Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
142 Bytes hinzugefügt ,  15:03, 9. Mär. 2009
K
linkfix
Zeile 36: Zeile 36:  
| Gemeinderat: || 13 Mitglieder: <br /> 8 [[Österreichische Volkspartei|ÖVP]], <br />  5 [[Sozialistische Partei Österreichs|SPÖ]],   
 
| Gemeinderat: || 13 Mitglieder: <br /> 8 [[Österreichische Volkspartei|ÖVP]], <br />  5 [[Sozialistische Partei Österreichs|SPÖ]],   
 
|}
 
|}
'''Wald im Pinzgau''' ist eine kleine Ortsgemeinde im Pinzgau. Im Gemeindegebiet liegen das auf 1.600 Meter Seehöhe angelegte Almdorf [[Königsleiten]], sowie der [[Salzachgeier]] an dem die Quellen der [[Salzach]] entspringen.  
+
'''Wald im Pinzgau''' ist eine kleine Ortsgemeinde im [[Pinzgau]]. Im Gemeindegebiet liegen das auf 1.600 m ü. NN. Seehöhe angelegte Almdorf [[Königsleiten]], sowie der [[Salzachgeier]] an dem die Quellen der [[Salzach]] entspringen.  
    
==Geographische Lage==  
 
==Geographische Lage==  
Die Ortsgemeinde liegt im westlichen Pinzgau und grenzt an die Nachbargemeinden [[Krimml]] und [[Neukirchen am Großvenediger]]. Nördlich der Gemeinde liegt bereits das Bundesland Tirol.
+
Die Ortsgemeinde liegt im westlichen Pinzgau und grenzt an die Nachbargemeinden [[Krimml]] und [[Neukirchen am Großvenediger]]. Nördlich der Gemeinde liegt bereits das Bundesland [[Tirol]].
    
==Gliederung==
 
==Gliederung==
Zeile 54: Zeile 54:  
==Geschichte==</noinclude>
 
==Geschichte==</noinclude>
 
Die Siedlungsgeschichte der Gemeinde und ihres Umlandes lässt sich bis in die Kupferzeit um 1500 v. Chr. nachweisen.  
 
Die Siedlungsgeschichte der Gemeinde und ihres Umlandes lässt sich bis in die Kupferzeit um 1500 v. Chr. nachweisen.  
 +
 
Zu Beginn des [[11. Jahrhundert]]s hatten die [[Grafen von Lechsgemünd-Mittersill]] das Gebiet von den bayerischen Herzögen zu Lehen. [[1224]] ging es an den [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Erzbischof]] [[Eberhard II. von Regensberg]] über. [[1160]] folgte die erstmalige urkundliche Erwähnung der heutigen Gemeinde.  
 
Zu Beginn des [[11. Jahrhundert]]s hatten die [[Grafen von Lechsgemünd-Mittersill]] das Gebiet von den bayerischen Herzögen zu Lehen. [[1224]] ging es an den [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Erzbischof]] [[Eberhard II. von Regensberg]] über. [[1160]] folgte die erstmalige urkundliche Erwähnung der heutigen Gemeinde.  
 
   
 
   
Zeile 60: Zeile 61:  
Mit der Errichtung des "Straßerschen Elektrizitätswerkes" konnte der Ort ab [[1910]] mit elektrischem Licht versorgt werden. Ab den [[1930er]] Jahren wurde vermehrt der Skilauf gepflegt, 1951 kam es zur Gründung des [[SC Wald/Königsleiten|Sportclubs Wald/Königsleiten]].  
 
Mit der Errichtung des "Straßerschen Elektrizitätswerkes" konnte der Ort ab [[1910]] mit elektrischem Licht versorgt werden. Ab den [[1930er]] Jahren wurde vermehrt der Skilauf gepflegt, 1951 kam es zur Gründung des [[SC Wald/Königsleiten|Sportclubs Wald/Königsleiten]].  
   −
Am [[1. Dezember]] [[1962]] wurde die in schönen Kehren angelegte, 12 km lange, von [[Franz Friedrich Wallack|Franz Wallack]] geplante und über Krimml führende [[Gerlos Alpenstraße]] eröffnet. Ab 1965 begann die Erschließu8ng der Skiregion Königsleiten und der Bau des Almdorfes. Mit der Gründung des [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparks Hohe Tauern]] wurde Wald im Pinzgau [[1984]] eine der ersten Nationalparkgemeinden.
+
In Wald beginnt die [[Alte Gerlosstraße|alte Gerlosstraße]], die am [[1. Dezember]] [[1962]] durch die Eröffnung der von [[Franz Friedrich Wallack|Franz Wallack]] geplanten und über [[Krimml]] führenden [[Gerlos Alpenstraße]] ihre Bedeutung als Passstraße verlor. Ab 1965 begann die Erschließung der Skiregion Königsleiten und der Bau des Almdorfes. Mit der Gründung des [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparks Hohe Tauern]] wurde Wald im Pinzgau [[1984]] eine der ersten Nationalparkgemeinden.
    
[[2001]] wurde die "Umfahrung Wald" eröffnet, um die Verkehrsbelastung im Ortskern zu reduzieren. Nach der Hochwasserkatastrophe von 2005 wurde im Jahr [[2006]] mit dem Bau von intensiven Hochwasserschutzmaßnahmen begonnen.  
 
[[2001]] wurde die "Umfahrung Wald" eröffnet, um die Verkehrsbelastung im Ortskern zu reduzieren. Nach der Hochwasserkatastrophe von 2005 wurde im Jahr [[2006]] mit dem Bau von intensiven Hochwasserschutzmaßnahmen begonnen.  
Zeile 72: Zeile 73:     
==Religion und Kirche==  
 
==Religion und Kirche==  
Die Kirche lässt sich durch einen erhalten gebliebenen Ablassbrief bis in das Jahr [[1395]] nachweisen. Der Chiemseer Weihbischof Bernhard führte [[1469]] die Weihe der Kapelle des hl. Nikolaus und der 14 Nothelfer durch. Bis [[1555]] gehörte Wald der Pfarre [[Bramberg]] an, danach zum Vikariat [[Neukichen am Großvenediger|Neukirchen]]. [[1671]] erfolgte die Erhebung zum selbstständigen Vikariat.  
+
Die Kirche lässt sich durch einen erhalten gebliebenen Ablassbrief bis in das Jahr [[1395]] nachweisen. Der [[Bischöfe von Chiemsee|Chiemseer Weihbischof]] Bernhard führte [[1469]] die Weihe der Kapelle des hl. Nikolaus und der 14 Nothelfer durch. Bis [[1555]] gehörte Wald der Pfarre [[Bramberg]] an, danach zum Vikariat [[Neukichen am Großvenediger|Neukirchen]]. [[1671]] erfolgte die Erhebung zum selbstständigen Vikariat.  
    
Das Kirchengebäude zeigt sich im gotischen Stil, der durch mehrere Umbauten im Lauf der Zeit Änderungen erfahren hat.  
 
Das Kirchengebäude zeigt sich im gotischen Stil, der durch mehrere Umbauten im Lauf der Zeit Änderungen erfahren hat.  
Zeile 79: Zeile 80:  
Zu den ältesten Gebäuden zählen der Pfarrhof und die alten Tavernen, von welchen die ehemalige Haupttaverne heute als "Walder Wirt" noch immer besteht.  
 
Zu den ältesten Gebäuden zählen der Pfarrhof und die alten Tavernen, von welchen die ehemalige Haupttaverne heute als "Walder Wirt" noch immer besteht.  
   −
Die [[Alte Gerlosstraße]] wurde einst als 30 km langer Saumpfad von Wald über den [[Gerlospass]] nach Zell am Ziller angelegt und [[1631]] zu einem 3,5 Meter breiten Fuhrweg ausgebaut. Auf der Straße wurde damals das am Rohrberg und Hainzenberg gewonnene Golderz über den Gerlos zu den Schmelzöfen nach [[Lend]] und [[Mühlbach im Pinzgau]] gekarrt.  
+
Die [[Alte Gerlosstraße|alte Gerlosstraße]] wurde einst als 30 km langer Saumpfad von Wald über den [[Gerlospass]] nach Zell am Ziller angelegt und [[1631]] zu einem 3,5 Meter breiten Fuhrweg ausgebaut. Auf der Straße wurde damals das am Rohrberg und Hainzenberg gewonnene Golderz über den Gerlos zu den Schmelzöfen nach [[Lend]] und [[Mühlbach im Pinzgau]] gekarrt.  
    
In Königsleiten befindet sich das höchstgelegendste [[Sternwarte Königsleiten|Planetarium]] Europas. An dessen Außenwand ist zudem die zweitgrößte Sonnenuhr des Bundeslandes Salzburg angebracht. Die Sternwarte (Planetarium) ist zugleich Ausgangspunkt des [[Planetenwanderweg]]s, der über das Hochplateau von Königsleiten führt.  
 
In Königsleiten befindet sich das höchstgelegendste [[Sternwarte Königsleiten|Planetarium]] Europas. An dessen Außenwand ist zudem die zweitgrößte Sonnenuhr des Bundeslandes Salzburg angebracht. Die Sternwarte (Planetarium) ist zugleich Ausgangspunkt des [[Planetenwanderweg]]s, der über das Hochplateau von Königsleiten führt.  
Zeile 88: Zeile 89:     
==Wirtschaft==
 
==Wirtschaft==
Wald entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten zu einem, besonders im Winter beliebten, Tourismusort. Die Entwicklung wurde bereits [[1965]] mit der Erschließung der [[Skiregion Königsleiten]] und dem Bau des Almdorfes eingeleitet. Heute verfügt das Almdorf über etwa 950 Wohneinheiten in der Gastronomie und im Bereich der Ferienwohnungen.  
+
Wald entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten zu einem, besonders im Winter beliebten, [[Fremdenverkehr]]ssort. Die Entwicklung wurde bereits [[1965]] mit der Erschließung der [[Skiregion Königsleiten]] und dem Bau des Almdorfes eingeleitet. Heute verfügt das Almdorf über etwa 950 Wohneinheiten in der Gastronomie und im Bereich der Ferienwohnungen.  
    
Mit dem Zusammenschluss der Liftanlagen von Königsleiten, der [[Gerlospass|Gerlosplatte]] und den Tiroler Ortschaften Gerlos und Zell am Ziller entstand mit der [[Zillertal-Arena]] eines der größten zusammenhängenden Skigebiete Österreichs. Durch dieses Wintersportangebot verfügen die auf den Fremdenverkehr fixierten Betriebe über eine sehr gute Auslastung.  
 
Mit dem Zusammenschluss der Liftanlagen von Königsleiten, der [[Gerlospass|Gerlosplatte]] und den Tiroler Ortschaften Gerlos und Zell am Ziller entstand mit der [[Zillertal-Arena]] eines der größten zusammenhängenden Skigebiete Österreichs. Durch dieses Wintersportangebot verfügen die auf den Fremdenverkehr fixierten Betriebe über eine sehr gute Auslastung.  

Navigationsmenü