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In der schmerzensreichen Entscheidung zwischen Glauben und Heimat hatten sich weit über 20&nbsp;000 Salzburger zum Verlassen der Heimat entschlossen. Unter den [[Familiennamen der Salzburger Emigranten]] finden sich viele, die seither aus dem Salzburger Land verschwunden sind.  Das Land Salzburg verlor in den Jahren 1731 und 1732 mehr als ein Siebtel der Gesamtbevölkerung, die damals rund 140&nbsp;000 betrug. Allein im Pongau, der am stärksten von der Emigration betroffen war, standen danach 1&nbsp;544 Höfe leer<ref>{{Quelle SN|3. November 2012, Buchvorstellung von Erika Scherer aus [[Rauris]] und des Salzburger Historikers [[Franz Steinkogler]]: ''Halt's aus Bauer!'', [[Rupertus-Verlag]], [[Goldegg]], 2012}}</ref>.
 
In der schmerzensreichen Entscheidung zwischen Glauben und Heimat hatten sich weit über 20&nbsp;000 Salzburger zum Verlassen der Heimat entschlossen. Unter den [[Familiennamen der Salzburger Emigranten]] finden sich viele, die seither aus dem Salzburger Land verschwunden sind.  Das Land Salzburg verlor in den Jahren 1731 und 1732 mehr als ein Siebtel der Gesamtbevölkerung, die damals rund 140&nbsp;000 betrug. Allein im Pongau, der am stärksten von der Emigration betroffen war, standen danach 1&nbsp;544 Höfe leer<ref>{{Quelle SN|3. November 2012, Buchvorstellung von Erika Scherer aus [[Rauris]] und des Salzburger Historikers [[Franz Steinkogler]]: ''Halt's aus Bauer!'', [[Rupertus-Verlag]], [[Goldegg]], 2012}}</ref>.
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==Die Dürrnberger und die Defregger Exulanten unter Max Gandolf Kuenburg==
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==Die Dürrnberger und die Deferegger Exulanten unter Max Gandolf Kuenburg==
 
die Fürsterzbischöfe hatten lange Zeit die Andersgläubigen am Dürrnberg geduldet, da sie meist als Bergknappen im [[Salzbergwerk Dürrnberg]] und [[Salzbergwerk Berchtesgaden]] tätig waren. Die Einnahmen aus dem  [[Salzhandel]] waren neben dem Erlös aus Bergwerken in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] (z. B. [[Goldbergbau|Tauerngold]]) die wichtigsten Erträge zur Finanzierung des Lebenswandels des Fürsterzbischofs.  
 
die Fürsterzbischöfe hatten lange Zeit die Andersgläubigen am Dürrnberg geduldet, da sie meist als Bergknappen im [[Salzbergwerk Dürrnberg]] und [[Salzbergwerk Berchtesgaden]] tätig waren. Die Einnahmen aus dem  [[Salzhandel]] waren neben dem Erlös aus Bergwerken in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] (z. B. [[Goldbergbau|Tauerngold]]) die wichtigsten Erträge zur Finanzierung des Lebenswandels des Fürsterzbischofs.  
    
Schon um [[1680]] und früher hatten sich Protestanten vom [[Dürrnberg (Berg)|Dürrnberg]] im [[Abtswald]] zu geheimen lutherischen Gottesdiensten versammelt. Einer der Führer der Protestanten war der Dürrnberger [[Joseph Schaitberger]]. Darauf wurden unter Max Gandolf Kuenburg zwischen 1684 und 1686 über 70 Protestanten vom Dürrnberg vertrieben worden, unter ihnen Joseph Schaitberger. Die minderjährigen Kinder der Protestanten wurden den Protestanten zuvor abgenommen und kamen zu Pflegeeltern.   
 
Schon um [[1680]] und früher hatten sich Protestanten vom [[Dürrnberg (Berg)|Dürrnberg]] im [[Abtswald]] zu geheimen lutherischen Gottesdiensten versammelt. Einer der Führer der Protestanten war der Dürrnberger [[Joseph Schaitberger]]. Darauf wurden unter Max Gandolf Kuenburg zwischen 1684 und 1686 über 70 Protestanten vom Dürrnberg vertrieben worden, unter ihnen Joseph Schaitberger. Die minderjährigen Kinder der Protestanten wurden den Protestanten zuvor abgenommen und kamen zu Pflegeeltern.   
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Anfang 1685 folgte mitten im Winter die Ausweisung von 620 Protestanten des Defreggentales unter Verweigerung der gesetzlichen Drei-Jahresfrist. 300 Kinder unter 15 Jahren wurden weggenommen.  
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Anfang 1685 folgte mitten im Winter die Ausweisung von 620 Protestanten des Defereggentales unter Verweigerung der gesetzlichen Drei-Jahresfrist. 300 Kinder unter 15 Jahren wurden weggenommen.  
Wer damals versuchte Kinder heimlich nachzuholen und ertappt wurde, wurde strafweise auf venezianische Galeeren verbannt.  
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Wer damals versuchte Kinder heimlich nachzuholen und ertappt wurde, wurde strafweise auf venezianische Galeeren verbannt.
    
== Siehe auch ==
 
== Siehe auch ==
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