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Textersetzung - „Bürgerspital“ durch „Bürgerspital St. Blasius‎‎
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Typisch für die städtische Oberschicht war der Besitz eines Guts vor den Stadttoren. Dies legte sich Bayrhammer [[1811]] zu: den ''Steinhauserhof'' in [[Schallmoos]], später [[Bayrhammerhof]] genannt. Seinem umfangreichen Testament konnte später entnommen werden, dass er spätestens Mitte der [[1820er]] Jahre neben seiner ''Spezereyhandelskonzession'' auch als Kreditgeber tätig geworden war. Seine Kundenschicht waren Bauern aus dem [[Flachgau|Flach-]] und [[Tennengau]], denen er gegen die üblichen vier bis fünf Prozent Kreditzinsen Geld verlieh. So fand man nach seinem Tod eine Liste von 166 [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#G|Grundholden]] sowie eine Liste über zahlreiche im Flachgau oder [[Pinzgau]] gelegene  Grundstücke; darunter dürften auch etliche Grundstücke von zahlungsunfähigen Kreditnehmern (Bauern) gewesen sein.
 
Typisch für die städtische Oberschicht war der Besitz eines Guts vor den Stadttoren. Dies legte sich Bayrhammer [[1811]] zu: den ''Steinhauserhof'' in [[Schallmoos]], später [[Bayrhammerhof]] genannt. Seinem umfangreichen Testament konnte später entnommen werden, dass er spätestens Mitte der [[1820er]] Jahre neben seiner ''Spezereyhandelskonzession'' auch als Kreditgeber tätig geworden war. Seine Kundenschicht waren Bauern aus dem [[Flachgau|Flach-]] und [[Tennengau]], denen er gegen die üblichen vier bis fünf Prozent Kreditzinsen Geld verlieh. So fand man nach seinem Tod eine Liste von 166 [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#G|Grundholden]] sowie eine Liste über zahlreiche im Flachgau oder [[Pinzgau]] gelegene  Grundstücke; darunter dürften auch etliche Grundstücke von zahlungsunfähigen Kreditnehmern (Bauern) gewesen sein.
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Es beginnt ein wenig bekannter Abschnitt seines Lebens, der erst wieder durch sein im 75. Lebensjahr im Februar des Jahres [[1844]] verfasste [[Testament Bayrhammer]] erhellt wird. Insgesamt geht es darin um 111.800 Gulden, die er in die [[Bayrhammersche Stiftung]] einbringt und die für das [[Bürgerspital]] und das [[Bruderhaus]] bestimmt waren.  
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Es beginnt ein wenig bekannter Abschnitt seines Lebens, der erst wieder durch sein im 75. Lebensjahr im Februar des Jahres [[1844]] verfasste [[Testament Bayrhammer]] erhellt wird. Insgesamt geht es darin um 111.800 Gulden, die er in die [[Bayrhammersche Stiftung]] einbringt und die für das [[Bürgerspital St. Blasius‎‎]] und das [[Bruderhaus]] bestimmt waren.  
    
Neben großen Ehrungen durch die Stadt Salzburg erhielt Bayrhammer für seine großzügige Spende noch zu Lebzeiten am [[15. März]] [[1845]], in seinem Todesjahr, von Kaiser Ferdinand I. die ''Goldene Zivil-Ehrenmedaille mit Kette'' verliehen<ref>ursprünglich hatte Kaiser Ferdinand I. diese Medaille für ''verdiente Individuen ohne Unterschied des Geschlechts, deren Stand oder Verdienste nicht zur Ertheilung eines Ordens geeignet sind'' eingeführt. Drei verschiedene Größen konnten verliehen werden. Quelle ''Salzburg Archiv'' Band 20.</ref>. Anlässlich der Verleihung trafen im festlich geschmückten Saal des [[Salzburger Rathaus]]es um 11 Uhr Kardinal Fürsterzbischof [[Friedrich VI. Fürst Schwarzenberg]] und der [[Landeshauptmann|Kreishauptmann]] [[Carl Graf Chorinsky]] ein. Empfangen wurden alle Ehrengäste von [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Alois Lergetporer]]. Bayrhammer nutzte die Feier zu einer weiteren Spendenzusage von 4.500 Gulden für Salzburger Schulen.
 
Neben großen Ehrungen durch die Stadt Salzburg erhielt Bayrhammer für seine großzügige Spende noch zu Lebzeiten am [[15. März]] [[1845]], in seinem Todesjahr, von Kaiser Ferdinand I. die ''Goldene Zivil-Ehrenmedaille mit Kette'' verliehen<ref>ursprünglich hatte Kaiser Ferdinand I. diese Medaille für ''verdiente Individuen ohne Unterschied des Geschlechts, deren Stand oder Verdienste nicht zur Ertheilung eines Ordens geeignet sind'' eingeführt. Drei verschiedene Größen konnten verliehen werden. Quelle ''Salzburg Archiv'' Band 20.</ref>. Anlässlich der Verleihung trafen im festlich geschmückten Saal des [[Salzburger Rathaus]]es um 11 Uhr Kardinal Fürsterzbischof [[Friedrich VI. Fürst Schwarzenberg]] und der [[Landeshauptmann|Kreishauptmann]] [[Carl Graf Chorinsky]] ein. Empfangen wurden alle Ehrengäste von [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Alois Lergetporer]]. Bayrhammer nutzte die Feier zu einer weiteren Spendenzusage von 4.500 Gulden für Salzburger Schulen.

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