Mariensäule auf dem Domplatz: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
(Bilder von Schmiedbauer entfernt und durch neue ersetzt)
Zeile 5: Zeile 5:
 
== Beschreibung ==
 
== Beschreibung ==
 
Die Mariensäule stellt den optischen Mittelpunkt des Domplatzes dar und wurde in Anlehnung an die Marienstatuen in Wien und München errichtet.  Sockel, Podest und Balustrade der Mariensäule sind aus [[Untersberger Marmor]] gefertigt. Aus Blei dagegen hergestellt sind als überlebensgroßen Figuren. An der Spitze steht das Standbild der ''Mariae Immaculata'', der unbefleckten Maria, die auf einem Wolkenberg und einer Weltkugel thront.  An den vier Seiten des Sockels ist sie umgeben von je einer allegorischen Figur (Engel, Teufel, Wahrheit und Kirche). An den Sockelwänden befinden sich die Büste und das Wappen des Erbauers, Fürsterzbischof Sigismund Christoph Graf Schrattenbach, und weitere allegorische Darstellungen.  
 
Die Mariensäule stellt den optischen Mittelpunkt des Domplatzes dar und wurde in Anlehnung an die Marienstatuen in Wien und München errichtet.  Sockel, Podest und Balustrade der Mariensäule sind aus [[Untersberger Marmor]] gefertigt. Aus Blei dagegen hergestellt sind als überlebensgroßen Figuren. An der Spitze steht das Standbild der ''Mariae Immaculata'', der unbefleckten Maria, die auf einem Wolkenberg und einer Weltkugel thront.  An den vier Seiten des Sockels ist sie umgeben von je einer allegorischen Figur (Engel, Teufel, Wahrheit und Kirche). An den Sockelwänden befinden sich die Büste und das Wappen des Erbauers, Fürsterzbischof Sigismund Christoph Graf Schrattenbach, und weitere allegorische Darstellungen.  
 
Die Tafel mit der lateinischen Inschrift zum Dom hin erläutert die Bedeutung aller Kolossalfiguren:
 
 
: ''Das Geheimnis der unbefleckten Empfängnis sei so groß, dass der Geist der Engel in Entzückung gerate,''
 
: ''die menschliche Weisheit verschwinde, der Teufel in Missgunst knirsche und die triumphierende Kirche frohlocke.''
 
 
Die Inschrift auf der Weltkugel lautet:
 
: in conceptione immaculata permansisti et nobis christum peperisti
 
: Du bist in der Empfängnis unbefleckt geblieben und hast uns Christus geboren.
 
Die Inschrift der Tafel:
 
{| class="wikitable sortable"  width="100%" style="background:#ffffff;"
 
!width="50%" align="left" style="background:#aadead;"|Inschrift (Latein)
 
!width="50%" align="left" style="background:#aadead;"|Übersetzung (Deutsch)
 
|- align=center bgcolor=ccffcc
 
|-
 
|align=center| ''' DEO TRINO ''' || Gott, dem Dreifaltigen
 
|-
 
|align=center| OMNIPOTENTIAE, SAPIENTIAE, AMORIS FONTI || dem Allmächtigen, Allwissenden und dem Quell der Liebe
 
|-
 
|align=center| ''' MARIAE DEIPARAE ''' || Maria, die Gott geborenen hat
 
|-
 
|align=center| VIRGINE SINE LABE CONCEPTAE, || Jungfrau, die ohne (Sünden-)Fall empfangen hat
 
|-
 
|align=center| SPENDIDISSIMO || der am meisten hervorragenden 
 
|-
 
|align=center| DIVINAE, POTENTIAE, SAPIENTIAE, AMORIS || an Göttlichkeit, Macht, Weisheit und Liebe
 
|-
 
|align=center| PRODIGI || verwende Dich (für uns)
 
|-
 
|align=center| IN CUIUS ADSPECTU || damit bei Deinem Anblick
 
|-
 
|align=center| ANGELLORUM INTELLECTUS STUPET || der Engel Geist erstaune
 
|-
 
|align=center| HOMINUM SAPIENTIAE DELIRAT || der Menschen Weisheit zittere
 
|-
 
|align=center| DEMONUM LIVOR FRENDET; || der Dämonen Missgunst zermahlen werde (und)
 
|-
 
|align=center| ECCLESIA GLORIATUR & EXSULTAT || die Kirche sich rühmen und frohlocken möge
 
|-
 
|align=center| S.A.P.S.S.A.L.N.G.P.F.F. <br/> '''S'''IGISMUNDUS '''A'''RCHIEPISCOPUS '''P'''RINCEPS '''S'''ALISBURGENSIS '''S'''EDIS '''A'''POSTOLICAE '''L'''EGATUS '''N'''ATUS '''G'''ERMANIAE '''P'''RIMAS '''F'''IERI FECIT
 
|| Sigmund, Fürsterzbischof von Salzburg, des Apostolischen Stuhls Legatus Natus, Primas Germaniae, ließ es errichten
 
|-
 
|align=center| MDCCLXXI || im Jahr [[1771]]
 
|}
 
 
== Lateinische Inschrift ==
 
[[File:Gekrönte Mariensäule.JPG|thumb|left|Gekrönte Mariensäule]]
 
[[File:Salzburg - Altstadt - Domplatz Mariensäule Tafel - 2020 06 10.jpg|thumb|Tafel an der Mariensäule.]]
 
: ''' DEO TRINO '''
 
: OMNIPOTENTIAE, SAPIENTIAE, AMORIS FONTI
 
: ''' MARIAE DEIPARAE '''
 
: VIRGINE SINE LABE CONCEPTAE,
 
: SPENDIDISSIMO
 
: DIVINAE, POTENTIAE, SAPIENTIAE, AMORIS
 
: PRODIGI
 
: IN CUIUS ADSPECTU
 
: ANGELLORUM INTELLECTUS STUPET
 
: HOMINUM SAPIENTIAE DELIRAT
 
: DEMONUM LIVOR FRENDET;
 
: ECCLESIA GLORIATUR & EXSULTAT
 
: S.A.P.S.S.A.L.N.G.P.F.F.
 
: MDCCLXXI
 
 
   
 
   
 
===Maria Regina - Krönung Marias durch die Dreifaltigkeit===
 
===Maria Regina - Krönung Marias durch die Dreifaltigkeit===
Zeile 76: Zeile 14:
 
* Salzburgwiki-Artikel über die [[Altstadt]]
 
* Salzburgwiki-Artikel über die [[Altstadt]]
 
* [[Salzburger Nachrichten]] 7. Juli 2010
 
* [[Salzburger Nachrichten]] 7. Juli 2010
* Inschriften und Übersetzungen von [[Benutzer:Xxlstier]]
+
  
 
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]

Version vom 31. August 2020, 22:04 Uhr

Mariensäule und Dom
Die Mariensäule

Die Mariensäule auf dem Domplatz in der Salzburger Altstadt wurde zwischen 1766 und 1771 von Wolfgang Hagenauer und Johann Baptist Hagenauer im Auftrag von Fürsterzbischof Sigismund Graf Schrattenbach errichtet. Das Ensemble ist ein denkmalgeschütztes Objekt in der Stadt Salzburg.

Beschreibung

Die Mariensäule stellt den optischen Mittelpunkt des Domplatzes dar und wurde in Anlehnung an die Marienstatuen in Wien und München errichtet. Sockel, Podest und Balustrade der Mariensäule sind aus Untersberger Marmor gefertigt. Aus Blei dagegen hergestellt sind als überlebensgroßen Figuren. An der Spitze steht das Standbild der Mariae Immaculata, der unbefleckten Maria, die auf einem Wolkenberg und einer Weltkugel thront. An den vier Seiten des Sockels ist sie umgeben von je einer allegorischen Figur (Engel, Teufel, Wahrheit und Kirche). An den Sockelwänden befinden sich die Büste und das Wappen des Erbauers, Fürsterzbischof Sigismund Christoph Graf Schrattenbach, und weitere allegorische Darstellungen.

Maria Regina - Krönung Marias durch die Dreifaltigkeit

Von der Mitte der Arkaden des Hofbogengebäudes in der Franziskanergasse aus gesehen, steht die Statue der Maria genau in der Mittelachse des Domes. Optisch wird Maria Immaculata zur Maria Regina gekrönt, indem die Figur unter der von zwei Engeln getragenen Krone an der Domfassade steht.

Bilder

 Mariensäule auf dem Domplatz – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Quellen