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| − | Der Name ''Mönchsberg'' ist von den Mönchen des an seinem Fuße gelegenen [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerkloster St. Peter]] abgeleitet. | + | Der Name ''Mönchsberg'' leitet sich den Mönchen des an seinem Fuße gelegenen [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerkloster St. Peter]] ab. Auch der stadtnahe Teil des Mönchsberg gehörte im Mittelalter einst in weiten Teilen dem Kloster. |
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| | == Geografie == | | == Geografie == |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| − | Als um das Jahr [[1278]] die ersten [[Stadtmauern der Stadt Salzburg|Stadtmauern]] errichtet wurden, gehörte das Gebiet zwischen dem [[Festungsberg]] und der [[Bürgerwehr]] bereits der [[Stadtgemeinde Salzburg]]. Über den genauen Zeitpunkt des Kauf- oder Tauschvertrags mit dem [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Erzstift St. Peter]] und über die Bedingungen gibt es keine Aufzeichnungen. Die Bürger begannen mit der Errichtung von Türmen. So entstanden unter anderem zwei Wehrtürme im Bereich der [[Mönchsbergscharte]]. Später wurde zwei weitere Türme auf der [[Richterhöhe]] gebaut. Die Schlüssel zu allen Türmen verwahrte die Bürgerschaft der Stadt Salzburg. Sie waren nicht nur zum Schutz vor auswärtigen Angriffen errichtet worden, sondern auch zum Schutz vor dem Erzbischof, der seinerseits mit der [[Festung Hohensalzburg]] einen Schutzbau errichtet hatte.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19290831&query=%22M%c3%b6nchsbergscharte%22&ref=anno-search&seite=10 ANNO], [[Salzburger Wacht]], Ausgabe vom 31. August 1929, Seite 10, über die Entstehung der Verteidigungsanlagen am Mönchsberg</ref> | + | Als um das Jahr [[1278]] die ersten [[Stadtmauern der Stadt Salzburg|Stadtmauern]] errichtet wurden, gehörte das Gebiet zwischen dem [[Festungsberg]] und der [[Bürgerwehr]] bereits zum Gebiet der [[Stadt Salzburg]]. Über Kauf- oder Tauschvertrags mit dem [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Erzstift St. Peter]] ist in dieser Zeit wenig bekannt. Schon früh erbauten die Bürger der Stadt und das Klsoter St. Peter erste Wehrtürme und Wehrmauern. So entstanden unter anderem zwei Wehrtürme im Bereich der [[Mönchsbergscharte]]. Auch vier Türme auf der [[Richterhöhe]] wurden erbaut. Der Mönchsberg bietet durch seine Lage und Form einen natürlichen Schutz, der an seiner Nordostseite die Bildung einer [[Iuvavum#Geschichte|Siedlung]] begünstigte. Durch zahlreiche Wehranlagen und Wehrtürme hatte man später die strategisch vorteilhafte Lage noch verstärkt. |
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| − | Der Mönchsberg bietet durch seine Lage und Form einen natürlichen Schutz, der an seiner Nordostseite die Bildung einer [[Iuvavum#Geschichte|Siedlung]] begünstigte. Durch zahlreiche Wehranlagen und Wehrtürme hatte man später die strategisch vorteilhafte Lage noch verstärkt. | |
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| | Die [[Befestigung der Stadt Salzburg|Wehrbauten]] auf dem Mönchsberg sind weitgehend erhalten. | | Die [[Befestigung der Stadt Salzburg|Wehrbauten]] auf dem Mönchsberg sind weitgehend erhalten. |
| − | * Die [[Bürgerwehr]] wurde [[1487]]/[[1488]] als Teil der Stadtmauer errichtet. | + | * Die [[Bürgerwehr]] wurde [[1487]]/[[1488]] als Teil der Stadtmauer erneuert bzw. teilweise neue errichtet. |
| | * Die [[Müllner Schanze]] mit den Wehrtürmen der [[Augustinerpforte (Müllner Schanze)|Augustinerpforte]] und [[Monikapforte (Müllner Schanze)|Monikapforte]] wurde [[1621]] bis [[1644]] von [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] als [[Stadttore in Salzburg|Stadttor]] der frühen [[Neuzeit]] in Form eines dreistufigen Wehrbaues errichtet. | | * Die [[Müllner Schanze]] mit den Wehrtürmen der [[Augustinerpforte (Müllner Schanze)|Augustinerpforte]] und [[Monikapforte (Müllner Schanze)|Monikapforte]] wurde [[1621]] bis [[1644]] von [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] als [[Stadttore in Salzburg|Stadttor]] der frühen [[Neuzeit]] in Form eines dreistufigen Wehrbaues errichtet. |
| | * Der [[Schartenwall]] wurde [[1635]] errichtet und somit die Schwachstelle an der [[Mönchsbergscharte]] geschlossen. | | * Der [[Schartenwall]] wurde [[1635]] errichtet und somit die Schwachstelle an der [[Mönchsbergscharte]] geschlossen. |
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| | Das [[Sigmundstor]] (im Volksmund ''Neutor'' genannt) wurde von [[1764]] bis [[1766]] erbaut. Es verbindet die [[Altstadt]] mit dem [[Salzburger Stadtteil|Stadtteil]] [[Riedenburg]] im Westen. | | Das [[Sigmundstor]] (im Volksmund ''Neutor'' genannt) wurde von [[1764]] bis [[1766]] erbaut. Es verbindet die [[Altstadt]] mit dem [[Salzburger Stadtteil|Stadtteil]] [[Riedenburg]] im Westen. |
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| − | [[1889]] entdeckte man eine Tropfsteinhöhle im Bereich von [[Bucklreuth]], der Verbindung des Mönchsbergs im Südwesten mit dem [[Rainberg]]. | + | [[1889]] entdeckte man eine Tropfsteinhöhle im Bereich von [[Bucklreuth]]. |
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| − | [[1874]]/[[1875]] wurde der [[Erster Trinkwasser-Hochbehälter Mönchsberg|erste Speicher]] für [[Trinkwasser für die Stadt Salzburg]] für [[Untersberg]]-Quellwasser auf dem Mönchsberg gebaut (1 080 m³). Noch heute wird die Stadt aus einem im Berg gelegenen [[Hochbehälter Mönchsberg|Hochbehälter]] von 25 000 m³ mitversorgt. Daneben gab es noch den [[Amalie-Redlich-Turm]] neben dem heutigen [[Museum der Moderne Mönchsberg]] als Wasserturm. | + | [[1874]]/[[1875]] wurde der [[Erster Trinkwasser-Hochbehälter Mönchsberg|erste Speicher]] für [[Trinkwasser für die Stadt Salzburg]] für [[Untersberg]]-Quellwasser auf dem Mönchsberg gebaut (1 080 m³). Noch heute wird die Stadt aus einem im Berg gelegenen [[Hochbehälter Mönchsberg|Hochbehälter]] von 25 000 m³ mitversorgt. Daneben gab es um 1900 noch den Wasserturm, heute [[Amalie-Redlich-Turm]] genannt neben dem heutigen [[Museum der Moderne Mönchsberg]]. |
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| − | Das [[Johannes-Schlößl]] entstand im [[16. Jahrhundert]] und ist heute im Besitz der [[Kongregation der Pallottiner]]. In der Nähe befindet sich das [[Marketenderschlössl]] sowie das [[Hintermaiergütl]], der ehemalige [[Meierhof]] des Johannes-Schlößls. | + | Das [[Johannes-Schlößl]] entstand im [[16. Jahrhundert]] und ist heute im Besitz der [[Kongregation der Pallottiner]]. In der Nähe befindet sich das [[Marketenderschlössl]] sowie das [[Hintermaiergütl]], der ehemalige [[Meierhof]] des Johannes-Schlösss. |
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| | Das [[Grand Café Winkler]] begann als [[Restauration Elektrischer Aufzug]] Ende des [[19. Jahrhundert]]s und wurde nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] ein beliebter Treffpunkt der Salzburger, bis es in den [[1990er]]-Jahren abgerissen wurde. An seiner Stelle entstanden das [[Restaurant M32]] und das [[Museum der Moderne Mönchsberg]], zu erreichen mit dem [[Mönchsbergaufzug]] oder zu Fuß über die Wege am Mönchsberg. | | Das [[Grand Café Winkler]] begann als [[Restauration Elektrischer Aufzug]] Ende des [[19. Jahrhundert]]s und wurde nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] ein beliebter Treffpunkt der Salzburger, bis es in den [[1990er]]-Jahren abgerissen wurde. An seiner Stelle entstanden das [[Restaurant M32]] und das [[Museum der Moderne Mönchsberg]], zu erreichen mit dem [[Mönchsbergaufzug]] oder zu Fuß über die Wege am Mönchsberg. |