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| | [[Bild:Helmut Krackowizer.jpg|thumb|Helmut Krackowizer, 1980, auf Velocette am Hockenheim-Ring in Deutschland]] | | [[Bild:Helmut Krackowizer.jpg|thumb|Helmut Krackowizer, 1980, auf Velocette am Hockenheim-Ring in Deutschland]] |
| | [[Bild:Krackowizer_Helmut_1981.jpg|thumb|Helmut Krackowizer 1981 auf Rudge bei einem Oldtimer-Rennen in Misano Adriatico, Italien]] | | [[Bild:Krackowizer_Helmut_1981.jpg|thumb|Helmut Krackowizer 1981 auf Rudge bei einem Oldtimer-Rennen in Misano Adriatico, Italien]] |
| − | [[Professor|Prof]]. h. c. Dr. Dkfm. '''Helmut Krackowizer''' (* [[29. April]] [[1922]] in [[Frankenmarkt]], [[Oberösterreich|Oö]].; † [[22. Oktober]] [[2001]] in [[Salzburg]]) war ein [[Motorradrennfahrer]], Motorjournalist und ein angesehener Fachmann für Motorradgeschichte. Aufgrund seiner lebenslangen Leidenschaft zur englischen Motorradmarke ''Rudge''<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Rudge Wikipedia Rudge]</ref> erhielt er von seinen englischen Freunden den Spitznamen "''Mister Rudge''". Sein Autokennzeichen war '''S Rudge 1''' und sein Leben gehörte den historischen Motorrädern. | + | [[Professor|Prof]]. h. c. Dr. Dkfm. '''Helmut Krackowizer''' (* [[29. April]] [[1922]] in [[Frankenmarkt]], [[Oberösterreich|OÖ]].; † [[22. Oktober]] [[2001]] in [[Salzburg]]) war ein [[Motorradrennfahrer]], Motorjournalist und ein angesehener Fachmann für Motorradgeschichte. Aufgrund seiner lebenslangen Leidenschaft zur englischen Motorradmarke ''Rudge''<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Rudge Wikipedia Rudge]</ref> erhielt er von seinen englischen Freunden den Spitznamen "''Mister Rudge''". Sein Autokennzeichen war '''S Rudge 1''' und sein Leben gehörte den historischen Motorrädern. |
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| | == Jugend- und Kriegsjahre == | | == Jugend- und Kriegsjahre == |
| − | Helmut Krackowizer kam als zweiter Sohn des Rechtsanwalts Maximilian und der Hedwig Krackowizer in Frankenmarkt in Oberösterreich, nahe der Salzburger Grenze zum [[Flachgau]], zur Welt. Er war der Enkel von [[Otto Scholz]], der beim [[Salzburger Hausregiment Erzherzog Rainer Nr. 59|Rainer-Regiment]] Oberst war. [[1924]] zog die Familie nach [[Vöcklabruck]] (Oö.), wo Krackowizer von [[1928]] bis [[1932]] die Volksschule besuchte, anschließend bis [[1936]] das Gymnasium in [[Kremsmünster]] und dann bis [[1940]] das Gymnasium in Gmunden. [[1931]], als Neunjähriger, beim Besuch des [[Gaisbergrennen]]s in Salzburg vom "Virus" des Motorradfahrens infiziert, saß er bereits [[1939]] als Siebzehnjähriger zunächst im Sattel einer NSU 250 OSL, die er zusammen mit seinem Bruder Otto<ref>der im Zweiten Weltkrieg bei Stalingrad fiel</ref> besaß, dann im Sattel einer Norton "International" 500 cm³ ''The Unapproachable''<ref>"die Unreichbare", aufgrund ihrer motorischen Leistung galt dieses englische Motorrad lange Zeit als das Schnellstes der Welt</ref>. In den Sommerferien arbeitete er als Jugendlicher in Mechanikerwerkstätten und besuchte Motorradrennen. | + | Helmut Krackowizer kam als zweiter Sohn des Rechtsanwalts Maximilian und der Hedwig Krackowizer in Frankenmarkt in Oberösterreich, nahe der Salzburger Grenze zum [[Flachgau]], zur Welt. Er war der Enkel von [[Otto Scholz]], der beim [[Salzburger Hausregiment Erzherzog Rainer Nr. 59|Rainer-Regiment]] Oberst war. [[1924]] zog die Familie nach [[Vöcklabruck]] (OÖ.), wo Krackowizer von [[1928]] bis [[1932]] die Volksschule besuchte, anschließend bis [[1936]] das Gymnasium in [[Kremsmünster]] und dann bis [[1940]] das Gymnasium in Gmunden. [[1931]], als Neunjähriger, beim Besuch des [[Gaisbergrennen]]s in Salzburg vom "Virus" des Motorradfahrens infiziert, saß er bereits [[1939]] als Siebzehnjähriger zunächst im Sattel einer NSU 250 OSL, die er zusammen mit seinem Bruder Otto<ref>der im Zweiten Weltkrieg bei Stalingrad fiel</ref> besaß, dann im Sattel einer Norton "International" 500 cm³ ''The Unapproachable''<ref>"die Unreichbare", aufgrund ihrer motorischen Leistung galt dieses englische Motorrad lange Zeit als das Schnellstes der Welt</ref>. In den Sommerferien arbeitete er als Jugendlicher in Mechanikerwerkstätten und besuchte Motorradrennen. |
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| | Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] kaufte er sich sein erstes Rennmotorrad, eine 250 cm³ Rudge Racing mit zwei Ventilen. Diese hielt den Fünf-Stunden Weltrekord auf der ''Brooklands''-Bahn<ref>eine Hochgeschwindigkeitsrennstrecke mit überhöhten Kurven, die heute nicht mehr existiert</ref> in England. Im März [[1939]] wurde sie vom Werk aus England nach Deutschland importiert. ''Garantiert über 150 km/h Spitzengeschwindigkeit'', so die Beschreibung des Verkäufers aus Bremen, Deutschland, des 2.100 Reichsmark teuren Motorrads. Krackowizer nahm das Motorrad mit auf seine Dienststationen bis nach Breslau (Polen), wo er es, verpackt in Kisten, in seine Heimatstadt Vöcklabruck schickte. Er selbst erlebte das Kriegsende als Jägerleitoffizier der Luftnachrichten-Truppe einer Nachtjagd (Radar)-Kompanie in [[Norwegen]]. Bei der Übergabe der Kompanie an die Norweger erschien ein norwegischer Offizier auf einem Motorrad. Bald schon waren er und Krackowizer in ein "Fachgespräch" vertieft, das mit einer Probefahrt von Krackowizer endete - es gab eben auch Vertrauen unter Kriegsgegnern! Nach kurzer Gefangenschaft wurde Krackowizer am [[7. September]] [[1945]] entlassen und kehrte nach Vöcklabruck heim. | | Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] kaufte er sich sein erstes Rennmotorrad, eine 250 cm³ Rudge Racing mit zwei Ventilen. Diese hielt den Fünf-Stunden Weltrekord auf der ''Brooklands''-Bahn<ref>eine Hochgeschwindigkeitsrennstrecke mit überhöhten Kurven, die heute nicht mehr existiert</ref> in England. Im März [[1939]] wurde sie vom Werk aus England nach Deutschland importiert. ''Garantiert über 150 km/h Spitzengeschwindigkeit'', so die Beschreibung des Verkäufers aus Bremen, Deutschland, des 2.100 Reichsmark teuren Motorrads. Krackowizer nahm das Motorrad mit auf seine Dienststationen bis nach Breslau (Polen), wo er es, verpackt in Kisten, in seine Heimatstadt Vöcklabruck schickte. Er selbst erlebte das Kriegsende als Jägerleitoffizier der Luftnachrichten-Truppe einer Nachtjagd (Radar)-Kompanie in [[Norwegen]]. Bei der Übergabe der Kompanie an die Norweger erschien ein norwegischer Offizier auf einem Motorrad. Bald schon waren er und Krackowizer in ein "Fachgespräch" vertieft, das mit einer Probefahrt von Krackowizer endete - es gab eben auch Vertrauen unter Kriegsgegnern! Nach kurzer Gefangenschaft wurde Krackowizer am [[7. September]] [[1945]] entlassen und kehrte nach Vöcklabruck heim. |
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| | ===Platzsprecher=== | | ===Platzsprecher=== |
| | [[Datei:Krackowizer_Gaisberg.jpg|thumb|Helmut Krackowizer als Platzsprecher beim [[Gaisbergrennen (historisch)|int. Gaisbergrennen]] am 11. September 1960 auf der [[Zistelalm]]]] | | [[Datei:Krackowizer_Gaisberg.jpg|thumb|Helmut Krackowizer als Platzsprecher beim [[Gaisbergrennen (historisch)|int. Gaisbergrennen]] am 11. September 1960 auf der [[Zistelalm]]]] |
| − | Schon beim Motorrad-Bahnrennen am [[4. Mai]] 1947 auf der [[Trabrennbahn]] in Salzburg fungierte Krackowizer als Platzsprecher. Es folgten viele derartige Einsätze bei Rennen, die damals noch erlaubt waren: Bergrennen auf dem [[Gaisbergrennen (historisch)|Gaisberg]] in Salzburg, beim Bergrennen Engelhartszell an der Donau und am Gmundner Berg (beide Oö.), beim ''1. Mai Rennen'' auf der Autobahn bei Salzburg-Liefering, beim Motocross-Rennen am Gaisberg auf der [[Zistelalm]] sowie bei anderen Rennveranstaltungen. Auch bei zahlreichen Rennen am [[Salzburgring]] saß Helmut Krackowizer im ''Kurier-Turm'', wie der Start- und Zielturm genannt wurde, im obersten Stock und kommentierte den Rennverlauf. | + | Schon beim Motorrad-Bahnrennen am [[4. Mai]] 1947 auf der [[Trabrennbahn]] in Salzburg fungierte Krackowizer als Platzsprecher. Es folgten viele derartige Einsätze bei Rennen, die damals noch erlaubt waren: Bergrennen auf dem [[Gaisbergrennen (historisch)|Gaisberg]] in Salzburg, beim Bergrennen Engelhartszell an der Donau und am Gmundner Berg (beide OÖ.), beim ''1. Mai Rennen'' auf der Autobahn bei Salzburg-Liefering, beim Motocross-Rennen am Gaisberg auf der [[Zistelalm]] sowie bei anderen Rennveranstaltungen. Auch bei zahlreichen Rennen am [[Salzburgring]] saß Helmut Krackowizer im ''Kurier-Turm'', wie der Start- und Zielturm genannt wurde, im obersten Stock und kommentierte den Rennverlauf. |
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| | ===Motorrad-Zeichnungen=== | | ===Motorrad-Zeichnungen=== |