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| | == Beschreibung == | | == Beschreibung == |
| − | [[1862]]/[[1863]] wurde das Hammerwerk in [[Sinnhub]] <ref>Der Name ''Sinnhub'' hatte sich als Flurbezeichnung auf die dortige Örtlichkeit in der [[Riedenburg]] übertragen und wurde später auf die von dort abgehende Straße zurück nach Nonntal, die [[Sinnhubstraße]] übertragen.</ref> über [[Josef Horner]]'s Kanzlei verkauft. | + | [[1862]]/[[1863]] wurde das Hammerwerk in [[Sinnhub]]<ref>Der Name ''Sinnhub'' hatte sich als Flurbezeichnung auf die dortige Örtlichkeit in der [[Riedenburg]] übertragen und wurde später auf die von dort abgehende Straße zurück nach [[Nonntal]], die [[Sinnhubstraße]] übertragen.</ref> über [[Josef Horner]]'s Kanzlei verkauft. |
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| − | Zum Eisenhammer Sinnhub oder der Drahtfabrik Riedenburg gehörten die Häuser Nr. 34, 35 und 36, sowie ein Grundbesitz von etwa 24 Joch <ref>Umrechnung: 1 Joch = 5754,642 m²</ref>, das entsprach etwa 138.000 Quadratmetern. Die Wasserkraft war stetig und gleichmäßig 42 Pferdestärken stark. | + | Zum Eisenhammer Sinnhub, auch Drahtfabrik Riedenburg genannt, gehörten die Häuser Nr. 34, 35 und 36, sowie ein Grundbesitz von etwa 24 Joch<ref>Umrechnung: 1 Joch = 5754,642 m²</ref> das entsprach etwa 138 000 Quadratmetern. Die Wasserkraft war stetig und gleichmäßig 42 Pferdestärken stark. |
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| | Das Hammerwerk umfasste folgende Objekte: | | Das Hammerwerk umfasste folgende Objekte: |
| − | : 1.) Das Hammergebäude mit 7 Hämmern, 6 Wasserrädern und sonstigen Fundus, ferner ein Gebläse in einem eigenen Anbau. Der Dachstahl war mit Dach-Filz gedeckt. | + | : 1.) Das Hammergebäude mit sieben Hämmern, sechs Wasserrädern und sonstigen Fundus, ferner ein Gebläse in einem eigenen Anbau. Der Dachstahl war mit Dach-Filz gedeckt. |
| − | : 2.) Die Zeug-Schmiede mit 2 Hämmern, Blasbalg und Wasserrädern, mit dem Rechte, für die Arbeiter auskochen und ausschenken zu dürfen. | + | : 2.) Die Zeug-Schmiede mit zwei Hämmern, Blasbalg und Wasserrädern, mit dem Rechte, für die Arbeiter auskochen und ausschenken zu dürfen. |
| − | : 3.) Die Dreherei mit Drehbank und Bohrmaschinen, sowie einer damit verbundenen Kreissäge, 2 [[Alte_Ma%C3%9Fe_und_Gewichte_(Salzburg)#Zoll_.28Salzburger.29|Zoll]] im Durchmesser. | + | : 3.) Die Dreherei mit Drehbank und Bohrmaschinen, sowie einer damit verbundenen Kreissäge, zwei [[Alte_Ma%C3%9Fe_und_Gewichte_(Salzburg)#Zoll_.28Salzburger.29|Zoll]] im Durchmesser. |
| − | : 4.) Die Schleiferei mit 1 Wasserrad und 2 großen Schleifsteinen. | + | : 4.) Die Schleiferei mit ein Wasserrad und zwei großen Schleifsteinen. |
| | : 5.) Den Kolben-Stadel. | | : 5.) Den Kolben-Stadel. |
| − | : 6.) Das Gesellenhaus (für die ledigen Arbeiter) einstöckig, mit 7 heizbaren Zimmern und Waschküche. | + | : 6.) Das Gesellenhaus (für die ledigen Arbeiter) einstöckig, mit sieben heizbaren Zimmern und Waschküche. |
| | : 7.) Den Zimmerstadel mit Zeug-Kammer. Ebenerdig befinden sich abgeteilte Magazine, ober diesen zwei sehr große Böden. | | : 7.) Den Zimmerstadel mit Zeug-Kammer. Ebenerdig befinden sich abgeteilte Magazine, ober diesen zwei sehr große Böden. |
| − | : 8.) Das Gesellenhaus (für die verheirateten Arbeiter) 2 Stock hoch mit vollständigen Wohnungen für 6 Familien. | + | : 8.) Das Gesellenhaus (für die verheirateten Arbeiter) zwei Stock hoch mit vollständigen Wohnungen für sechs Familien. |
| − | : 9.) Ein Häuschen, einstöckig, mit 1 Zimmer, das sogenannte Uhr-Stöckl. | + | : 9.) Ein Häuschen, einstöckig, mit einem Zimmer, das sogenannte Uhr-Stöckl. |
| − | : 10.) Das Wohnhaus mit Ziegeln gedeckt samt circa ¾ Joch haltendem Zier-, Gemüse- und Obstgarten ( etwa 4316 Quadratmeter). Es befanden sich: ebenerdig 4 heizbare Zimmer mit Küche und Speis, im 1. Stocke 5 heizbare Zimmer, unterm Dache eine heizbare Dachstube. | + | : 10.) Das Wohnhaus mit Ziegeln gedeckt samt circa ¾ Joch haltendem Zier-, Gemüse- und Obstgarten (etwa 4 316 Quadratmeter). Es befanden sich: ebenerdig vier heizbare Zimmer mit Küche und Speis, im 1. Stocke fünf heizbare Zimmer, unterm Dach eine heizbare Dachstube. |
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| | Der Kaufschilling für das Hammerwerk ohne Wirtschaftsgut betrug 25.000 [[Gulden]] (österreichische Währung), wovon 15.000 Gulden sogleich bezahlt werden müssten, der Rest blieb gegen halbjährige Aufkündung liegen. Sämtliche Gewerbe-Utensilien, Handwerkszeuge, Holz-, Eisen- und dergleichen Vorräte waren gesondert abzulösen. | | Der Kaufschilling für das Hammerwerk ohne Wirtschaftsgut betrug 25.000 [[Gulden]] (österreichische Währung), wovon 15.000 Gulden sogleich bezahlt werden müssten, der Rest blieb gegen halbjährige Aufkündung liegen. Sämtliche Gewerbe-Utensilien, Handwerkszeuge, Holz-, Eisen- und dergleichen Vorräte waren gesondert abzulösen. |
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| − | == Quellen == | + | == Quelle == |
| | * [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18621111&query=%22Riedenburg%22+%22Sinnhub%22&seite=4 [[ANNO]], [[Salzburger Zeitung]], 11. November 1862] | | * [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18621111&query=%22Riedenburg%22+%22Sinnhub%22&seite=4 [[ANNO]], [[Salzburger Zeitung]], 11. November 1862] |
| | == Fußnoten == | | == Fußnoten == |