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Auch zahlreiche weitere kleine Seitenbäche nimmt der Hollersbach in seinem Verlauf auf. südlich der [[Leitneralm]] etwa dem  "''Krameteker''", dem [[Grummetecker Graben]] und seinem Bach und nördlich der [[Senningeralm]] die [[Speibingklamm]] mit ihrem Bach.
 
Auch zahlreiche weitere kleine Seitenbäche nimmt der Hollersbach in seinem Verlauf auf. südlich der [[Leitneralm]] etwa dem  "''Krameteker''", dem [[Grummetecker Graben]] und seinem Bach und nördlich der [[Senningeralm]] die [[Speibingklamm]] mit ihrem Bach.
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==Geländeformen und Orographie im Hollersbachtal==
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==Geländeformen und Orographie des Hollersbachtales==
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==Die Vegetation im Hollersbachtal==  
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==Die Vegetation ==  
 
===Grauerlenwald===
 
===Grauerlenwald===
 
Der Schluchtwald zwischen den Almflächen bis zum Talausgang wird vor allem westseitigen Blockschutthang sehr stark von Grauerlenwäldern bestimmt. Die Unterhänge der Tauerntäler sind vielfach natürlich nährstoffreich, dazu kommt der Nährstoff der stickstoffbindenden Knöllchenbakterien in den Wurzeln der [[Grauerle]]n. Verbunden mit der hohen Luftfeuchtigkeit im Schluchtwald bestehen hier daher sehr gute Lebensbedingungen für [[Farne]] und Moose und die vielfach üppigen krautigen Blütenpflanzenbestand. Besonders typisch für den Grauerlen-Hangwald im Hollersbach sind verschiedene Farnarten, vor allem der Straußfarn mit seinem großen trichterförmig angeordneten Wedeln. Weitere häufige Farne sind Buchenfarn, Eichenfarn und breitblättriger Dornfarn.  
 
Der Schluchtwald zwischen den Almflächen bis zum Talausgang wird vor allem westseitigen Blockschutthang sehr stark von Grauerlenwäldern bestimmt. Die Unterhänge der Tauerntäler sind vielfach natürlich nährstoffreich, dazu kommt der Nährstoff der stickstoffbindenden Knöllchenbakterien in den Wurzeln der [[Grauerle]]n. Verbunden mit der hohen Luftfeuchtigkeit im Schluchtwald bestehen hier daher sehr gute Lebensbedingungen für [[Farne]] und Moose und die vielfach üppigen krautigen Blütenpflanzenbestand. Besonders typisch für den Grauerlen-Hangwald im Hollersbach sind verschiedene Farnarten, vor allem der Straußfarn mit seinem großen trichterförmig angeordneten Wedeln. Weitere häufige Farne sind Buchenfarn, Eichenfarn und breitblättriger Dornfarn.  
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===Lärchen-Zirben-Wälder===
 
===Lärchen-Zirben-Wälder===
 
[[Lärche]]n-[[Zirbe]]nwälder sind im Hollersbachtal nur mehr reliktär erhalten. Verantwortlich ist dabei der Raubbau an Wäldern im [[Mittelalter]] und z. T. auch der der frühen [[Neuzeit]] im Zuge der Gewinnung von Brennholz für die [[Saline Hallein|Halleiner Saline]]. Das langsame Wachstum der Zirbe verhindern eine rasche Verjüngung nach dem Einstellen großflächiger Holzschlägerungen im Tal. Auch wurde durch mehrmaligen Kahlschlag auch die Möglichkeit der natürliche Verjüngung des Lärchen-Zirbenwaldes verunmöglicht. Namhafte Zirbenbestände sind heute nur noch im Raum im südlichen Teil des Scharrntales zu finden.  
 
[[Lärche]]n-[[Zirbe]]nwälder sind im Hollersbachtal nur mehr reliktär erhalten. Verantwortlich ist dabei der Raubbau an Wäldern im [[Mittelalter]] und z. T. auch der der frühen [[Neuzeit]] im Zuge der Gewinnung von Brennholz für die [[Saline Hallein|Halleiner Saline]]. Das langsame Wachstum der Zirbe verhindern eine rasche Verjüngung nach dem Einstellen großflächiger Holzschlägerungen im Tal. Auch wurde durch mehrmaligen Kahlschlag auch die Möglichkeit der natürliche Verjüngung des Lärchen-Zirbenwaldes verunmöglicht. Namhafte Zirbenbestände sind heute nur noch im Raum im südlichen Teil des Scharrntales zu finden.  
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===Die Forstwirtschaft im Hollersbachtal===
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Im Spätmittelalter wurden auch die Tauerntäler zunehmend für die Zwecke des Salinenwesens geschlägert. Vermutlich erfolgte die erste großflächige Schlägerung im Jahr [[1586]], der linksufrige steilere Waldbereich vermutlich im Jahr 1713. Der Wald gehört weitgehend zu den früheren fürsterzbischöflichen Waldungen, die heute im Eigentum der [[Österreichische Bundesforste|Bundesforste]] stehen. Nur ein kleiner Teil gehört ansässigen Bauern. Der Schutzwaldanteil beträgt etwa 30 %. Der übrige Teil ist Wirtschaftswald. Um 1980 wurden im Hollersbachtal etwa 2 000 Festmeter Holz jährlich entnommen.
      
===Almweiden===
 
===Almweiden===
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* Reichertleitenmoos
 
* Reichertleitenmoos
 
* Moor beim Bärenbad im Scharrntal
 
* Moor beim Bärenbad im Scharrntal
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==Die Forstwirtschaft ==
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Im Spätmittelalter wurden auch die Tauerntäler zunehmend für die Zwecke des Salinenwesens geschlägert. Vermutlich erfolgte die erste großflächige Schlägerung im Jahr [[1586]], der linksufrige steilere Waldbereich vermutlich im Jahr 1713. Der Wald gehört weitgehend zu den früheren fürsterzbischöflichen Waldungen, die heute im Eigentum der [[Österreichische Bundesforste|Bundesforste]] stehen. Nur ein kleiner Teil gehört ansässigen Bauern. Der Schutzwaldanteil beträgt etwa 30 %. Der übrige Teil ist Wirtschaftswald. Um 1980 wurden im Hollersbachtal etwa 2 000 Festmeter Holz jährlich entnommen.
    
==Almen und ihre Nutzung==  
 
==Almen und ihre Nutzung==  
===Grundalmen im Tal===
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===Grundalmen ===
 
Das Hollersbachtal wurde in den letzten drei bis vier Jahrzehnten durch schrittweise Intensivierungsmaßnahmen zum [[Almwirtschaft|almwirtschaftlich]] am intensivsten genutzte Tauerntal im [[Oberpinzgau]].  
 
Das Hollersbachtal wurde in den letzten drei bis vier Jahrzehnten durch schrittweise Intensivierungsmaßnahmen zum [[Almwirtschaft|almwirtschaftlich]] am intensivsten genutzte Tauerntal im [[Oberpinzgau]].  
 
Rechtsseitig im Tal liegt der Großteil der Almen im Hollersbacher Tal :  
 
Rechtsseitig im Tal liegt der Großteil der Almen im Hollersbacher Tal :  
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Vom Ende des Almweges zur Fürther Hütte führt eine zur Versorgung der Hütte notwendige Materialseilbahn.  
 
Vom Ende des Almweges zur Fürther Hütte führt eine zur Versorgung der Hütte notwendige Materialseilbahn.  
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==Klammen und Felsen im Tal==
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==Klammen und Felsen==
 
Geierschlafwand  
 
Geierschlafwand  
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Der [[Pihapper]] ist ein häufig von Bergwanderer begangener Berggipfel oberhalb der Lachalmen und der Rosskaralm.
 
Der [[Pihapper]] ist ein häufig von Bergwanderer begangener Berggipfel oberhalb der Lachalmen und der Rosskaralm.
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==Historischer Bergbau im Hollersbachtal==
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==Historischer Bergbau==
 
Bergbaue waren das wirtschaftliche Rückgrat des Fürsterzbistums. Unterhalb der Geralm bei "Bärenbad" (auch Bärnbad) begannen die Gebrüder Rosenberger schon 1593 mit einem Kupferkiesabbau, der sich in der Folge aber nicht als wirtschaftliche ertragreich herausstellt. [[Werner H. Paar]] und Mitarbeiter beschrieben hier 1983 an diesem Ort ein neu entdecktes Kupfer-Eisen-Blei-Wismut-Sulfid mit dem Namen "Eclarit".
 
Bergbaue waren das wirtschaftliche Rückgrat des Fürsterzbistums. Unterhalb der Geralm bei "Bärenbad" (auch Bärnbad) begannen die Gebrüder Rosenberger schon 1593 mit einem Kupferkiesabbau, der sich in der Folge aber nicht als wirtschaftliche ertragreich herausstellt. [[Werner H. Paar]] und Mitarbeiter beschrieben hier 1983 an diesem Ort ein neu entdecktes Kupfer-Eisen-Blei-Wismut-Sulfid mit dem Namen "Eclarit".
  
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