Aschermittwoch
Am Aschermittwoch, dem Beginn der Fastenzeit, wird in den Kirchen das Aschenkreuz gespendet: "Gedenke, Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst".
Beschreibung
Asche gilt in vielen Religionen als Symbol der Vergänglichkeit und wird zugleich mit der reinigenden Kraft des Feuers verbunden. In der frühen christlichen Lehre bestreuten Sünder ihr Haupt mit Asche. Der Name Aschermittwoch leitet sich von Ascheritus ab, einem seit dem 11. Jahrhundert belegten Bestandteil der kirchlichen Liturgie. Das Aschenkreuz geht auf die frühe Kirche zurück, wo es zur öffentlichen Buße in der Karwoche gehörte. Im Mittelalter entwickelte sich daraus ein Aschenritus, bei dem sich Gläubige zu Beginn der Fastenzeit mit Asche bestreuen ließen, um ihre Verbundenheit mit den Büßern zu zeigen und sich der eigenen Schuld bewusst zu werden. Heute wird in Gottesdiensten ein Aschenkreuz auf die Stirn gezeichnet, das an die Endlichkeit des Menschen erinnert und zugleich für Reinigung steht.
Der Aschermittwoch markiert den Beginn der 40‑tägigen Fastenzeit, wobei die Sonntage als "kleine Osterfeste" ausgenommen sind. Die Zahl 40 besitzt starke biblische Symbolik, etwa im 40‑tägigen Fasten Jesu oder den 40 Jahren der Wüstenwanderung Israels. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts etablierte sich der Heringsschmaus als traditionelles Fischgericht am Aschermittwoch, der in Österreich bis heute fest zur Esskultur gehört.
Trivia
Am Aschermittwoch 2026 begannen an diesem Tag sowohl die katholische Fastenzeit als auch der muslimische Ramadan.
Quellen
- SALZBURG24 vom 18. Februar 2026
- gottesdienstkultur-nordkirche.de, Ascheritus für Aschermittwoch