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, 17:53, 8. Dez. 2018
'''Almfeste''' zählen weitgehend zu verschwundenen Bräuchen.
== Geschichte ==
Der Salzburger Brauchtumsforscher [[Karl Zinnburg]] (* 1924; † 1994) schilderte die harte Arbeit der [[Sennerin]]nen und [[Senn]]en, berichtete aber auch über ihre Freizeitvergnügen. Zitat: "''Über das [[Alm]]<u></u>leben haben die Städter vielfach echt romantische Vorstellungen. Schnulzenfilme und Heimatromane haben dies Auffassung nur bekräftigt. Das echte Almleben sieht anders aus, auch wenn es heißt: Almazeit, lustige Zeit.''"
Die klassischen Almfeste waren natürlich der [[Almauftrieb]] im Frühsommer und der [[Almabtrieb]] im Herbst. Beide Feste werden in der heutigen Zeit gerne als [[fremdenverkehr]]sförderende Veranstaltungen vermarktet. In früheren Zeiten jedoch wurden beim Almauftrieb zahlreiche religiös-rituelle Handlungen vorgenommen, die das Vieh auf der Alm beschützen sollte. Dazu zählten das Füttern mit [[Antlasseier]]n, geweihtem Brot mit Salz und Kräutern oder das Besprengen mit Weihwasser. Mit auf die Alm stieg der Pfarrer, um diese vor Ort noch zu segnen.
Zur Almabtriebszeit Ende August - Anfang Oktober wurde die Tiere festlich geschmückt, wenn kein Vieh auf der Alm zu Schaden gekommen war.
Zu den Almfesten gehörte am [[25. Juli]] das ''Jogassengeah'' (Jakobi-Gasslngehen), das in den Salzburger Gebirgsgegenden gepflegt wurde, besonders im [[Pongau]], [[Lungau]] und [[Pinzgau]]. Am [[Jakobitag]] besuchten die Bauern ihre Almen und wurden von anderen Dorfbewohnern dabei begleitet. Sie wurden dann von den Sennerinnen bewirtet: mit Schwimmmüsel, in Fett schwimmendes Mus; Flecketes, ein flaumiger Brei; dazu gab es Schnaps und Kaffee. Manche brachten Musikinstrumente mit, es gab auch das [[Ranggeln]], bei dem der [[Hagmoar]] ermittelt wurde.
== Quelle ==
* [[Verschwundene Bräuche]], Seite 15
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
[[Kategorie:Kulturgeschichte
[[Kategorie:Fest- und Gedenktag]]
[[Kategorie:Alm]]