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| | == Herkunft, Adelsverleihung und Wappen des Hauses Hagenauer == | | == Herkunft, Adelsverleihung und Wappen des Hauses Hagenauer == |
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| − | Nachfahren des ursprünglich aus dem Raum Freising stammenden und ehemals in Bayern, [[Oberösterreich|Ober-]] und Niederösterreich weit verzweigten Geschlechts der (Herren von Hagenau) Hagenauer siedelten sich im [[15. Jahrhundert]] im [[Pflegegericht|Pflegschaftsgericht]] Teisendorf - [[Tittmoning]], im Raum [[Salzburg]] bzw. Oberbayern, damals ein Teil des [[Erzdiözese Salzburg|Erzbistums Salzburg]], an. Ab dem [[16. Jahrhundert]] sind die Hagenauer in [[Ainring]] ansässig, im [[17. Jahrhundert]] scheinen sie als Salzburger Bürger auf. Ab Mitte des [[18. Jahrhundert]]s finden wir sie auch in Triest (Friaul, Italien), Linz und Wien, wobei die Verbindung zu Salzburg immer aufrecht erhalten wurde. Sämtliche Zweige der Hagenauer, bis auf den Wiener Zweig, starben in männlicher Linie im [[20. Jahrhundert]] aus. | + | Nachfahren des ursprünglich aus dem Raum Freising stammenden und ehemals in Bayern, [[Oberösterreich|Ober-]] und Niederösterreich weit verzweigten Geschlechts der Herren von Hagenau siedelten sich im [[15. Jahrhundert]] im [[Pflegegericht|Pflegschaftsgericht]] Teisendorf - [[Tittmoning]], im Raum [[Salzburg]] bzw. Oberbayern, damals ein Teil des [[Erzdiözese Salzburg|Erzbistums Salzburg]], an. Ab dem [[16. Jahrhundert]] sind die Hagenauer in [[Ainring]] ansässig, im [[17. Jahrhundert]] scheinen sie als Salzburger Bürger auf. Ab Mitte des [[18. Jahrhundert]]s finden wir sie auch in Triest (Friaul, Italien), Linz und Wien, wobei die Verbindung zu Salzburg immer aufrecht erhalten wurde. Sämtliche Zweige der Hagenauer, bis auf den Wiener Zweig, starben in männlicher Linie im [[20. Jahrhundert]] aus. |
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| − | Ein Sprössling der Sippe der Hagenauer ließ sich Anfangs des 16. Jahrhunderts bei Ainring nieder. Der Stifter dieses nun vorerst dort angesiedelten Geschlechts ist [[Georg Hagenauer I.|Georg Hagenauer de Hagenau]], Müller bei [[Hammerau]]. Als genaueren Stammort der Hagenauers kann man den Weiler [[Hagenau]] (erste schriftliche Erwähnung 1530) bei [[Ainring]] (damals Salzburg heute [[Oberbayern]]) bestimmen, dem das Geschlecht den Namen gab. Die Hagenauers teilten sich im 17. Jahrhundert in drei Linien. | + | Ein Sprössling der beinahe ausgestorbenen Sippe der Hagenauer ließ sich Anfangs des 16. Jahrhunderts bei Ainring nieder. Der Stifter dieses nun vorerst dort angesiedelten Geschlechts ist [[Georg Hagenauer I.|Georg Hagenauer de Hagenau]], Müller bei [[Hammerau]]. Als genaueren Stammort der Hagenauer kann man den Weiler [[Hagenau]] (erste schriftliche Erwähnung 1530) bei [[Ainring]] (damals Salzburg heute [[Oberbayern]]) bestimmen, dem das Geschlecht den Namen gab. Die Hagenauers teilten sich im 17. Jahrhundert in drei Linien. |
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| − | - Als Herren von Hagenau (erste Erwähnung 993) führten die Hagenauer einen Hagenstrauch(-baum) auf einem Hügel im Wappen. Geschlossener Turnierhelm mit zwei Büffelhörnern. Später waren auch Pfaufedern an den Büffelhörnern (F.K. Wißgrill, Schaupl. d. landesansässigen NÖ Adels vom Herren- und Ritterstand, Bd IV, 1794) | + | - Als Herren von Hagenau (erste schriftliche Erwähnung im Jahre 993) führten die Hagenauer einen Hagenstrauch(-baum) auf einem Hügel im Wappen. Geschlossener Turnierhelm mit zwei Büffelhörnern. Später waren auch Pfaufedern an den Büffelhörnern (F.K. Wißgrill, Schaupl. d. landesansässigen NÖ Adels vom Herren- und Ritterstand, Bd IV, 1794) |
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| | - Am [[31. Oktober]] [[1433]] verlieh Kaiser Sigmund III. dem Johann Hagenauer (Hagnower) ein erweitertes Wappen: Ein Hagenstrauch auf einem Dreiberg, geschlossener Turnierhelm mit zwei Adlerflügeln. (Basel, Sigmund (Regesta Imperii XI 2) - 9733) | | - Am [[31. Oktober]] [[1433]] verlieh Kaiser Sigmund III. dem Johann Hagenauer (Hagnower) ein erweitertes Wappen: Ein Hagenstrauch auf einem Dreiberg, geschlossener Turnierhelm mit zwei Adlerflügeln. (Basel, Sigmund (Regesta Imperii XI 2) - 9733) |