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| − | '''Valentin Wiery''' (* [[12. Februar]] [[1813]] in St. Marein bei Wolfsberg; † [[29. Dezember]] [[1880]] in Klagenfurt) war Bischof von Gurk. | + | '''Valentin Wiery''' (* [[12. Februar]] [[1813]] in St. Marein bei Wolfsberg; † [[29. Dezember]] [[1880]] in Klagenfurt) war [[Bischof von Gurk]]. |
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| | ==Leben== | | ==Leben== |
| − | Valentin Wiery wurde als Sohn eines Maurermeisters geboren und besucht in Klagenfurt die Schule. Anschließend trat er in das Klagenfurter Priesterseminar ein und erlernte die slowenische Sprache. Am [[24. August]] [[1835]] wurde er durch den Lavanter Bischof [[Ignaz Franz Zimmermann]] zum Priester geweiht. Die folgenden drei Jahre verbrachte er in Wien. [[1838]] promovierte er zum Doktor der Theologie, wurde dann Kaplan in St. Marein bei Cilli und bald als Spiritual an das Gurker Priesterseminar nach Klagenfurt berufen, wo er auch slowenische Theologen wegen seiner Sprachkenntnisse in ihrer Muttersprache unterrichten konnte. [[1844]] wurde er Konsistorialrat der Diözese Lavant und Mitglied des dortigen Domkapitels. [[1851]] wurde er Mitglied des [[Domkapitel|Salzburger Domkapitels]] und Direktor des [[Priesterseminar der Erzdiözese Salzburg|Salzburger Priesterseminars]]. | + | Valentin Wiery wurde als Sohn eines Maurermeisters geboren und besucht in Klagenfurt die Schule. Anschließend trat er in das Klagenfurter Priesterseminar ein und erlernte die slowenische Sprache. Am [[24. August]] [[1835]] wurde er durch den [[Bischof von Lavant|Lavanter]] Bischof [[Ignaz Franz Zimmermann]] zum Priester geweiht. Die folgenden drei Jahre verbrachte er in Wien. [[1838]] promovierte er zum Doktor der Theologie, wurde dann Kaplan in St. Marein bei Cilli und bald als Spiritual an das Gurker Priesterseminar nach Klagenfurt berufen, wo er auch slowenische Theologen wegen seiner Sprachkenntnisse in ihrer Muttersprache unterrichten konnte. [[1844]] wurde er Konsistorialrat der [[Diözese Lavant]] und Mitglied des dortigen Domkapitels. [[1851]] wurde er Mitglied des [[Domkapitel|Salzburger Domkapitels]] und Direktor des [[Priesterseminar der Erzdiözese Salzburg|Salzburger Priesterseminars]]. |
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| | + | Am [[30. Oktober]] [[1858]]<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18801230&query=%22Valentin+Wiery%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe 30. Dezember 1880, Seite 5</ref> wurde er zum Bischof von Gurk ernannt, seine Konfirmation erfolgte am [[20. November]] [[1858]], am [[8. Dezember]] [[1858]] wurde er im Klagenfurter Dom inthronisiert. Im ersten Jahr seiner Regentschaft wurde am [[1. Juni]] [[1859]] die Diözese Lavant mit Gurk vereinigt, somit deckten sich ab diesem Zeitpunkt die Diözesan- und Landesgrenzen. |
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| − | [[1858]] wurde er zum Bischof von Gurk ernannt, seine Konfirmation erfolgte am [[20. November]] [[1858]], am [[8. Dezember]] [[1858]] wurde er im Klagenfurter Dom inthronisiert. Im ersten Jahr seiner Regentschaft wurde am [[1. Juni]] [[1859]] die [[Diözese Lavant]] mit Gurk vereinigt, somit deckten sich ab diesem Zeitpunkt die Diözesan- und Landesgrenzen. | + | [[1869]] nahm Bischof Wiery am 1. Vatikanischen Konzil in Rom teil. Unter Bischof Wiery wurde ein erneutes Verfahren zur Heiligsprechung der <span style="color:green">Hemma von Gurk </span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Hemma von Gurk ]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref> eingeleitet. Mit der neuen Verfassung von [[1861]] wurde der Bischof gleichzeitig Mitglied des Herrenhauses und des Kärntner Landtages. |
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| − | [[1869]] nahm Bischof Wiery am 1. Vatikanischen Konzil in Rom teil. Unter Bischof Wiery wurde ein erneutes Verfahren zur Heiligsprechung der Hemma von Gurk eingeleitet. Mit der neuen Verfassung von [[1861]] wurde der Bischof gleichzeitig Mitglied des Herrenhauses und des Kärntner Landtages.
| + | Er verstarb am 29. Dezember, nachdem am Tag zuvor noch der Segen des Papstes eingelangt war. Auf eigenen Wunsch in der Gruft unter der Franz-Xaver-Kapelle des Klagenfurter Doms beigesetzt, ist er der erste Gurker Bischof, der im Klagenfurter Dom seine letzte Ruhe fand. |
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| − | Er verstarb am 29. Dezember, nachdem am Tag zuvor noch der Segen des Papstes eingelangt war. Auf eigenen Wunsch in der Gruft unter der Franz-Xaver-Kapelle des Klagenfurter Doms beigesetzt, er ist der erste Gurker Bischof, der im Klagenfurter Dom seine letzte Ruhe fand.
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| | ==Quelle== | | ==Quelle== |
| − | {{Wikipedia-de}} | + | * {{Wikipedia-de}} |
| | + | == Fußnoten == |
| | + | <references/> |
| | + | <br /> |
| | {{Zeitfolge | | {{Zeitfolge |
| | |AMT= [[Bischof von Gurk]] | | |AMT= [[Bischof von Gurk]] |
| − | |ZEIT= [[1858]] bis [[1880]] | + | |ZEIT= [[1858]]–[[1880]] |
| | |VORGÄNGER= [[Adalbert Lidmansky]] | | |VORGÄNGER= [[Adalbert Lidmansky]] |
| | |NACHFOLGER=[[Peter Funder]] | | |NACHFOLGER=[[Peter Funder]] |