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Der Lieferinger Kulturwanderweg führt an 55 Schautafeln vorbei, die im Salzburger Stadtteil [[Liefering]] Auskunft über dessen Geschichte geben. Dieser Stadtteil, der am [[1. Jänner]] [[1939]] als eigenständige [[Gemeinde Liefering]] in die [[Stadt Salzburg]] eingemeindet wurde, hat zahlreiche historische und archäologische Eigenheiten vorzuweisen. Für den Rundwanderweg, der beim [[Gasthof Hartlwirt]] beginnt, sollte man etwa 90 Minuten Gehzeit einrechnen.  
 
Der Lieferinger Kulturwanderweg führt an 55 Schautafeln vorbei, die im Salzburger Stadtteil [[Liefering]] Auskunft über dessen Geschichte geben. Dieser Stadtteil, der am [[1. Jänner]] [[1939]] als eigenständige [[Gemeinde Liefering]] in die [[Stadt Salzburg]] eingemeindet wurde, hat zahlreiche historische und archäologische Eigenheiten vorzuweisen. Für den Rundwanderweg, der beim [[Gasthof Hartlwirt]] beginnt, sollte man etwa 90 Minuten Gehzeit einrechnen.  
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Bei den Vorbereitungsarbeiten zur Herausgabe einer [[Lieferinger Chronik]], die von der [[Peter-Pfenninger-Schenkung Liefering]] herausgegeben wurde, entstand [[1996]]/1997 die Idee zur Errichtung eines Stadtteilmuseums. Als idealer Standort war das zentral gelegene, historische [[Mesnerhaus Liefering|Mesnerhaus]] vorgesehen. Doch dem im Herbst 2000 fertig konzipierten Projekt, das nach umfassender Renovierung des Gebäudes darin Platz finden sollte, wurde im Mai 2001, aufgrund der angespannten Finanzlage der [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]], eine Absage erteilt.  
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Bei den Vorbereitungsarbeiten zur Herausgabe einer Lieferinger Chronik, die von der [[Peter Pfenninger Schenkung Liefering]] herausgegeben wurde, entstand [[1996]]/1997 die Idee zur Errichtung eines Stadtteilmuseums. Als idealer Standort war das zentral gelegene, historische [[Mesnerhaus Liefering|Mesnerhaus]] vorgesehen. Doch dem im Herbst 2000 fertig konzipierten Projekt, das nach umfassender Renovierung des Gebäudes darin Platz finden sollte, wurde im Mai 2001, aufgrund der angespannten Finanzlage der [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]], eine Absage erteilt.  
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Daraufhin begann der „[[Verein Stadtteilmuseum Liefering]]“ mit der Realisierung eines weiteren geplanten Vorhaben eines Kultur-Wanderwegs. Anfangs war an 34 Tafeln gedacht, die der Lieferinger Bevölkerung historische Hintergründe in örtlichen Bezügen nahe bringen sollten. Nach sechs Monaten Arbeit konnten am [[20. Oktober]] [[2001]] die ersten acht Tafeln in festlichem Rahmen und im Beisein der Lieferinger Vereine der Öffentlichkeit präsentiert werden. In den Folgejahren wurden bei Festen an verschiedenen Örtlichkeiten im Stadtteil etappenweise letztlich 555 Tafeln vorgestellt. Beim Abschlussfest am [[1. Oktober]] [[2006]] wurde dann noch das Begleitbuch „Der Lieferinger Kultur-Wanderweg“ präsentiert.
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Daraufhin begann der „Verein Stadtteilmuseum Liefering“ mit der Realisierung eines weiteren geplanten Vorhaben eines Kultur-Wanderwegs. Anfangs war an 34 Tafeln gedacht, die der Lieferinger Bevölkerung historische Hintergründe in örtlichen Bezügen nahe bringen sollten. Nach sechs Monaten Arbeit konnten am [[20. Oktober]] [[2001]] die ersten acht Tafeln in festlichem Rahmen und im Beisein der Lieferinger Vereine der Öffentlichkeit präsentiert werden. In den Folgejahren wurden bei Festen an verschiedenen Örtlichkeiten im Stadtteil etappenweise letztlich 55 Tafeln vorgestellt. Beim Abschlussfest am [[1. Oktober]] [[2006]] wurde dann noch das Begleitbuch „Der Lieferinger Kultur-Wanderweg“ präsentiert.
    
Höhepunkt war dann die Auszeichnung des Vereins mit dem [[Förderpreis der Salzburger Volkskultur|Förderpreis 2007 der Salzburger Volkskultur]].
 
Höhepunkt war dann die Auszeichnung des Vereins mit dem [[Förderpreis der Salzburger Volkskultur|Förderpreis 2007 der Salzburger Volkskultur]].
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Der Kultur-Wanderweg galt im ersten Jahrzehnt seines Bestehen von 1997 bis 2007 als Beitrag zur Stadtteilerneuerung Liefering. Das Projekt wurde auch von der Gemeindeentwicklung des Landes Salzburg und vom [[Salzburger Bildungswerk]] bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Die Finanzierung der Herstellung und Installation der Tafeln, als auch der Druck des Begleitbuches, erfolgte durch Vereinsbeiträge und in überaus dankenswerter Weise durch private Förderer, Firmen und Institutionen sowie durch die Stadt Salzburg und die Gemeinde [[Wals-Siezenheim]]. Besonders hervorzuheben ist, dass alle Textautoren, darunter namhafte Archivare, Historiker und Archäologen, als auch der Gestalter, honorarfrei gearbeitet hatten und desgleichen auch an den Arbeiten zu den Vereinspublikationen.
 
Der Kultur-Wanderweg galt im ersten Jahrzehnt seines Bestehen von 1997 bis 2007 als Beitrag zur Stadtteilerneuerung Liefering. Das Projekt wurde auch von der Gemeindeentwicklung des Landes Salzburg und vom [[Salzburger Bildungswerk]] bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Die Finanzierung der Herstellung und Installation der Tafeln, als auch der Druck des Begleitbuches, erfolgte durch Vereinsbeiträge und in überaus dankenswerter Weise durch private Förderer, Firmen und Institutionen sowie durch die Stadt Salzburg und die Gemeinde [[Wals-Siezenheim]]. Besonders hervorzuheben ist, dass alle Textautoren, darunter namhafte Archivare, Historiker und Archäologen, als auch der Gestalter, honorarfrei gearbeitet hatten und desgleichen auch an den Arbeiten zu den Vereinspublikationen.
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2014 wurde das Bestreben einer Museumsgründung endgültig aufgegeben und der Verein „Stadtteilmuseum Liefering“ auf Verein „Lieferinger Kultur-Wanderweg“ umbenannt (ZVR-Zahl: 524 266 702). Dessen Hauptaufgabe besteht nun darin, diese Einrichtung weiterhin zu erhalten und gegebenenfalls zu aktualisieren.  
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2014 wurde das Bestreben einer Museumsgründung endgültig aufgegeben und der „Verein Stadtteilmuseum Liefering“ auf „Verein Lieferinger Kulturwanderweg“ umbenannt (ZVR-Zahl: 524 266 702). Dessen Hauptaufgabe besteht nun darin, diese Einrichtung weiterhin zu erhalten und gegebenenfalls zu aktualisieren.  
    
== Die Schautafeln des Lieferinger Kulturwanderwegs ==
 
== Die Schautafeln des Lieferinger Kulturwanderwegs ==
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! Nr.!! Bild !! Titel, Thema !! Standort der Tafel!! Kurzbeschreibung  
 
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| 1|| [[file:Peter Pfenninger-Haus, Salzburg.jpg|thumb|180px]]|| Die [[Peter-Pfenninger-Schenkung]] || Am [[Peter-Pfenninger-Haus]], [[Törringstraße]] 2|| Die [[1877]] beurkundete Peter-Pfenninger-Schenkung ist das Vermächtnis des letzten hauptberuflichen Fischers der [[Lieferinger Fischer]]innung, welche im Dienst der [[Salzburger Erzbischöfe]] gestanden war. Zu den Aufgaben des heutigen aus zehn Lieferinger Persönlichkeiten bestehenden Kuratoriums der Schenkung zählt im Besonderen die Betreuung der örtlichen Fischereigewässer wie etwa die an den [[Salzachseen]].
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| 1|| [[file:Peter Pfenninger-Haus, Salzburg.jpg|thumb|180px]]|| Die [[Peter Pfenninger Schenkung Liefering]] || Am [[Peter-Pfenninger-Haus]], [[Törringstraße]] 2|| Die [[1877]] beurkundete Peter Pfenninger Schenkung ist das Vermächtnis des letzten hauptberuflichen Fischers der [[Lieferinger Fischer]]innung, welche im Dienst der [[Salzburger Erzbischöfe]] gestanden war. Zu den Aufgaben des heutigen aus zehn Lieferinger Persönlichkeiten bestehenden Kuratoriums der Schenkung zählt im Besonderen die Betreuung der örtlichen Fischereigewässer wie etwa die an den [[Salzachseen]].
 
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| 2|| [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 02.jpg|thumb|180px]] || Lieferinger [[Stadtpfarrkirche zu den Hll. Petrus und Paulus]] || Im Eingangsbereich der Alten Lieferinger Pfarrkirche, [[Lieferinger Hauptstraße]] 8 || Erstmals [[790]] urkundlich erwähnt, fiel der erste Kirchenbau einer [[Brände Stadt Salzburg|Brandkatastrophe]] um 1100 zum Opfer. Der nachfolgende [[Romanik|romanische]] Bau, der heute in Teilen noch erhalten ist, wurde [[Gotik|spätgotisch]] umgebaut (geweiht [[1561]]). Aus dem späten [[17. Jahrhundert]] stammen der barockisierte Altar und die Turmhaube. Ebenfalls zu dieser Zeit erfolgten Anbauten an der Außenseite der Kirche, die bei Renovierungsarbeiten um 1980 abgebrochen wurden. Vom ehemaligen gotischen Altar erhalten blieben acht kleine Altartafeln von ca. 1465.
 
| 2|| [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 02.jpg|thumb|180px]] || Lieferinger [[Stadtpfarrkirche zu den Hll. Petrus und Paulus]] || Im Eingangsbereich der Alten Lieferinger Pfarrkirche, [[Lieferinger Hauptstraße]] 8 || Erstmals [[790]] urkundlich erwähnt, fiel der erste Kirchenbau einer [[Brände Stadt Salzburg|Brandkatastrophe]] um 1100 zum Opfer. Der nachfolgende [[Romanik|romanische]] Bau, der heute in Teilen noch erhalten ist, wurde [[Gotik|spätgotisch]] umgebaut (geweiht [[1561]]). Aus dem späten [[17. Jahrhundert]] stammen der barockisierte Altar und die Turmhaube. Ebenfalls zu dieser Zeit erfolgten Anbauten an der Außenseite der Kirche, die bei Renovierungsarbeiten um 1980 abgebrochen wurden. Vom ehemaligen gotischen Altar erhalten blieben acht kleine Altartafeln von ca. 1465.
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| 32 ||[[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 32-1.jpg|thumb|180px]] || Der [[Gasthof Hartlwirt|Hartlwirt]] || Am Gebäude des Hartwirts seitlich des Eingangs, Lieferinger Hauptstraße 120 ||Das Wirtshaus ist [[1779]] erstmals urkundlich erwähnt, bestand vermutlich aber schon weitaus länger. Ein späterer Besitzer war ein überaus erfolgreicher Pferdehändler, ein Teil der Stallungen befand sich hier. Das Haus erhielt [[1907]] den ersten Telefonanschluss in Liefering. Nach einer Renovierung 1976 diente der vorherige Kuhstall für zwei Jahrzehnte als Proberaum für die [[Camerata Academica Salzburg]]. Das Gasthaus wird heute auch als Pension geführt.
 
| 32 ||[[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 32-1.jpg|thumb|180px]] || Der [[Gasthof Hartlwirt|Hartlwirt]] || Am Gebäude des Hartwirts seitlich des Eingangs, Lieferinger Hauptstraße 120 ||Das Wirtshaus ist [[1779]] erstmals urkundlich erwähnt, bestand vermutlich aber schon weitaus länger. Ein späterer Besitzer war ein überaus erfolgreicher Pferdehändler, ein Teil der Stallungen befand sich hier. Das Haus erhielt [[1907]] den ersten Telefonanschluss in Liefering. Nach einer Renovierung 1976 diente der vorherige Kuhstall für zwei Jahrzehnte als Proberaum für die [[Camerata Academica Salzburg]]. Das Gasthaus wird heute auch als Pension geführt.
 
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| 33 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 33-3.jpg|thumb|180px]] ||Die Eisenbahn in Liefering || An der Peter-Pfenninger-Straße gegenüber dem Europark nahe der {{Symbol-S-Bahn|S3|#19B24B}} [[Salzburg Taxham Europark (Haltestelle)]] || Der Bau der [[Kaiserin Elisabeth-Bahn]] des Abschnitts der heutigen Bahnstrecke Rosenheim–Salzburg in den [[1850er]]-Jahren bewirkte eine Zerschneidung des Gebiets von Liefering. Der Bahndamm – vorerst jahrelang ohne Wegunterführungen – wirkte wie ein Riegel; gewachsene Verbindungen wurden quasi gekappt. Ursprünglich war im Bereich Lieferings der Salzburger Grenzbahnhof nach Deutschland vorgesehen, militärische Bedenken sprachen jedoch dagegen. Während des Zweiten Weltkriegs existierte ein Empfangsbahnhof für Gäste des nahe gelegenen [[Schloss Kleßheim|Schlosses Kleßheim]], das von den Nationalsozialisten als „Reichsgästehaus“ für hochgestellte Persönlichkeiten diente. 1985 wurde die geplante Erweiterung des [[Container-Terminal Salzburg|Container-Terminals Salzburg]] aufgrund von Bürgerprotesten fallengelassen. Tatsächlichen Nutzen für Liefering brachte die Bahn erst im Zuge der Einrichtung der [[S-Bahn Salzburg]] mit dem Bau der Haltestellen Salzburg Taxham und {{Symbol-S-Bahn|S3|#19B24B}} [[Salzburg Liefering (Haltestelle)]] in den Jahren 2006 und 2013.
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| 33 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 33-3.jpg|thumb|180px]] ||Die Eisenbahn in Liefering || An der Peter-Pfenninger-Straße gegenüber dem Europark nahe der {{Symbol-S-Bahn|S3|#19B24B}} [[Salzburg Taxham Europark (Haltestelle)]] || Der Bau der [[Westbahn|Kaiserin Elisabeth-Bahn]] des Abschnitts der heutigen Bahnstrecke Rosenheim–Salzburg in den [[1850er]]-Jahren bewirkte eine Zerschneidung des Gebiets von Liefering. Der Bahndamm – vorerst jahrelang ohne Wegunterführungen – wirkte wie ein Riegel; gewachsene Verbindungen wurden quasi gekappt. Ursprünglich war im Bereich Lieferings der Salzburger Grenzbahnhof nach Deutschland vorgesehen, militärische Bedenken sprachen jedoch dagegen. Während des Zweiten Weltkriegs existierte ein Empfangsbahnhof für Gäste des nahe gelegenen [[Schloss Kleßheim|Schlosses Kleßheim]], das von den Nationalsozialisten als „Reichsgästehaus“ für hochgestellte Persönlichkeiten diente. 1985 wurde die geplante Erweiterung des [[Container-Terminal Salzburg|Container-Terminals Salzburg]] aufgrund von Bürgerprotesten fallengelassen. Tatsächlichen Nutzen für Liefering brachte die Bahn erst im Zuge der Einrichtung der [[S-Bahn Salzburg]] mit dem Bau der Haltestellen Salzburg Taxham und {{Symbol-S-Bahn|S3|#19B24B}} [[Salzburg Liefering (Haltestelle)]] in den Jahren 2006 und 2013.
 
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| 34 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 34-3.jpg|thumb|180px]] || Die Regulierung der [[Glan]] || [[Linke Glanzeile]], ca. 100 m vor der Mündung des [[Glan-Überwasserkanal]]s in die Salzach ||Bereits gegen Ende des 16. Jahrhunderts dachte man über eine Regulierung der Glan nach, beschlossen wurde eine solche erst nach 1924. Ziel war es, durch Austrocknung des [[Leopoldskroner Moos]]es im Süden der Stadt sowie im Bereich des Unterlaufs durch Eindämmung der Hochwassergefahr die Grundlagen für eine Ausbreitung der Stadtbesiedelung herzustellen. In der ersten Bauphase der Glanregulierung wurde in Liefering an der heutigen Grenze zum Stadtteil [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] von November 1933 bis April 1935 ein Hochwasserentlastungsgerinne, der sogenannte Glankanal, angelegt. Die weiteren Regulierungsmaßnahmen bis 1953 betrafen obere Abschnitte der Glan. Für die Bauarbeiten während des Zweiten Weltkrieges wurden im oberen Bereich auch Insassen des [[Zigeunerlager Maxglan|Zigeunerlagers Maxglan]] zur Zwangsarbeit herangezogen.
 
| 34 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 34-3.jpg|thumb|180px]] || Die Regulierung der [[Glan]] || [[Linke Glanzeile]], ca. 100 m vor der Mündung des [[Glan-Überwasserkanal]]s in die Salzach ||Bereits gegen Ende des 16. Jahrhunderts dachte man über eine Regulierung der Glan nach, beschlossen wurde eine solche erst nach 1924. Ziel war es, durch Austrocknung des [[Leopoldskroner Moos]]es im Süden der Stadt sowie im Bereich des Unterlaufs durch Eindämmung der Hochwassergefahr die Grundlagen für eine Ausbreitung der Stadtbesiedelung herzustellen. In der ersten Bauphase der Glanregulierung wurde in Liefering an der heutigen Grenze zum Stadtteil [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] von November 1933 bis April 1935 ein Hochwasserentlastungsgerinne, der sogenannte Glankanal, angelegt. Die weiteren Regulierungsmaßnahmen bis 1953 betrafen obere Abschnitte der Glan. Für die Bauarbeiten während des Zweiten Weltkrieges wurden im oberen Bereich auch Insassen des [[Zigeunerlager Maxglan|Zigeunerlagers Maxglan]] zur Zwangsarbeit herangezogen.
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| 53 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 53-2.jpg|thumb|180px]] || Ein Schwertgrab aus der [[Bronzezeit]] || Vor der S-Bahn-Station Salzburg-Liefering am Ende der Törringstraße || Im Zuge von Bauarbeiten zur Errichtung der Salzburger S-Bahn kam 2011 an dieser Stelle ein Grab aus der Zeit der [[Urnenfelderkultur]] zutage. Besonders bedeutsam unter den Fundstücken erscheint ein reich verziertes Bronzeschwert. Eine derartige Fundstelle, die auf das 12. Jahrhundert v. Chr. datiert wird, ist im Land Salzburg einmalig. Weitere Bilder zu den Funden befinden sich auf dem Bahnsteig der S-Bahn-Haltestelle.
 
| 53 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 53-2.jpg|thumb|180px]] || Ein Schwertgrab aus der [[Bronzezeit]] || Vor der S-Bahn-Station Salzburg-Liefering am Ende der Törringstraße || Im Zuge von Bauarbeiten zur Errichtung der Salzburger S-Bahn kam 2011 an dieser Stelle ein Grab aus der Zeit der [[Urnenfelderkultur]] zutage. Besonders bedeutsam unter den Fundstücken erscheint ein reich verziertes Bronzeschwert. Eine derartige Fundstelle, die auf das 12. Jahrhundert v. Chr. datiert wird, ist im Land Salzburg einmalig. Weitere Bilder zu den Funden befinden sich auf dem Bahnsteig der S-Bahn-Haltestelle.
 
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| 54 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 54-1.jpg|thumb|180px]] || Der [[Pfenningerbach]] || Im Freizeitpark „Am [[Glanspitz]]“, an der [[Rechte Glanzeile|Rechten Glanzeile]], nächst der Brücke über den Bach || Begleitend zum Bau des Salzach-Kraftwerkes Lehen wurde im neu gebildeten Naherholungsgebiet „Am [[Glanspitz]]“ ein naturnah verlaufender Bach angelegt. Dieser ermöglicht 20 Fischarten die ungehinderte Wanderung in der Salzach und stellt einen bedeutenden Beitrag zur Erhaltung des Artenreichtums dar. Es war daher naheliegend, diesen, den Fischen gewidmeten Wasserlauf, nach dem letzten Lieferinger Fischmeister [[Peter Pfenninger]] (1824–82) zu benennen. Siehe [[Peter-Pfenninger-Schenkung Liefering]]
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| 54 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 54-1.jpg|thumb|180px]] || Der [[Pfenningerbach]] || Im Freizeitpark „Am [[Glanspitz]]“, an der [[Rechte Glanzeile|Rechten Glanzeile]], nächst der Brücke über den Bach || Begleitend zum Bau des Salzach-Kraftwerkes Lehen wurde im neu gebildeten Naherholungsgebiet „Am [[Glanspitz]]“ ein naturnah verlaufender Bach angelegt. Dieser ermöglicht 20 Fischarten die ungehinderte Wanderung in der Salzach und stellt einen bedeutenden Beitrag zur Erhaltung des Artenreichtums dar. Es war daher naheliegend, diesen, den Fischen gewidmeten Wasserlauf, nach dem letzten Lieferinger Fischmeister [[Peter Pfenninger]] (1824–82) zu benennen. Siehe [[Peter Pfenninger Schenkung Liefering]]
 
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| 55 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 55-1.jpg|thumb|180px]] || Der Platz auf dem einst Traber siegten || Von der Rechten Saalachzeile, linksseitig an der Zufahrt zur [[Red Bull Akademie]] || Die 1890 begründete Salzburger Trabersportära fand, über [[Froschheim]] (nächst der [[Lehener Brücke]]) und die [[Trabrennbahn|Rennbahn]] in [[Aigen]], 1965 ihren Neubeginn in der Lieferinger Herrenau. Zu Ehren des Mitbegründers, des langjährigen Präsidenten und Mentors, wurde sie „KR-[[Hermann Waldbaur|Hermann-Waldbaur]]-Rennbahn“ genannt. Dessen gute Verbindungen zu deutschen Rennvereinigungen und Stallbesitzern führte zu vollen Startfeldern. Doch mit dem letzten Rennen am [[12. Mai]] [[2008]] erlischt diese Tradition und mit dem Bau einer Red Bull Akademie auf diesem Areal, hat König Fußball das Zepter übernommen.
 
| 55 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 55-1.jpg|thumb|180px]] || Der Platz auf dem einst Traber siegten || Von der Rechten Saalachzeile, linksseitig an der Zufahrt zur [[Red Bull Akademie]] || Die 1890 begründete Salzburger Trabersportära fand, über [[Froschheim]] (nächst der [[Lehener Brücke]]) und die [[Trabrennbahn|Rennbahn]] in [[Aigen]], 1965 ihren Neubeginn in der Lieferinger Herrenau. Zu Ehren des Mitbegründers, des langjährigen Präsidenten und Mentors, wurde sie „KR-[[Hermann Waldbaur|Hermann-Waldbaur]]-Rennbahn“ genannt. Dessen gute Verbindungen zu deutschen Rennvereinigungen und Stallbesitzern führte zu vollen Startfeldern. Doch mit dem letzten Rennen am [[12. Mai]] [[2008]] erlischt diese Tradition und mit dem Bau einer Red Bull Akademie auf diesem Areal, hat König Fußball das Zepter übernommen.

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