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| − | '''Christoph Ebran von Wildenberg''' († [[16. Jänner]] [[1491]] in [[Mühldorf am Inn]], [[Bayern]]) war ein [[Salzburger Dompropst]] im [[15. Jahrhundert]] und letzter Salzburger [[Erzbischof|Gegenerzbischof]]. | + | '''Christoph Ebran von Wildenberg''' († [[16. Jänner]] [[1491]] in [[Mühldorf am Inn]], [[Bayern]]) war ein Salzburger [[Dompropst]] im [[15. Jahrhundert]] und letzter Salzburger [[Erzbischof|Gegenerzbischof]]. |
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| | ==Leben== | | ==Leben== |
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| | Friedrich III. antwortete mit einer Handelssperre und versuchte seinerseits, die Salzburger Bürgerschaft und den [[Äbte von St. Peter|Abt]] von [[Erzstift St. Peter|St. Peter]] zu überreden, ihm in seinem Ansinnen beizustehen. | | Friedrich III. antwortete mit einer Handelssperre und versuchte seinerseits, die Salzburger Bürgerschaft und den [[Äbte von St. Peter|Abt]] von [[Erzstift St. Peter|St. Peter]] zu überreden, ihm in seinem Ansinnen beizustehen. |
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| − | Ungeachtet dessen ging Ebran seiner Arbeit als Dompropst nach. [[1479]] wurde er Mitglied der Bruderschaft von [[Wallfahrtskirche St. Leonhard bei Tamsweg|St. Leonhard ob Tamsweg]], eines der bedeutensten Wallfahrtsorte Österreichs im Mittelalter. Am [[20. September]] des selben Jahres konnte er den Ungarnkönig Matthias Corvinus dafür gewinnen, einen Schutzvertrag zu unterzeichnen. Die Ungarn wollten [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] gegen alle Angreifer verteidigen, bekamen dafür erzbischöfliche Burgen in der [[Steiermark]] und in [[Kärnten]]. Im folgenden Ungarnkrieg Kaiser Friedrichs verlor Ebran am [[2. Februar]] [[1480]] eine Schlacht im [[Lungau]], woraufhin er [[Burg Mauterndorf]], den größten Besitz des [[Domkapitel]]s im Lungau, den Ungarn überließ. | + | Ungeachtet dessen ging Ebran seiner Arbeit als Dompropst nach. [[1479]] wurde er Mitglied der Bruderschaft von [[Wallfahrtskirche St. Leonhard bei Tamsweg|St. Leonhard ob Tamsweg]], eines der bedeutendsten Wallfahrtsorte Österreichs im Mittelalter. Am [[20. September]] des selben Jahres konnte er den Ungarnkönig Matthias Corvinus dafür gewinnen, einen Schutzvertrag zu unterzeichnen. Die Ungarn wollten [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] gegen alle Angreifer verteidigen, bekamen dafür erzbischöfliche Burgen in der [[Steiermark]] und in [[Kärnten]]. Im folgenden Ungarnkrieg Kaiser Friedrichs verlor Ebran am [[2. Februar]] [[1480]] eine Schlacht im [[Lungau]], woraufhin er [[Burg Mauterndorf]], den größten Besitz des [[Domkapitel]]s im Lungau, den Ungarn überließ. |
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| | =====Die Bürgerschaft lehnt sich auf===== | | =====Die Bürgerschaft lehnt sich auf===== |
| − | Bedingt durch die anhaltende Handelssperre und den Krieg wandte sich die Salzburger Bürgerschaft immer mehr gegen den Erzbischof und seinen Dompropst. Sich seiner misslichen Lage bewusst, verzichtete Christoph von Ebran auf seinen Besitz am [[Festungsberg]] und wurde dafür zum Pfleger der [[Burg Halmberg]] bei [[Waging am See|Waging]]. Rohr hingegen versuchte nun, die Verantwortung für alles Geschehene dem Dompropst zuzuschieben, was - wenn man den Chroniken dieser Zeit Galuben schenken mag - auch durchaus gelang. | + | Bedingt durch die anhaltende Handelssperre und den Krieg wandte sich die Salzburger Bürgerschaft immer mehr gegen den Erzbischof und seinen Dompropst. Sich seiner misslichen Lage bewusst, verzichtete Christoph von Ebran auf seinen Besitz am [[Festungsberg]] und wurde dafür zum Pfleger der [[Burg Halmberg]] bei [[Waging am See|Waging]]. Rohr hingegen versuchte nun, die Verantwortung für alles Geschehene dem Dompropst zuzuschieben, was - wenn man den Chroniken dieser Zeit Glauben schenken mag - auch durchaus gelang. |
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| | Am [[29. November]] [[1481]] dankte Bernhard von Rohr endgültig ab. Christoph von Ebran und die Mehrheit des Domkapitels verließen daraufhin die Stadt in Richtung [[Mühldorf am Inn]], wo sie sich in Sicherheit wähnten. Dort beeideten alle anwesenden Domherren, keine Zugeständnisse zur Wahl [[Johann III. Beckenschlager|Johann Beckenschlager]]s zu machen, solange kein Ausgleich zwischen den Habsburgern und dem Ungarnkönig Corvinus gefunden sei. | | Am [[29. November]] [[1481]] dankte Bernhard von Rohr endgültig ab. Christoph von Ebran und die Mehrheit des Domkapitels verließen daraufhin die Stadt in Richtung [[Mühldorf am Inn]], wo sie sich in Sicherheit wähnten. Dort beeideten alle anwesenden Domherren, keine Zugeständnisse zur Wahl [[Johann III. Beckenschlager|Johann Beckenschlager]]s zu machen, solange kein Ausgleich zwischen den Habsburgern und dem Ungarnkönig Corvinus gefunden sei. |