Kinder sehr lieb sind, Gottlob das doch die Kindlein gesund und brav sind, daß Ihr doch weniger Sorgen habt. / Bey uns ist Gottlob alles zimmlich wohl, nur die kleine Emile hat etwas Husten. Die Großmamma ist am Sammstag Nachmittag von Inspruck mit Emile zurück gekommen die Marieta [?] Meninger feyert am 15 dieß ihre Vermählung mit Hern v Grünburg. Dieß ist ein großes Glück. Die Frau von Anton'' [klein darüber: ''Sattle[r]''] ''hat mir sehr gut gefahlen, sie ist sehr freundlich. Lebt nun recht wohl, seit herzlich gegrüßt und geküßt von Eurer Euch herzlich liebenden Mutter Spángler Otto Louise die großmutter lassen Euch herzlich grüßen.''

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