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==Das Museum==
 
==Das Museum==
Das landschaftlich schön gelegene Museumsareal besitzt eine Größe von 50 ha, liegt im [[Landschaftsschutzgebiet Untersberg]]  und wird von der Gebirgskulisse des Untersbergs überragt. Das Museum wird vom [[Amt der Salzburger Landesregierung]] als sogenannte „betriebsähnliche Einrichtung“ geführt. Museumsdirektor ist seit [[1. Februar]] [[2017]] [[Michael Weese]]. Seit der Eröffnung der [[Museumsbahn Salzburger Freilichtmuseum|Museumsbahn]] im Jahr 2010 wird das Museum jedes Jahr von über 100 000 Menschen besucht.
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Das landschaftlich schön gelegene Museumsareal besitzt eine Größe von 50 ha, liegt im [[Landschaftsschutzgebiet Untersberg]]  und wird von der Gebirgskulisse des Untersbergs überragt.  
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Das Museum wird vom [[Amt der Salzburger Landesregierung]] als sogenannte „betriebsähnliche Einrichtung“ geführt. Museumsdirektor ist seit [[1. Februar]] [[2017]] [[Michael Weese]]. Seit der Eröffnung der [[Museumsbahn Salzburger Freilichtmuseum|Museumsbahn]] im Jahr 2010 wird das Museum jedes Jahr von über 100 000 Menschen besucht.
 
   
 
   
 
Das Museum hat den Auftrag, originale, ländliche Bauten aus dem [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]] zu sammeln, wieder aufzubauen, einzurichten und damit das ländliche Bauen, Wohnen und Wirtschaften vom 16. bis zum 20. Jahrhundert zu dokumentieren. Siedlungsgeographische, hauskundliche, sozialgeschichtliche und agrarhistorische Überlegungen geben den Ausschlag dafür, welche Gebäude in das Freilichtmuseum übertragen werden, um einen repräsentativen Querschnitt durch alle ländlich-bäuerlichen Hausformen und sozialen Schichten zu erhalten.
 
Das Museum hat den Auftrag, originale, ländliche Bauten aus dem [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]] zu sammeln, wieder aufzubauen, einzurichten und damit das ländliche Bauen, Wohnen und Wirtschaften vom 16. bis zum 20. Jahrhundert zu dokumentieren. Siedlungsgeographische, hauskundliche, sozialgeschichtliche und agrarhistorische Überlegungen geben den Ausschlag dafür, welche Gebäude in das Freilichtmuseum übertragen werden, um einen repräsentativen Querschnitt durch alle ländlich-bäuerlichen Hausformen und sozialen Schichten zu erhalten.
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==Geschichte des Museums==
 
==Geschichte des Museums==
Erste Bestrebungen für ein Salzburger Freilichtmuseum lassen sich bis in das Jahr 1924 zurückverfolgen. [[Julius Leisching]], der damalige Leiter des "Salzburger Museums Carolino Augusteum“ (SMCA, heute [[Salzburg Museum]]) brachte [[1924]] die Errichtung eines Freilichtmuseums im [[Schlosspark Hellbrunn]] ins Gespräch. Doch erst einige Jahrzehnte später begann der Hausforscher [[Kurt Conrad]], seit 1972 Kustos für Volkskunde im SMCA, mit der konkreten Planung für ein Freilichtmuseum. Nach der Pachtung eines geeigneten Grundstückes durch Stadt und Land Salzburg konnte mit der Errichtung des Freilichtmuseums begonnen werden. Der Grundeigentümer, [[Friedrich Mayr-Melnhof]], verpachtete am [[21. Dezember]] [[1978]] ein geeignetes Grundstück in [[Großgmain]] für 99 Jahre an Stadt und Land Salzburg zu einer symbolischen Jahrespacht von einem [[Schilling]] (= EUR 0,073). Der Aufbau begann 1979.
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Erste Bestrebungen für ein Salzburger Freilichtmuseum lassen sich bis in das Jahr 1924 zurückverfolgen. [[Julius Leisching]], der damalige Leiter des "Salzburger Museums Carolino-Augusteum“ (SMCA, heute [[Salzburg Museum]]) brachte [[1924]] die Errichtung eines Freilichtmuseums im [[Schlosspark Hellbrunn]] ins Gespräch. Doch erst einige Jahrzehnte später begann der Hausforscher [[Kurt Conrad]], seit 1972 Kustos für Volkskunde im SMCA, mit der konkreten Planung für ein Freilichtmuseum. Nach der Pachtung eines geeigneten Grundstückes durch Stadt und Land Salzburg konnte mit der Errichtung des Freilichtmuseums begonnen werden. Der Grundeigentümer, [[Friedrich Mayr-Melnhof]], verpachtete am [[21. Dezember]] [[1978]] ein geeignetes Grundstück in [[Großgmain]] für 99 Jahre an Stadt und Land Salzburg zu einer symbolischen Jahrespacht von einem [[Schilling]] (= EUR 0,073). Der Aufbau begann 1979.
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Am [[29. September]] [[1984]] konnte das Salzburger Freilichtmuseum mit damals 22 Objekten im Beisein von Bundespräsident Rudolf Kirschschläger eröffnet werden. Erster Museumsleiter war Kurt Conrad.
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Am [[29. September]] [[1984]] konnte das Salzburger Freilichtmuseum mit damals 22 Objekten im Beisein von [[Bundespräsident]] Rudolf Kirchschläger eröffnet werden. Erster Museumsleiter war Kurt Conrad.
    
1986 wurde das Freilichtmuseum aus dem SMCA ausgegliedert und im alleinigen Eigentum des Landes Salzburg als selbständiges Landesmuseum installiert.
 
1986 wurde das Freilichtmuseum aus dem SMCA ausgegliedert und im alleinigen Eigentum des Landes Salzburg als selbständiges Landesmuseum installiert.
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1988 übernahm der Salzburger Volkskundler [[Michael Becker]] die Museumsleitung. Er gestaltete das Museum zu einem lebendigen Ort der Begegnung um: Volkskulturelle Veranstaltungen, traditionelle Handwerksvorführungen und Thementage ziehen viele Besucher an und tragen wesentlich zum hohen Bekanntheitsgrad des Salzburger Freilichtmuseums bei. Im August 2009 konnte der zweimillionste Besucher begrüßt werden. Neuer Direktor ist seit 1. Februar 2017 Michael Weese, der bis dahin als wissenschaftlicher Leiter des burgenländischen Landesmuseums tätig war.
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1988 übernahm der Salzburger Volkskundler [[Michael Becker]] die Museumsleitung. Er gestaltete das Museum zu einem lebendigen Ort der Begegnung um: Volkskulturelle Veranstaltungen, traditionelle Handwerksvorführungen und Thementage ziehen viele Besucher an und tragen wesentlich zum hohen Bekanntheitsgrad des Salzburger Freilichtmuseums bei. Im August 2009 konnte der zweimillionste Besucher begrüßt werden. Neuer Direktor ist seit 1. Februar 2017 Michael Weese, der bis dahin als wissenschaftlicher Leiter des burgenländischen Landesmuseums tätig gewesen war.
    
=== Rückblick 2018 ===
 
=== Rückblick 2018 ===
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===Mittermühlsäge===
 
===Mittermühlsäge===
Die Mittermühlsäge stammt aus dem Jahre [[1791]]. Sie wurde [[1982]] abgetragen und noch im selben Jahr wurde mit dem Wiederaufbau im Freilichtmuseum begonnen. Sie stammt aus der Gemeinde Jeging im südlichen [[Innviertel]] und ist ein Beispiel jener Bauernsägen, wie sie vielfach noch bis zum [[Zweiter Weltkrieg|zweiten Weltkrieg]] auch im Land Salzburg in Betrieb waren. Der Wasserantrieb erfolgte ursprünglich durch ein unterschlächtiges Wasserrad, das nach dem Wiederaufbau durch ein oberschlächtiges ersetzt wurde. Um die Säge auch in ihrer Funktion zeigen zu können, wurde sie am Dachsbichlbach der [[Pinzgau]]er Hauslandschaft errichtet. Trotzdem diese Säge eigentlich aus [[Oberösterreich]] stammt, gab es diesen Typus natürlich auch im Pinzgau.
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Die Mittermühlsäge stammt aus dem Jahre [[1791]]. Sie wurde [[1982]] abgetragen und noch im selben Jahr wurde mit dem Wiederaufbau im Freilichtmuseum begonnen. Sie stammt aus der Gemeinde Jeging im südlichen [[Innviertel]] und ist ein Beispiel jener Bauernsägen, wie sie vielfach noch bis zum [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] auch im Land Salzburg in Betrieb waren. Der Wasserantrieb erfolgte ursprünglich durch ein unterschlächtiges Wasserrad, das nach dem Wiederaufbau durch ein oberschlächtiges ersetzt wurde. Um die Säge auch in ihrer Funktion zeigen zu können, wurde sie am Dachsbichlbach der [[Pinzgau]]er Hauslandschaft errichtet. Trotzdem diese Säge eigentlich aus [[Oberösterreich]] stammt, gab es diesen Typus natürlich auch im Pinzgau.
    
===Gendarmerieposten===
 
===Gendarmerieposten===
 
Der historische Gendarmerieposten stammt aus den Jahren zwischen [[1900]] und [[1920]]. Er wurde im Bauernpeterhaus aus [[Nußdorf am Haunsberg]]-[[Waidach (Nußdorf am Haunsberg)|Waidach]] in Zusammenarbeit mit dem [[Landesgendarmeriekommando Salzburg]] eingerichtet. Ein Teil der Exponate sind Leihgaben des [[Museumsverein Werfen|Museumsvereins]] [[Werfen]]. Der Gendarmerieposten zeigt ein getreues Bild von den ärmlichen Lebens- und Arbeitsumständen der Gendarmen.
 
Der historische Gendarmerieposten stammt aus den Jahren zwischen [[1900]] und [[1920]]. Er wurde im Bauernpeterhaus aus [[Nußdorf am Haunsberg]]-[[Waidach (Nußdorf am Haunsberg)|Waidach]] in Zusammenarbeit mit dem [[Landesgendarmeriekommando Salzburg]] eingerichtet. Ein Teil der Exponate sind Leihgaben des [[Museumsverein Werfen|Museumsvereins]] [[Werfen]]. Der Gendarmerieposten zeigt ein getreues Bild von den ärmlichen Lebens- und Arbeitsumständen der Gendarmen.
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Am [[8. Juni]] [[1849]] schuf Kaiser [[Franz Joseph I.]] eine [[Gendarmerie]] als Sicherheitseinrichtung für das damals zweitgrößte Land Europas. Es war ein aus vielen kleinen Gendarmeriedienststellen bestehendes System. Gelegentlich mietete sich die Gendarmerie auch in der Kammer eines Bauernhauses ein. Um 1900 war die Schreibweise noch "Gensdarmerie", aus dem französischen "bewaffnete Menschen".
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Am [[8. Juni]] [[1849]] schuf Kaiser [[Franz Joseph I.]] eine [[Gendarmerie]] als Sicherheitseinrichtung für das damals zweitgrößte Land Europas. Es war ein aus vielen kleinen Gendarmeriedienststellen bestehendes System. Gelegentlich mietete sich die Gendarmerie auch in der Kammer eines Bauernhauses ein. Um 1900 war die Schreibweise noch "Gensdarmerie", aus dem französischen "bewaffnete Leute".
    
=== Mauthäusl Großglockner Hochalpenstraße ===
 
=== Mauthäusl Großglockner Hochalpenstraße ===

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