Johann Nepomuk von Hennebrith: Unterschied zwischen den Versionen
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Als 1815 das Großherzogtum Würzburg bayerisch wurde, wurde von Hennebrith als geheimer Staatsrat in den bayrischen Dienst übernommen, starb jedoch noch in demselben Jahr, 61-jährig, an "Zehrfieber". | Als 1815 das Großherzogtum Würzburg bayerisch wurde, wurde von Hennebrith als geheimer Staatsrat in den bayrischen Dienst übernommen, starb jedoch noch in demselben Jahr, 61-jährig, an "Zehrfieber". | ||
Version vom 12. Juli 2009, 02:18 Uhr
Johann Nepomuk von Hennebrith (* 10. Oktober 1754 Olmütz (Mähren) [heute Olomouc (Tschechische Republik)], † 20. Oktober 1815 Würzburg ?) war unter Kurfürst Ferdinand von Ende 1803 bis vermutlich 1806 Direktor der Salzburger Hofkammer und damit auch Mitglied des kurfürstlichen Staatsrates.
Als Ferdinand 1806 das Kurfürstentum Salzburg verlor und stattdessen das Großherzogtum Würzburg erhielt, folgte ihm Johann Nepomuk von Hennebrith und wurde einer der drei Geheimen Staatsräte des Großherzogs. Als nach der Völkerschlacht bei Leipzig (16. bis 19. Oktober 1813) auch Großherzog Ferdinand sich auf die Seite der Gegner Napoleons stellte, erschien in der "Würzburger Zeitung" eine entsprechende, von Staatsrat von Hennebrith unterzeichnete Proklamation.
Als 1815 das Großherzogtum Würzburg bayerisch wurde, wurde von Hennebrith als geheimer Staatsrat in den bayrischen Dienst übernommen, starb jedoch noch in demselben Jahr, 61-jährig, an "Zehrfieber".
Quellen
- Peter Putzer: Kursalzburg. Ein Beitrag zur territorialen Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte gegen Ende des alten Reiches. Jur. Habilitationsschrift (masch.). Salzburg 1969. Erwähnung von Hennebriths auf S. 205.
- Erwähnung des Johann Nepomuk von Hennebrith, Ritter von Henneburg. im Hof- und Staats-Handbuch des Königreichs Westphalen, Hannover 1811, S. 34.
- Proklamation an die Bewohner des Grossherzogthums Würzburg. Wuerzburger Zeitung, Nr. 171, 1813.
- Totenzettel für Johann Nepomuck von Hennebrith auf Henneburg.