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| − | Der '''Erwerb des Gasteinertales''' durch das [[Erzbistum Salzburg]] erfolgte durch 1297 durch Kauf. | + | Der '''Erwerb des Gasteinertales''' durch das [[Erzbistum Salzburg]] erfolgte 1297 durch Kauf. |
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| | ==Kauf== | | ==Kauf== |
| − | Den Kauf des [[Gastein]]ertales durch Erzbischof [[Konrad IV. von Fohnsdorf]] belegt die Kaufurkunde, datiert vom [[10. März]] [[1297]]. Darin bestätigen die bayrischen Herzöge Otto und Stephan den Verkauf Gasteins mitsamt allen Einwohnern, Gütern und Rechten an den Erzbischof Konrad und seine Kirche. | + | Den Kauf des [[Gasteinertal]]es durch Erzbischof [[Konrad IV. von Fohnsdorf]] belegt die Kaufurkunde, datiert vom [[10. März]] [[1297]]. Darin bestätigen die bayrischen Herzöge Otto und Stephan den Verkauf Gasteins mitsamt allen Einwohnern, Gütern und Rechten an den Erzbischof Konrad und seine Kirche. Urkundenzeugen waren der [[Äbte der Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Abt]] von [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]], der [[Propst]] von [[Fürstpropstei Berchtesgaden|Berchtesgaden]], Kuno von Preising, Gebhard Trauner, Heinrich von Stauffenberg und der herzogliche Notar Seifried im Auftrag der Verkäufer Otto und Stefan, [[Herzogtum Bayern|Herzöge von Bayern]], denen bislang das Tal gehörte. |
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| | + | Formell musste noch der Lehensherr der beiden bayerischen Herzöge, König Adolf von Nassau, seine Zustimmung zum Verkauf erteilen. Dies tat er urkundlich mit [[25. Juli]] 1297. Das war also dann rechtsformal der Tag Übergabe des Gasteinertals an das Land Salzburg. |
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| | ==Kaufpreis und Darlehen== | | ==Kaufpreis und Darlehen== |
| − | Der Kaufpreis belief sich auf 600 Mark Silber Salzburger Gewichtes und 600 Regensburger Pfennig. Er wurde mittels Darlehen finanziert. In der Kaufurkunde wird vermerkt, dass die Herzöge den Kaufpreis vom Erzbischof von [[Regensburg]] zu Händen ihrer Gläubiger erhalten. Der Grund des Verkaufes durch die Herzöge war also deren Absicht, ihre eigenen Schulden zu begleichen. | + | Der Kaufpreis belief sich auf 600 Mark Silber Salzburger Gewichtes und 600 Regensburger Pfennig. Er wurde mittels Darlehen finanziert. In der Kaufurkunde wird vermerkt, dass die Herzöge den Kaufpreis vom Erzbischof von [[Regensburg]] zu Händen ihrer Gläubiger erhalten. Der Grund des Verkaufes durch die Herzöge war also deren Absicht, ihre eigenen Schulden zu begleichen. Offiziell wollten sie das Tal verkaufen, weil es ihnen zu abgelegen schien. |
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| | Hauptgläubiger waren die [[Regensburg]]er [[Judentum|Juden]] Hatschim und Jakob, Söhne des Peter bar Mosche ha-Levi. Ihnen sollte der Regensburger Bischof 600 Mark Silber - den größten Teil der vereinbarten Summe – bezahlen. Es wird angenommen, dass Hatschim und Jakob anfänglich ebenfalls nur Schuldbriefe von Erzbischof Konrad IV. erhalten haben. | | Hauptgläubiger waren die [[Regensburg]]er [[Judentum|Juden]] Hatschim und Jakob, Söhne des Peter bar Mosche ha-Levi. Ihnen sollte der Regensburger Bischof 600 Mark Silber - den größten Teil der vereinbarten Summe – bezahlen. Es wird angenommen, dass Hatschim und Jakob anfänglich ebenfalls nur Schuldbriefe von Erzbischof Konrad IV. erhalten haben. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| | * Eveline Brugger, Martha Keil, [[Albert Lichtblau]], Christoph Lind, Barbara Staudinger, Geschichte der Juden in Österreich, S. 201 – 202, Verlag Üeberreuther, 2006, Wien | | * Eveline Brugger, Martha Keil, [[Albert Lichtblau]], Christoph Lind, Barbara Staudinger, Geschichte der Juden in Österreich, S. 201 – 202, Verlag Üeberreuther, 2006, Wien |
| | + | * [[Mosaiksteine zur Geschichte Gasteins und seiner Salzburger Umgebung. Bergbau - Badewesen - Bauwerke - Ortsnamen - Biografien - Chronologie]], Seite 54f |
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| | [[Kategorie:Geografie]] | | [[Kategorie:Geografie]] |
| | [[Kategorie:Geschichte]] | | [[Kategorie:Geschichte]] |
| | + | [[Kategorie:Geschichte (Erzbistum)]] |
| | + | [[Kategorie:Geschichte (Erzstift)]] |
| | [[Kategorie:Pongau]] | | [[Kategorie:Pongau]] |