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Beim klanglichen Aufbau seiner Orgeln hatte Mooser, zumindest sind diese in der Pfarrkirche St. Laurentius in Altheim ([[Oö]].) ablesbar, ''Materialregeln für seine Register. Die tiefen Pfeifen sind aus Fichtenholz gefertigt. Mit steigender Tonleiter wechselte'' er ''auf Fichte mit Eichendeckel und im weiteren Verlauf auf Ahorn mit Eiche. Als zusätzliche Besonderheit setzte Mooser bei den großen Pfeifen Anblaskanten aus Eiche ein''. Klanglich zeichneten sich seine Instrumente durch ihren ''freundlichen, milden und hellen Klang der Metallpfeifen'' aus, das ''Pleno der Orgel klingt weniger scharf als breit und tragend, was die Hinneigung zum frühromantischen Orgelklang unterstreicht. Die hölzernen Register sind in ihrer klanglichen Wirkung als farbig und füllig zu bezeichnen''. Mooser beschriftete seine angefertigten Pfeifen: die Metallpfeifen tragen gravierte Tonbuchstaben, die Registernamen sind ''in die jeweils größte Pfeife eingeritzt''.<ref>Sebastiaan Friedrich Blank: ''Die Mooser-Orgel der Pfarrkirche Altheim aus der Sicht des Orgelbauers''. In: ''Ludwig-Mooser-Orgel St. Laurentius, Altheim'', hg. vom Orgelbauverein Altheim 1994, S. 14.</ref>
 
Beim klanglichen Aufbau seiner Orgeln hatte Mooser, zumindest sind diese in der Pfarrkirche St. Laurentius in Altheim ([[Oö]].) ablesbar, ''Materialregeln für seine Register. Die tiefen Pfeifen sind aus Fichtenholz gefertigt. Mit steigender Tonleiter wechselte'' er ''auf Fichte mit Eichendeckel und im weiteren Verlauf auf Ahorn mit Eiche. Als zusätzliche Besonderheit setzte Mooser bei den großen Pfeifen Anblaskanten aus Eiche ein''. Klanglich zeichneten sich seine Instrumente durch ihren ''freundlichen, milden und hellen Klang der Metallpfeifen'' aus, das ''Pleno der Orgel klingt weniger scharf als breit und tragend, was die Hinneigung zum frühromantischen Orgelklang unterstreicht. Die hölzernen Register sind in ihrer klanglichen Wirkung als farbig und füllig zu bezeichnen''. Mooser beschriftete seine angefertigten Pfeifen: die Metallpfeifen tragen gravierte Tonbuchstaben, die Registernamen sind ''in die jeweils größte Pfeife eingeritzt''.<ref>Sebastiaan Friedrich Blank: ''Die Mooser-Orgel der Pfarrkirche Altheim aus der Sicht des Orgelbauers''. In: ''Ludwig-Mooser-Orgel St. Laurentius, Altheim'', hg. vom Orgelbauverein Altheim 1994, S. 14.</ref>
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Mooser richtete seine Werkstätte in einem großzügigen Anwesen mit der Anschrift ''[[Froschheim]] 12'' ein, das seinerzeit ''Villa Haimerle'' genannt wurde, damals näher an der [[Salzach]] lag und eine Schiffsanlegestelle hatte. Diese Villa war [[1685]] von [[Giovanni Gaspare Zuccalli|Zuccalli]] als Schloss errichtet worden und trug ursprünglich die Namen ''[[Caspisschlössl]]'', später dann  ''Schloss Schöneck'', heute sind darin das Pfarramt St. Elisabeth] und ein Kindergarten untergebracht.
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Mooser richtete seine Werkstätte in einem großzügigen Anwesen mit der Anschrift ''[[Froschheim]] 12'' ein, das seinerzeit ''Villa Haimerle'' genannt wurde, damals näher an der [[Salzach]] lag und eine Schiffsanlegestelle hatte. Diese Villa war [[1685]] von [[Giovanni Gaspare Zuccalli|Zuccalli]] als Schloss errichtet worden und trug ursprünglich die Namen ''[[Caspisschlössl]]'', später dann  ''Schloss Schöneck'', heute sind darin das [[Pfarramt St. Elisabeth] und ein Kindergarten untergebracht.
    
Moosers Arbeitsweise und die Qualität seiner größeren Instrumente gaben oft Anlass zur Klage. Unter Berufung auf [[Anton Bruckner]]s Gutachten aus dem Jahre 1855 zum Zustand der erst [[1849]] von Mooser erbauten Orgel der Linzer Stadtpfarrkirche meinte z. B. Johann Baptist Schiedermayer jun. am 2. Jänner 1856, der Zustand der Orgel sei ''wirklich in diesem Augenblicke ein so jämmerlicher, daß nicht nur bey den in dieser heiligen Zeit öfter stattgefundenen Hochämtern durch das Steckenbleiben der Tasten und des Pedals eine größere Störung herbey geführt wurde, sodaß der Organist die größte Mühe'' habe ''das gewöhnliche Segen- und Messlied zu spielen.'' Mooser reagierte gekränkt und fand die Erklärung des ''gegenwärtigen'' Organisten anmaßend, insbesondere, weil der (= Anton Bruckner) sich ''nicht entblödet'' hätte, ''mir vis a vis im Prinzip der Orgelbaukunst über mein Werk böswillig zu urteilen''.<ref> Zitiert nach: Elisabeth Maier: ''Anton Bruckner als Linzer Dom- und Stadtpfarrorganist''. Aspekte einer Berufung. Mit einem Beitrag von Ikarus Kaiser: ''Der Dom- und Stadtpfarrkapellmeister Karl Borromäus Waldeck und die Orgel der Stadtpfarrkirche in Linz'', Wien 2009 (Anton Bruckner, Dokumente und Studien, hrsg. von Theophil Antonicek, in Zusammenarbeit mit Andreas Lindner und Klaus Petermayr, Band 15), S. 32.</ref>
 
Moosers Arbeitsweise und die Qualität seiner größeren Instrumente gaben oft Anlass zur Klage. Unter Berufung auf [[Anton Bruckner]]s Gutachten aus dem Jahre 1855 zum Zustand der erst [[1849]] von Mooser erbauten Orgel der Linzer Stadtpfarrkirche meinte z. B. Johann Baptist Schiedermayer jun. am 2. Jänner 1856, der Zustand der Orgel sei ''wirklich in diesem Augenblicke ein so jämmerlicher, daß nicht nur bey den in dieser heiligen Zeit öfter stattgefundenen Hochämtern durch das Steckenbleiben der Tasten und des Pedals eine größere Störung herbey geführt wurde, sodaß der Organist die größte Mühe'' habe ''das gewöhnliche Segen- und Messlied zu spielen.'' Mooser reagierte gekränkt und fand die Erklärung des ''gegenwärtigen'' Organisten anmaßend, insbesondere, weil der (= Anton Bruckner) sich ''nicht entblödet'' hätte, ''mir vis a vis im Prinzip der Orgelbaukunst über mein Werk böswillig zu urteilen''.<ref> Zitiert nach: Elisabeth Maier: ''Anton Bruckner als Linzer Dom- und Stadtpfarrorganist''. Aspekte einer Berufung. Mit einem Beitrag von Ikarus Kaiser: ''Der Dom- und Stadtpfarrkapellmeister Karl Borromäus Waldeck und die Orgel der Stadtpfarrkirche in Linz'', Wien 2009 (Anton Bruckner, Dokumente und Studien, hrsg. von Theophil Antonicek, in Zusammenarbeit mit Andreas Lindner und Klaus Petermayr, Band 15), S. 32.</ref>
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