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[[Datei:Norbert Altenhofer 2018.jpg|thumb|2019: [[Norbert Altenhofer]], Leiter seit über 30 Jahren des [[Salzburger Lawinenwarndienst]]es und [[Katastrophenreferent des Landes Salzburg]]
 
In allen von [[Lawine]]n gefährdeten Regionen bestehen '''Lawinenwarnkommissionen'''.  
 
In allen von [[Lawine]]n gefährdeten Regionen bestehen '''Lawinenwarnkommissionen'''.  
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== Geschichte ==
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Am [[28. April]] [[1965]] entschloss sich der [[Salzburger Landtag]] nach zahlreichen Lawinenunglücken dazu, Lawinenwarnkommissionen flächendeckend und landesweit einzurichten.
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Im [[Bundesland Salzburg]] gab es 2019 rund 90 Lawinenwarnkommissionen mit rund 700 ehrenamtlichen Mitgliedern. Sie bestehen unter anderem aus Vertretern der Gemeinden, Polizei, Straßenmeistereien, Forstverwaltungen oder [[Bergrettung Salzburg|Bergrettung]].
    
==Allgemeines ==
 
==Allgemeines ==
 
Deren  Mitglieder - Experten im Bereich der Lawinenkunde - sind unter oft  großer [[Gefahren auf Skipisten|Gefahr]] auf freiwilliger Basis und [[Ehrenamt|ehrenamtlich]] tätig.  Das [[Marterl]] auf dem [[Stubnerkogel]], auf dem Lois Schafflingers aus [[Bad Gastein]] gedacht wird, der im Dienste der Lawinenkommission selbst Opfer einer Lawine wurde, bezeugt die unverzichtbare, aber gefahrvolle gemeinnützige Tätigkeit der Kommissionsmitglieder.  
 
Deren  Mitglieder - Experten im Bereich der Lawinenkunde - sind unter oft  großer [[Gefahren auf Skipisten|Gefahr]] auf freiwilliger Basis und [[Ehrenamt|ehrenamtlich]] tätig.  Das [[Marterl]] auf dem [[Stubnerkogel]], auf dem Lois Schafflingers aus [[Bad Gastein]] gedacht wird, der im Dienste der Lawinenkommission selbst Opfer einer Lawine wurde, bezeugt die unverzichtbare, aber gefahrvolle gemeinnützige Tätigkeit der Kommissionsmitglieder.  
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Im [[Bundesland Salzburg]] gab es 2012 rund 70 Lawinenwarnkommissionen mit mehr als 500 ehrenamtlichen Mitgliedern. Sie bestehen unter anderem aus Vertretern der Gemeinden, Polizei, Straßenmeistereien, Forstverwaltungen oder [[Bergrettung Salzburg|Bergrettung]].
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''"Der Druck auf die Kommissionen ist oft sehr stark, da viele Menschen - Gäste wie Einheimische - kein Verständnis zeigen, wenn Straßen oder Skipisten wegen Lawinengefahr gesperrt werden"'' sagte [[Landeshauptmann|Landeshauptfrau]] [[Gabi Burgstaller]] im Februar 2012 anlässlich von Ehrungen von Mitgliedern von Lawinenwarnkommissionen.
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''"Der Druck auf die Kommissionen ist oft sehr stark, da viele Menschen - Gäste wie Einheimische - kein Verständnis zeigen, wenn Straßen oder Skipisten wegen Lawinengefahr gesperrt werden"'' sagte [[Landeshauptmann|Landeshauptfrau]] [[Gabi Burgstaller]] im Februar 2012 anlässlich von Ehrungen von Mitgliedern von Lawinenwarnkommissionen.
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Bei Hubschrauberflügen, die – wenn es die Witterung erlaubt - bei Einsätzen nicht mehr wegzudenken sind, mit modernen Kommunikationsmöglichkeiten sowie einem dichten Netz von 91 Mess-Stationen, die vollautomatisch Daten von Schneehöhe, Lufttemperatur, Windrichtung und -geschwindigkeit sowie Sonneneinstrahlung übertragen, konnten sich 2019 die Lawinenexperten ein genaues Bild von der Situation an exponierten Stellen machen.
    
== Tragische Unglücke ==
 
== Tragische Unglücke ==
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Am [[29. Februar]] [[2012]] starb [[Josef Wieland]], Mitglied der  Lawinenkommission von [[Obertauern]], bei einer Kontrollfahrt unter den Schneemassen einer [[Lawine]]. Zusammen mit einem Kollegen war er aufgebrochen, um zu prüfen, ob gewisse Lifte wegen Lawinengefahr gesperrt werden müssten. Im freien Skigelände wollten sie im Bereich der [[Seekarspitzbahn]] im sogenannten Trog kontrollieren. Sie waren mit Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Sonden und Schaufeln ausgerüstet. Plötzlich lösten sich die Schneemassen und rissen den 45-Jährigen mehr als 200 Meter mit. Doch für ihn kam jede Hilfe zu spät. Wieland verstarb noch an der Unglücksstelle. Er hatte seit 26 Jahren in Obertauern bei den [[Kringsliften]] gearbeitet<ref>{{Quelle SN|1. März  2012}}</ref>.
 
Am [[29. Februar]] [[2012]] starb [[Josef Wieland]], Mitglied der  Lawinenkommission von [[Obertauern]], bei einer Kontrollfahrt unter den Schneemassen einer [[Lawine]]. Zusammen mit einem Kollegen war er aufgebrochen, um zu prüfen, ob gewisse Lifte wegen Lawinengefahr gesperrt werden müssten. Im freien Skigelände wollten sie im Bereich der [[Seekarspitzbahn]] im sogenannten Trog kontrollieren. Sie waren mit Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Sonden und Schaufeln ausgerüstet. Plötzlich lösten sich die Schneemassen und rissen den 45-Jährigen mehr als 200 Meter mit. Doch für ihn kam jede Hilfe zu spät. Wieland verstarb noch an der Unglücksstelle. Er hatte seit 26 Jahren in Obertauern bei den [[Kringsliften]] gearbeitet<ref>{{Quelle SN|1. März  2012}}</ref>.
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== Quelle ==
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== Quellen ==
 
* {{Quelle SN|1. März 2012}}
 
* {{Quelle SN|1. März 2012}}
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* [[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=60985 6. Jänner 2019]
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== Fußnoten ==
 
<references/>
 
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[[Kategorie:Organisation]]
 
[[Kategorie:Organisation]]
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[[Kategorie:Rettungsorganisation]]
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[[Kategorie:Winter]]

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