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| | Den Mittelpunkt des Ziergartens bildet der geometrisch gestaltete große Weiher mit einer rechteckigen, künstlichen Insel darin, auf der sich im [[17. Jahrhundert]] in der Mitte ursprünglich ein Hügel mit [[Erdbeere]]n erhob. Das Manieristische sind die kunstvoll in Kastenform geschnittenen drei Alleen aus Winter[[linde]]n, der Schmuck mit verschiedenen Skulpturen, die Einhörner und Obelisken, sowie auch die früher einmal mit Buchs und Blumen bepflanzten ornamentalen Rasenflächen. Flankiert wird das Wasserparterre von zwei weiteren, symmetrisch angeordneten Wasserbecken (Fischweihern), in denen die Salzburger Fürsterzbischöfe einst [[Äsche]]n, [[Forelle]]n, [[Saibling]]e und [[Karpfen]] hielten. Noch heute werden darin Karpfen gehalten und in einem Becken auch [[Stör]]e. | | Den Mittelpunkt des Ziergartens bildet der geometrisch gestaltete große Weiher mit einer rechteckigen, künstlichen Insel darin, auf der sich im [[17. Jahrhundert]] in der Mitte ursprünglich ein Hügel mit [[Erdbeere]]n erhob. Das Manieristische sind die kunstvoll in Kastenform geschnittenen drei Alleen aus Winter[[linde]]n, der Schmuck mit verschiedenen Skulpturen, die Einhörner und Obelisken, sowie auch die früher einmal mit Buchs und Blumen bepflanzten ornamentalen Rasenflächen. Flankiert wird das Wasserparterre von zwei weiteren, symmetrisch angeordneten Wasserbecken (Fischweihern), in denen die Salzburger Fürsterzbischöfe einst [[Äsche]]n, [[Forelle]]n, [[Saibling]]e und [[Karpfen]] hielten. Noch heute werden darin Karpfen gehalten und in einem Becken auch [[Stör]]e. |
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| − | Um [[1750]] wurde die Anlage und ihr damaliges Aussehen von [[Anton Danreiter]] in einem kolorierten Kupferstich dargestellt<ref>[http://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Historische_Bilder/Garten_des_Schlo%C3%9F_Hellbrunn_(Salzburg) austria-forum.org - Garten von Schloss Hellbrunn nach Osten, Anton Danreiter, 1750]</ref>. | + | Um [[1750]] wurde die Anlage und ihr damaliges Aussehen von [[Anton Danreiter]] in einem kolorierten Kupferstich dargestellt.<ref>[http://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Historische_Bilder/Garten_des_Schlo%C3%9F_Hellbrunn_(Salzburg) austria-forum.org - Garten von Schloss Hellbrunn nach Osten, Anton Danreiter, 1750]</ref> |
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| | === Jagdgarten mit dem historisch jüngeren englischen Landschaftsgarten === | | === Jagdgarten mit dem historisch jüngeren englischen Landschaftsgarten === |
| − | Im Osten des Hellbrunner Parks breiten sich größere Wiesen aus, die früher als Auwiesen zur [[Hellbrunner Au (Landschaftsschutzgebiet)|Hellbrunner Au]] gehörten. Der Jagdgarten war einst für die Jagd auf Rotwild und Niederwild bestimmt. Heute wird der Stadt nahe gelegene nördliche Teil als Liegewiese und als Kinderspielplatz genutzt. Der südlichen Teil mit einer geschützten [[Eichenreihe im Schlosspark Hellbrunn|Eichenreihe]] wird extensiv genutzt. | + | Im Osten des Hellbrunner Parks breiten sich größere Wiesen aus, die früher als Auwiesen zur [[Hellbrunner Au (Landschaftsschutzgebiet)|Hellbrunner Au]] gehörten. Der Jagdgarten war einst für die Jagd auf Rotwild und Niederwild bestimmt. Heute wird der Stadt nahe gelegene nördliche Teil als Liegewiese und als Kinderspielplatz genutzt. Der südlichen Teil mit einer geschützten [[Eichenreihe im Schlosspark Hellbrunn|Eichenreihe]] wird extensiv genutzt. |
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| − | Beginnend bei der Orangerie nach Osten, im Zwickel von Schlosszufahrt und Manieristischen Garten, wurde im Jasgdgaten um 1800 ein Landschaftsgarten im englischen Stil errichtet. Dort stehen exotische Bäume, wie amerikanischer Riesen-Mammutbaum (Sequoia), Zeder, Akazie, Pinie, Blutbuche. Dort wurden entalng von Wegen nach 1850 zahlreiche Roßkastanien gepflantzt. | + | Beginnend bei der [[Orangerie Schloss Hellbrunn|Orangerie]] nach Osten, im Zwickel von Schlosszufahrt und Manieristischen Garten, wurde im Jasgdgaten um 1800 ein Landschaftsgarten im englischen Stil errichtet. Dort stehen exotische Bäume, wie amerikanischer Riesen-Mammutbaum (Sequoia), Zeder, Akazie, Pinie, Blutbuche. Dort wurden entlang von Wegen nach 1850 zahlreiche Roßkastanien gepflanzt. |
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| | === Sakraler Garten === | | === Sakraler Garten === |
| − | Als Gegenpol zum fürstlich-prunkvollen Lustgarten (ganz im Norden des Parkes angelegt), errichtete Fürsterzbischof Markus Sittikus im äußersten Süden des Schlossparks im Geiste des [[Kapuzinerorden]]s des heiligen Franziskus und im Geiste seines Onkels, des heiligen Carlo Borromeo, einen sakralen Wildnis-Garten am [[Anifer Alterbach]] in Gestalt eines Kalvarienberges, in dem auch verschiedene Skulpturen von Einsiedlern (welche die Kalvarienbergkapellen andächtig bewunderten) und eine echte Einsiedelei zu finden waren. Die Wildnis als Gegensatz zum feudal-aufwändigen Lustgarten sollte die naturbelassene göttliche Schöpfung symbolisieren. Auch sollte die Andacht nicht durch weltlichen Prunk gestört werden. Von diesen sakralen Denkmälern sind heute nur wenige Fundamente erhalten. Erhalten blieb aber der sehr naturnah belassene Wildnisgarten um den [[Anifer Alterbach]] als selbständiger Teil des historischen Schlossparks. Dieses Areal gehört heute zum Tierpark. | + | Als Gegenpol zum fürstlich-prunkvollen Lustgarten (ganz im Norden des Parks angelegt), errichtete Fürsterzbischof Markus Sittikus im äußersten Süden des Schlossparks im Geiste des [[Kapuzinerorden]]s des heiligen Franziskus und im Geiste seines Onkels, des heiligen Carlo Borromeo, einen sakralen Wildnis-Garten am [[Anifer Alterbach]] in Gestalt eines Kalvarienberges, in dem auch verschiedene Skulpturen von Einsiedlern (welche die Kalvarienbergkapellen andächtig bewunderten) und eine echte Einsiedelei zu finden waren. Die Wildnis als Gegensatz zum feudal-aufwändigen Lustgarten sollte die naturbelassene göttliche Schöpfung symbolisieren. Auch sollte die Andacht nicht durch weltlichen Prunk gestört werden. Von diesen sakralen Denkmälern sind heute nur wenige Fundamente erhalten. Erhalten blieb aber der sehr naturnah belassene Wildnisgarten um den Anifer Alterbach als selbständiger Teil des historischen Schlossparks. Dieses Areal gehört heute zum Tierpark. |
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| | == Kurioses == | | == Kurioses == |
| | [[Datei:Hans Poelzig Festspielhaus Salzburg 1 Projekt.jpg|thumb|Plan eines nicht verwirklichten Projektes für ein | | [[Datei:Hans Poelzig Festspielhaus Salzburg 1 Projekt.jpg|thumb|Plan eines nicht verwirklichten Projektes für ein |
| | <br/> [[Festspielhaus]] im Schlosspark Hellbrunn]] | | <br/> [[Festspielhaus]] im Schlosspark Hellbrunn]] |
| − | [[Ungebautes Salzburg]]: [[Hans Poelzig]] (* 1869, † 1936) plante zwischen 1919 bis 1922 ein [[Kleines Festspielhaus|Festspielhaus]] für Salzburg mit Standort im Park von Hellbrunn. Es sollte am Südöstlichen Ausläufer des Hellbrunner Berges errichtet werden. Das Projekt wurde jedoch infolge der galoppierenden Inflation nicht realisiert, obwohl der Grundstein für das große Bauvorhaben 1922 mit viel Prominenz gelegt worden war. | + | [[Ungebautes Salzburg]]: [[Hans Poelzig]] (* 1869, † 1936) plante zwischen 1919 bis 1922 ein [[Haus für Mozart|Festspielhaus]] für Salzburg mit Standort im Park von Hellbrunn. Es sollte am südöstlichen Ausläufer des Hellbrunner Berges errichtet werden. Das Projekt wurde jedoch infolge der galoppierenden Inflation nicht realisiert, obwohl der Grundstein für das große Bauvorhaben 1922 mit viel Prominenz gelegt worden war. |
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| − | == Der weitläufige den Schlosspark umgebende Landschaftsgarten == | + | == Der weitläufige den Schlosspark umgebende Landschaftsgarten == |
| − | Von Schlosspark Hellbrunn greifen drei Achsen weit in die Landschaft hinaus: | + | Von Schlosspark Hellbrunn greifen drei Achsen weit in die Landschaft hinaus: |
| − | * Einzigartig ist auch der gut erhaltene Landschaftsraum der [[Hellbrunner Allee]], die älteste erhaltene Allee Mitteleuropas (vermutlich sogar die weltweit älteste erhaltene Allee), die Fürsterzbischof [[Markus Sittikus von Hohenems]] [[1614]]/[[1615]] im Geiste der Spät[[renaissance]] in der Achse zum [[Schloss Freisaal|Wasserschloss Freisaal]] hin anliegen ließ, verlängerte den hochfürstlichen Garten weit in die Landschaft hinaus und manifestierte den absoluten Herrschaftsanspruch des jungen Grafen. Wie Perlen liegen dort einzelne Adelssitze: Schloss Emslieb, die Emsburg, die Frohnburg und die Kaiserburg. Die seitlichen Alleen dieser kleinen Schlösser mit kleineren Bäumen (meist Obstbäumen) bestanden, führen oder führten entweder zur Salzach (Emslieb, Emsburg, Frohnburg) oder nach Westen (Freisaal). | + | * Einzigartig ist auch der gut erhaltene Landschaftsraum der [[Hellbrunner Allee]], die älteste erhaltene Allee Mitteleuropas (vermutlich sogar die weltweit älteste erhaltene Allee), die Fürsterzbischof [[Markus Sittikus von Hohenems]] [[1614]]/[[1615]] im Geiste der Spät[[renaissance]] in der Achse zum [[Schloss Freisaal|Wasserschloss Freisaal]] hin anliegen ließ, verlängerte den hochfürstlichen Garten weit in die Landschaft hinaus und manifestierte den absoluten Herrschaftsanspruch des jungen Grafen. Wie Perlen liegen dort einzelne Adelssitze: [[Schloss Emslieb]], die [[Emsburg]], die [[Frohnburg]] und die [[Kaiserburg]]. Die seitlichen Alleen dieser kleinen Schlösser mit kleineren Bäumen (meist Obstbäumen) bestanden, führen oder führten entweder zur [[Salzach]] (Emslieb, Emsburg, Frohnburg) oder nach Westen ([[Freisaal]]). |
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| − | * der [[Fürstenweg]] führt als alte Lindenallee zur [[Salzach]]. Er wurde 1615 ebenfalls unter Markus Sittikus errichtet und stellt - ebenfalls weit in die Landschaft ausgreifend - die Achse des Schlossgebäudes und des Sternweihers (Weiher Altems) zur Salzach dar. | + | * der [[Fürstenweg (Salzburg)|Fürstenweg]] führt als alte Lindenallee zur Salzach. Er wurde 1615 ebenfalls unter Markus Sittikus errichtet und stellt - ebenfalls weit in die Landschaft ausgreifend - die Achse des Schlossgebäudes und des Sternweihers (Weiher Altems) zur Salzach dar. |
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| | * Die große Gartenachse beginnt bei einer Statue der Diana und verläuft als zentrale Achse über den ornamentalen Garten, über den Jagdgarten und dahinter über die Salzachauen bis zum Schloss Goldenstein jenseits der Salzach. | | * Die große Gartenachse beginnt bei einer Statue der Diana und verläuft als zentrale Achse über den ornamentalen Garten, über den Jagdgarten und dahinter über die Salzachauen bis zum Schloss Goldenstein jenseits der Salzach. |
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| | ==Künftige Gestaltung entlang des Fürstenweges== | | ==Künftige Gestaltung entlang des Fürstenweges== |
| − | Derzeit sind ehemalige historische Gartenflächen von Hellbrunn innerhalb der Schlossmauern, d.h. im historischen Schlosspark noch als unschöne asphaltierte PKW-Abstellplätze genutzt. Der einst repräsentative Zufahrtsbereich von der Hellbrunner Allee zum Ostportal des Schlosses ist derzeit ebenfalls noch asphaltierter PKW Abstellplatz. Eine Verlegung dieser sehr störenden Parkplätze und die Zusammenführung der verschiedenen PKW und Bus-Parkplätze zu einem geschlossenen Parkplatz bieten sich an. In der Folge ist die Gestaltung der Asphaltflächen gemäß historischen Vorbildern wichtig. | + | Derzeit sind ehemalige historische Gartenflächen von Hellbrunn innerhalb der Schlossmauern, d. h. im historischen Schlosspark noch als unschöne asphaltierte Pkw-Abstellplätze genutzt. Der einst repräsentative Zufahrtsbereich von der Hellbrunner Allee zum Ostportal des Schlosses ist derzeit ebenfalls noch asphaltierter Pkw Abstellplatz. Eine Verlegung dieser sehr störenden Parkplätze und die Zusammenführung der verschiedenen PKW und Bus-Parkplätze zu einem geschlossenen Parkplatz bieten sich an. In der Folge ist die Gestaltung der Asphaltflächen gemäß historischen Vorbildern wichtig. |
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| | == Erreichbarkeit == | | == Erreichbarkeit == |