Pinzgauer Festtagstracht: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 4. November 2021, 11:07 Uhr

Die Pinzgauer Festtagstracht ist seit 2021 ein immaterielles UNESCO-Kulturerbe.

Allgemeines

Die beiden Leoganger Trachten-Expertinnen und Schneidermeisterinnen Christine Eberl und Sandra Thaier brachten im Frühsommer 2021 ein entsprechendes Ansuchen ein.

Im Begleitschreiben zur erfolgreichen Bewerbung hielt Ernestine Hutter, die Leiterin der volkskundlichen Sammlung des Salzburg Museums, fest: "Die Garnierspenzer- und Steppmiedertracht ist die Festtracht für Frauen in den Salzburger Gebirgsgauen (Pinzgau, Pongau und Lungau). Unter allen heimischen Trachten erfordert die Anfertigung von Garnierspenzer und Steppmieder die höchsten handwerklichen Fähigkeiten. Wie der Name ,Garnierspenzer' schon zum Ausdruck bringt, ist es die überaus reiche Auszier - die ,Garnierung' - am Ausschnitt des Spenzers, die ihn von allen übrigen Festtrachten in wirkungsvoller Weise abhebt."

In einem zweiten Begleitschreiben hielt der Kustos des Bergbau- und Gotikmuseums Leogang, Professor Hermann Mayrhofer, fest: "Die Pinzgauer Festtagstracht der Frauen gibt jeder Veranstaltung ein besonderes Gepräge." Sie sei ein "besonderes handwerkliches Juwel", ihre Herstellung erfordere "von einer Schneiderin hohes Können".

Die Weitergabe der Tracht über Generationen erfülle zudem eine wesentliche soziale Funktion. Nämlich: "Die Trägerinnen sind besonders stolz, die Tracht ihrer Mütter oder Großmütter tragen zu dürfen."

Quelle