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==Geologie==
 
==Geologie==
Der Mönchsberg besteht aus [[Konglomerat]] (Nagelfluh). Er ist ein Deltaschotter, der sich im Schutze des älteren harten Kalksteinriegels des [[Festungsberg]]s erhalten hat. Als Plateauberg stellt er mit seinem kleinräumigen Wechsel von Wald und Wiesen und seinen vielen Aussichtsplätzen einen Naherholungsraum und Touristenziel dar.
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Er setzt sich in erster Linie aus Salzburger [[Konglomerat (Gestein)|Konglomerat]] zusammen. Das Salzburger [[Konglomerat (Gestein)|Konglomerat]], das mit Masse durch Feinkorn- und Mittelkornlagen aufgebaut ist, besteht aus schräg übereinander liegenden Bänken, zwischen denen sich Sandlagen befinden. Meist handelt es sich hierbei um groben Sand, feiner Sand bildet die Ausnahme. Die Lagen sind unterschiedlich stark verkittet, die wenig verfestigten Lagen sind aufgrund der höheren Verwitterungsanfälligkeit leicht als Nischen in den natürlichen Felswänden zu erkennen.
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Bohrungen, die das [[Konglomerat (Gestein)|Konglomerat]] durchstießen, zeigten, dass das Gestein des Mönchsbergs nicht auf hartem Untergrund, sondern auf weicher Grundmoräne bzw. auf Gosauschichten (Sandstein und Mergel) liegt. Im Bereich der vertikalen Felswände bildeten sich hangparallele Entspannungsklüfte, die häufig mit Lehm gefüllt sind. Sie dürften durch die Unterschneidung des Bergs durch die Salzach, während der Steinbrucharbeiten oder durch natürliche Entspannungsvorgänge entstanden sein. Die Brüche bewirken, dass mitunter Wasser in das Gestein eindringt. Dadurch kommt es zu einem Auftrieb; der Reibungswiderstand wird reduziert, was zum Abbruch ganzer Felspartien führen kann. Die Nord-Ost-Flanke des Mönchsbergs besteht zu einem großen Teil aus vertikalen alten Steinbruchwänden. Die natürlichen ebenfalls meist vertikalen Felswände sind unregelmäßiger und haben häufig Erosionskehlen, die durch das Abwittern der wenig verfestigten Lagen entstanden sind. An der Ostseite lassen sich ebenfalls Erosionskehlen entdecken. Die Seite Richtung Mülln und Riedenburg wurde aus Verteidigungsgründen skarpiert (vertikal abgearbeitet).
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Am Mönchsberg herrschten zwei Arten von Massenbewegungen vor: Kleine Steinschläge, die durch oberflächliche Verwitterung ausgelöst wurden und Felsstürze bis zu ca. 100.000 m3.
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Als Plateauberg stellt er mit seinem kleinräumigen Wechsel von Wald und Wiesen und seinen vielen Aussichtsplätzen einen Naherholungsraum und Touristenziel dar.
    
==Namensgebung==
 
==Namensgebung==
Seinen Namen hat er von den Mönchen vom [[Erzstift St. Peter]], deren Kloster sich an den Berg anschmiegt.  
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Der Mönchsberg, der nach den Mönchen des nahe gelegenen [[Stift Sankt Peter|Benediktinerkloster St. Peter]] benannt wurde, zieht sich auf einer Länge von 502 m vom Festungsberg in nördlicher Richtung entlang des linken Salzachufers bis nach Mülln.
    
==Geschichtliches==
 
==Geschichtliches==
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Die Äbte vom [[Erzstift St. Peter]] wohnten zeitweise in der [[Edmundsburg]] oberhalb der [[Felsenreitschule]].
 
Die Äbte vom [[Erzstift St. Peter]] wohnten zeitweise in der [[Edmundsburg]] oberhalb der [[Felsenreitschule]].
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Am [[16. Juli]] [[1669]] kostet ein Bergsturz des Mönchsbergs 500 Menschen das Leben.  
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[[16. Juli]] [[1669]] In den frühen Morgenstunden, wohl zwischen der zweiten und der dritten Stunde, bewegte sich die Erde und eine Felswand des Mönchsbergs stürzte auf die eng an ihn gebauten Gebäude der Gstättengasse. Die meisten Menschen wurden im Schlaf von dem Unglück überrascht – nur wenigen gelang die Flucht. Der Lärm weckte die Nachbarschaft, viele eilten den verzweifelten Opfern zu Hilfe.
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Plötzlich kam es zu einem Nachsturz – es löste sich ein weiterer Teil des Berges. Eine ungefähr 2.000 Zentner schwere Steinlast stürzte auf die Gstättengasse nieder und begrub nun auch die Rettenden.
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Erst im Lauf der nächsten Tage war es möglich, das Ausmaß der Katastrophe vollständig zu erfassen – die Markus-Kirche, das Kirchlein zu „Unserer Lieben Frau am Bergl“ (dieses gibt es heute nicht mehr), das Priesterseminar und an die 13 Häuser der Gstättengasse wurden zerstört. Es gab über 220 Tote zu beklagen.
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Das [[Sigmundstor ]] (im Volksmund auch Neutor genannt) wurde von [[1764]] bis [[1766]] erbaut. Es verbindet die Salzburger [[Altstadt]] mit dem Stadtteil [[Riedenburg]] im Westen.
 
Das [[Sigmundstor ]] (im Volksmund auch Neutor genannt) wurde von [[1764]] bis [[1766]] erbaut. Es verbindet die Salzburger [[Altstadt]] mit dem Stadtteil [[Riedenburg]] im Westen.
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== Literatur und Quellen ==
 
== Literatur und Quellen ==
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* Walter Del-Negro: ''Geologie der österreichischen Bundesländer in kurzgefassten Einzeldarstellungen'', Salzburg/Wien 21970.
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* Wilhelm Donner: ''Beiträge zur Geologie der Stadt Salzburg'' (ungedr. naturw. Diss. Salzburg), Salzburg 1987.
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* Katrin Hauer: ''Der plötzliche Tod. Frühneuzeitliche Bergstürze in den Städten Salzburg und Plurs kulturhistorisch betrachtet'', Wien: LIT-Verlag 2009 (erscheint voraussichtlich im Februar 2009).
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* Katrin Hauer: ''Der Bergsturz des Mönchsbergs in der Stadt Salzburg von 1669. Wahrnehmung, Deutung und Bewältigung'', in: Historische Sozialkunde, Themenheft 2/2008: Naturkatastrophen (Hg. Christian Rohr), Wien 2008, 21-31.
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* Alois Kieslinger: ''Die nutzbaren Gesteine Salzburgs'', Salzburg/Stuttgart 1964.
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* Reinhard Medicus: ''Der Mönchsberg in Natur- und Kulturgeschichte'' in: Der Gardist – Jahresschrift der Bürgergarde der Stadt Salzburg, 23. Jahrgang, 2003
 
* Reinhard Medicus: ''Der Mönchsberg in Natur- und Kulturgeschichte'' in: Der Gardist – Jahresschrift der Bürgergarde der Stadt Salzburg, 23. Jahrgang, 2003
  
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