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| | Gegen Ende 1804 oder Anfang [[1805]] erwarb er dann ein Haus in der Linzer Gasse, damals Nr. 418, heute 28. Dieses bewohnte er dann bis zu seinem Tod. | | Gegen Ende 1804 oder Anfang [[1805]] erwarb er dann ein Haus in der Linzer Gasse, damals Nr. 418, heute 28. Dieses bewohnte er dann bis zu seinem Tod. |
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| − | Er ging auch eine kinderlos gebliebene Ehe ein, am [[9. Juni]] [[1806]] heiratete er als 37-Jähriger die um 10 Jahre jüngere ''Emerenz des Johannes Pfansagler Fuhrmann von der Haupthandlung und der Maria Karlinn eheliche Tochter''<ref>Quelle ''Salzburg Archiv'' Band 20, dortiger Hinweis auf Quelle Traubuch von der [[Stadtpfarrkirche St. Andrä]], Seite 269.</ref>, die bereits [[1824]] starb. | + | Er ging auch eine kinderlos gebliebene Ehe ein, am [[9. Juni]] [[1806]] heiratete er als 37-Jähriger die um 10 Jahre jüngere ''Emerenz des Johannes Pfansagler Fuhrmann von der Haupthandlung und der Maria Karlinn eheliche Tochter''<ref>Quelle ''Salzburg Archiv'' Band 20, dortiger Hinweis auf Quelle Traubuch von der [[Stadtpfarrkirche St. Andrä]], Seite 269</ref>, die bereits [[1824]] starb. |
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| | Typisch für die städtische Oberschicht war der Besitz eines Guts vor den Stadttoren. Dies legte sich Bayrhammer [[1811]] zu: den ''Steinhauserhof'' in [[Schallmoos]], später [[Bayrhammerhof]] genannt. Seinem umfangreichen Testament konnte später entnommen werden, dass er spätestens Mitte der [[1820er]] Jahre neben seiner ''Spezereyhandelskonzession'' auch als Kreditgeber tätig geworden war. Seine Kundenschicht waren Bauern aus dem [[Flachgau|Flach-]] und [[Tennengau]], denen er gegen die üblichen vier bis fünf Prozent Kreditzinsen Geld verlieh. So fand man nach seinem Tod eine Liste von 166 [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#G|Grundholden]] sowie eine Liste über zahlreiche im Flachgau oder [[Pinzgau]] gelegene Grundstücke; darunter dürften auch etliche Grundstücke von zahlungsunfähigen Kreditnehmern (Bauern) gewesen sein. | | Typisch für die städtische Oberschicht war der Besitz eines Guts vor den Stadttoren. Dies legte sich Bayrhammer [[1811]] zu: den ''Steinhauserhof'' in [[Schallmoos]], später [[Bayrhammerhof]] genannt. Seinem umfangreichen Testament konnte später entnommen werden, dass er spätestens Mitte der [[1820er]] Jahre neben seiner ''Spezereyhandelskonzession'' auch als Kreditgeber tätig geworden war. Seine Kundenschicht waren Bauern aus dem [[Flachgau|Flach-]] und [[Tennengau]], denen er gegen die üblichen vier bis fünf Prozent Kreditzinsen Geld verlieh. So fand man nach seinem Tod eine Liste von 166 [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#G|Grundholden]] sowie eine Liste über zahlreiche im Flachgau oder [[Pinzgau]] gelegene Grundstücke; darunter dürften auch etliche Grundstücke von zahlungsunfähigen Kreditnehmern (Bauern) gewesen sein. |
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| − | Es beginnt ein wenig bekannter Abschnitt seines Lebens, der erst wieder durch sein im 75. Lebensjahr im Februar des Jahres [[1844]] verfasste [[Testament Bayrhammer]] erhellt wird. Insgesamt geht es darin um 111.800 Gulden, die er in die [[Bayrhammersche Stiftung]] einbringt und die für das [[Bürgerspital St. Blasius]] und das [[Bruderhaus]] bestimmt waren. | + | Es beginnt ein wenig bekannter Abschnitt seines Lebens, der erst wieder durch sein im 75. Lebensjahr im Februar des Jahres [[1844]] verfasste [[Testament Bayrhammer]] erhellt wird. Insgesamt geht es darin um 111.800 Gulden, die er in die [[Bayrhammersche Stiftung]] einbringt und die für das [[Bürgerspital St. Blasius]] und das [[Bruderhaus St. Sebastian]] bestimmt waren. |
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| − | Neben großen Ehrungen durch die Stadt Salzburg erhielt Bayrhammer für seine großzügige Spende noch zu Lebzeiten am [[15. März]] [[1845]], in seinem Todesjahr, von Kaiser Ferdinand I. die ''Goldene Zivil-Ehrenmedaille mit Kette'' verliehen<ref>ursprünglich hatte Kaiser Ferdinand I. diese Medaille für ''verdiente Individuen ohne Unterschied des Geschlechts, deren Stand oder Verdienste nicht zur Ertheilung eines Ordens geeignet sind'' eingeführt. Drei verschiedene Größen konnten verliehen werden. Quelle ''Salzburg Archiv'' Band 20.</ref>. Anlässlich der Verleihung trafen im festlich geschmückten Saal des [[Salzburger Rathaus]]es um 11 Uhr Kardinal Fürsterzbischof [[Friedrich VI. Fürst Schwarzenberg]] und der [[Landeshauptmann|Kreishauptmann]] [[Carl Graf Chorinsky]] ein. Empfangen wurden alle Ehrengäste von [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Alois Lergetporer]]. Bayrhammer nutzte die Feier zu einer weiteren Spendenzusage von 4.500 Gulden für Salzburger Schulen.
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| | + | Neben großen Ehrungen durch die Stadt Salzburg erhielt Bayrhammer für seine großzügige Spende noch zu Lebzeiten am [[15. März]] [[1845]], in seinem Todesjahr, von Kaiser Ferdinand I. die ''Goldene Zivil-Ehrenmedaille mit Kette'' verliehen.<ref>ursprünglich hatte Kaiser Ferdinand I. diese Medaille für ''verdiente Individuen ohne Unterschied des Geschlechts, deren Stand oder Verdienste nicht zur Ertheilung eines Ordens geeignet sind'' eingeführt. Drei verschiedene Größen konnten verliehen werden. Quelle ''Salzburg Archiv'' Band 20.</ref> Anlässlich der Verleihung trafen im festlich geschmückten Saal des [[Salzburger Rathaus]]es um 11 Uhr Kardinal Fürsterzbischof [[Friedrich VI. Fürst Schwarzenberg]] und der [[Landeshauptmann|Kreishauptmann]] [[Carl Graf Chorinsky]] ein. Empfangen wurden alle Ehrengäste von [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Alois Lergetporer]]. Bayrhammer nutzte die Feier zu einer weiteren Spendenzusage von 4.500 Gulden für Salzburger Schulen. |
| | [[Datei:15 Bayrhammer.jpg|thumb|Bayrhammer-Grabmal auf dem Sebastiansfriedhof]] | | [[Datei:15 Bayrhammer.jpg|thumb|Bayrhammer-Grabmal auf dem Sebastiansfriedhof]] |
| | Sieben Monate nach diesem Ehrentag starb Bayrhammer am 11. Oktober 1845 an Altersschwäche. Die Beerdigung fand am 13. Oktober auf dem [[Sebastiansfriedhof]] statt. | | Sieben Monate nach diesem Ehrentag starb Bayrhammer am 11. Oktober 1845 an Altersschwäche. Die Beerdigung fand am 13. Oktober auf dem [[Sebastiansfriedhof]] statt. |
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| − | Gemäß den Bestimmungen seines Testaments erfolgte am [[15. Oktober]] nach dem üblichen Traueramt die Verteilung von Geld an Arme. Salzburger Zeitungen schrieben von 6 000 anwesenden Armen, die insgesamt 2.500 Gulden erhielten, eine eher unrealistische Größenordnung<ref>Quelle ''Salzburg Archiv'' Band 20, darin Fußnote 60: ''Beilage zur k.k. priv. Salzburger Zeitung Nr. 214, 29. Oktober 1845''.</ref>. | + | Gemäß den Bestimmungen seines Testaments erfolgte am [[15. Oktober]] nach dem üblichen Traueramt die Verteilung von Geld an Arme. Salzburger Zeitungen schrieben von 6 000 anwesenden Armen, die insgesamt 2.500 Gulden erhielten, eine eher unrealistische Größenordnung.<ref>Quelle ''Salzburg Archiv'' Band 20, darin Fußnote 60: ''Beilage zur k.k. priv. Salzburger Zeitung Nr. 214, 29. Oktober 1845''</ref> |
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| | ==Erlebnisse== | | ==Erlebnisse== |
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| | Nach Mathias Bayrhammer ist die [[Bayerhamerstraße|Bay'''e'''rha''m''erstraße]] in Salzburg-Schallmoos benannt. Auch in [[Hallein]] ist einer der Hauptplätze, der [[Mathias Bayrhamer-Platz (Hallein)|Bay'''r'''ha''m''erplatz]], nach benannt. | | Nach Mathias Bayrhammer ist die [[Bayerhamerstraße|Bay'''e'''rha''m''erstraße]] in Salzburg-Schallmoos benannt. Auch in [[Hallein]] ist einer der Hauptplätze, der [[Mathias Bayrhamer-Platz (Hallein)|Bay'''r'''ha''m''erplatz]], nach benannt. |
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| | * [[Testament Bayrhammer]] | | * [[Testament Bayrhammer]] |
| | * [[Bayrhammersche Stiftung]] | | * [[Bayrhammersche Stiftung]] |
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| | * ''Salzburg Archiv'' Band 20, Schriftenreihe des [[Verein Freunde der Salzburger Geschichte|Vereins Freunde der Salzburger Geschichte]], Beitrag von Mag. Dr. [[Sabine Veits-Falk]], 1995, im Selbstverlag erschienen. | | * ''Salzburg Archiv'' Band 20, Schriftenreihe des [[Verein Freunde der Salzburger Geschichte|Vereins Freunde der Salzburger Geschichte]], Beitrag von Mag. Dr. [[Sabine Veits-Falk]], 1995, im Selbstverlag erschienen. |
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