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Das '''Bad Schwarzenbach''' in [[Uttendorf]] im [[Pinzgau]] ist ein nicht mehr bestehende [[Heilquelle]] im Sinne der heute gültigen rechtlichen Grundlage für die Anerkennung als Heilquelle im [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]], dem ''Salzburger Heilvorkommen- und Kurortegesetz 1997'', StF: [[LGBl]] Nr 101/1997 (WV) i.d.g.F. <ref>[https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=LrSbg&Gesetzesnummer=10001039 vgl. S.HVK (Geltende Fassung; Rechtsinformationssystem)]</ref>
== Geschichte ==
Die Quelle befindet sich auf 2 440 [[m ü. A.]] und war im [[19. Jahrhundert]] etwa eine halbe Stunde vom Ortszentrum von Uttendorf erreichbar. Sie befand sich am rechten [[Salzach]]ufer am Fuße des [[Schattberg (Uttendorf)|Schattbergs]] in der Nähe des Eingangs zum [[Stubachtal]].
Der Salzburger Leibarzt [[Anton Buchmann]] sagte in seiner Beschreibung vom [[27. Juli]] [[1774]], dass dieses Bad ''alle diejenigen Eigenschaften, welche man einem mineralischen, von der Erde warm hervorquellenden Bade zueigenen kann'' besitzt. Das [[Intelligenzblatt von Salzburg]] aus dem Jahr [[1834]] und das im Badhaus aufbewahrte Gedenkbuch rühmten im 19. Jahrhundert diese Bad gleich dem [[Bad Gastein|Wildbad Gastein]].
Das Bad bestand aus einem hölzernen Bauernwirtshaus des Badhauswirts Anton Heffler und einem Badehaus daneben, in dem sich vier Bade''localitäten'', zehn Wannen und ein Wärmekessel befanden.
Zwei Quellen beim Badehaus brachten ergiebig Wasser aus Radstädter Schiefer- und Kalkmassen. Das Wasser war klar, frisch, perlte und war angenehm zu trinken. Die Quelltemperatur betrug +5 Ré(aumur) = 6,25 C bis +5° Ré = 7,5° C. Sein spezifisches Gewicht betrug 1.008. In 100 Gewichtsteilen Wasser befanden sich 0,0226 Gewichtsteile in festem Zustand, der aus viel kohlensaurem Kalk und Magnesium, aus Eisenoxyd, Chlorsalzen und schwefelsauren Erdsalzen bestand.
Das Wasser wurde von Leidenden aus der Umgebung, besonders bei Frauenkrankheiten, Gicht, Rheumantismus und Hautausschlägen besucht. Um 1860 gab es jährlich etwa 30 Kurgäste.
== Literatur ==
* Dr. Anton Buchmann: Beschreibung des Kunstbades Schwarzenbach vom 27. Juli 1774
* Dr. Griessmayr: eine kurze Abhandlung, die seinerzeit im Badehaus aufbewahrt wurde
* [[Ignaz von Kürsinger]]: ''[[Oberpinzgau]]'', Salzburg, 1841, Seite 16
== Quelle ==
* [https://books.google.at/books?id=KGSxjja4qFEC&pg=PA81&dq=Bad+S%C3%B6llheim&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjDtPHBxMPZAhXIJlAKHYnuBfIQ6AEILTAB#v=onepage&q=Bad%20S%C3%B6llheim&f=false books.google.at], "''"Die Heilquellen und Torfbäder des Herzogthumes Salzburg''", [[Heinrich Wallmann]], [[1862]]
== Fußnote ==
<references/>
{{Ehemalige Kurorte und Kurbäder im Land Salzburg}}
{{SORTIERUNG: Schwarzenbach, Bad}}
[[Kategorie:Tourismus]]
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]
[[Kategorie:Kurort]]
[[Kategorie:Kurort (historisch)]]
[[Kategorie:Pinzgau]]
[[Kategorie:Uttendor]]