Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
49 Bytes hinzugefügt ,  19:32, 26. Jun. 2018
K
keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 1: Zeile 1:  
[[Datei:Norman Dyhrenfurth.jpg|thumb|Norman G. Dyhrenfurth]]
 
[[Datei:Norman Dyhrenfurth.jpg|thumb|Norman G. Dyhrenfurth]]
'''Norman G. Dyhrenfurth''' (* [[7. Mai]] [[1918]] in Breslau, [[Schlesien]], heute Polen; † [[24. September]] [[2017]] in Salzburg) war Bergfilmpionier.
+
'''Norman G. Dyhrenfurth''' (* [[7. Mai]] [[1918]] in Breslau, [[Schlesien]], heute [[Polen]]; † [[24. September]] [[2017]] in [[Salzburg]]) war Bergfilmpionier.
    
==Vorgestellt==
 
==Vorgestellt==
Ein Ausflug in das [[Heimatmuseum Sigl-Haus|Sigl-Haus]] in [[St. Georgen]] bei [[Oberndorf]] lohnt sich nicht nur für Bergfreunde. Bis zum [[17. Oktober]] [[2010]] ist jedes Wochenende (Samstag 14 bis 16, Sonntag 11 bis 16 Uhr) die Ausstellung ''Norman G. Dyhrenfurth, Wozu ein Himmel, sonst?'' zu sehen. Die Filme des Bergsteigers und Regisseurs sowie Bilder und Erinnerungsstücke lassen einige Jahrzehnte Geschichte lebendig werden.  
+
Im [[Heimatmuseum Sigl-Haus|Sigl-Haus]] in [[St. Georgen bei Salzburg]] konnte man 2010 bis zum [[17. Oktober]] [[2010]] jedes Wochenendedie Ausstellung ''Norman G. Dyhrenfurth, Wozu ein Himmel, sonst?'' sehen. Die Filme des Bergsteigers und Regisseurs sowie Bilder und Erinnerungsstücke liessen einige Jahrzehnte Geschichte lebendig werden.  
   −
Im letzten Jahr des [[Erster Weltkrieg|ersten Weltkriegs]] auf Schloss Carlowitz bei Breslau geboren, zog er mit seinen Eltern als Bub 1923 für zwei Jahre nach [[Salzburg]], wo die Familie am Fuße des Plainbergs lebte. 1925 zog Dyhrenfurth weiter in die Schweiz. Nach Kriegsende wurde Norman Dyhrenfurth Professor und Leiter der "Film-Abteilung" an der University of California, Los Angeles, später als Bergfilmpionier berühmt: Das Schicksal hat mit Norman G. Dyhrenfurth viel vorgehabt. "Wir waren die Ersten, die auf den Gipfeln gefilmt haben", erzählte der groß gewachsene 92-Jährige, der um mindestens zwanzig Jahre jünger wirkt.
+
Im letzten Jahr des [[Erster Weltkrieg|ersten Weltkriegs]] auf Schloss Carlowitz bei Breslau geboren, zog er mit seinen Eltern als Bub 1923 für zwei Jahre nach [[Salzburg]], wo die Familie am Fuße des Plainbergs lebte. 1925 zog Dyhrenfurth weiter in die Schweiz. Nach Kriegsende wurde Norman Dyhrenfurth Professor und Leiter der "Film-Abteilung" an der ''University of California'', Los Angeles, [[USA]], später als Bergfilmpionier berühmt: Das Schicksal hat mit Norman G. Dyhrenfurth viel vorgehabt. "''Wir waren die Ersten, die auf den Gipfeln gefilmt haben''", erzählte der groß gewachsene 92-Jährige, der um mindestens zwanzig Jahre jünger wirkt.
   −
Mit Gipfeln meint Dyhrenfurth die eisigen Regionen des Mount Everest (1952 als Kameramann der 2. Schweizer Mount Everest Expedition), des Lhotse (1955 erstmals als Expeditionsleiter) oder des Dhaulagiri (8167 m), wo 1960 auch der Salzburger [[Kurt Diemberger]] zur Seilschaft gehört hatte.  
+
Mit Gipfeln meinte Dyhrenfurth die eisigen Regionen des ''Mount Everest'' (1952 als Kameramann der 2. Schweizer Mount Everest Expedition), des ''Lhotse'' (1955 erstmals als Expeditionsleiter) oder des ''Dhaulagiri'' (8 167 [[m ü. A.]]), wo 1960 auch der Salzburger [[Kurt Diemberger]] zur Seilschaft gehört hatte.  
    
Seit [[1970]] lebte der Sohn des Bergsteigerpaares Günter und Hettie Dyhrenfurth (Olympiagold 1936 in der Sparte Alpinismus) wieder in Salzburg. Das aktive Bergsteigen gab er auf. Vorträge hielt er nach wie vor und [[Michael Bilic]] vom [[Das Kino|Filmkulturzentrum "Das Kino"]] schätzte Dyhrenfurths Beratung bei den Vorbereitungen zum alljährlichen [[Bergfilmfestival]]. 1986 drehte Norman G. Dyhrenfurth bei der Herrligkoffer-Karakorum-Expedition zum K2 und Broad Peak einen Dokumentarfilm für das Westdeutsche Fernsehen. Insgesamt schuf er mehr als 100 Dokumentarfilme.
 
Seit [[1970]] lebte der Sohn des Bergsteigerpaares Günter und Hettie Dyhrenfurth (Olympiagold 1936 in der Sparte Alpinismus) wieder in Salzburg. Das aktive Bergsteigen gab er auf. Vorträge hielt er nach wie vor und [[Michael Bilic]] vom [[Das Kino|Filmkulturzentrum "Das Kino"]] schätzte Dyhrenfurths Beratung bei den Vorbereitungen zum alljährlichen [[Bergfilmfestival]]. 1986 drehte Norman G. Dyhrenfurth bei der Herrligkoffer-Karakorum-Expedition zum K2 und Broad Peak einen Dokumentarfilm für das Westdeutsche Fernsehen. Insgesamt schuf er mehr als 100 Dokumentarfilme.
   −
Beim jüngsten Festival knüpfte Dyhrenfurth den Kontakt zu [[Hiltrud Oman]] vom [[Heimatmuseum Sigl-Haus]]. Breiten Raum nimmt die ''American Mount Everest Expedition'' [[1963]] ein, bei der Dyhrenfurth die erste Überschreitung von Westgrat und Südostgrat leitete. "Danach wurden wir in den Medien groß gefeiert, ja, wir waren so etwas wie Stars. Präsident John F. Kennedy überreichte uns die selten verliehene Hubbard-Medaille der National Geographic Society." Auch der Yeti, das Wesen im Himalaya, spielte in Dyhrenfurths Leben eine Rolle: "Er ist mehr als eine Sage. Wir haben eine drei Tage alte Spur des Yeti fotografiert." Als Beobachter der Bergsteigerszene übte Dyhrenfurth Kritik am modernen Alpinismus. "Es ist gut, dass viele Leute in die Berge gehen", sagte er, "nur fehlt oft die Liebe zu den Bergen. Die Kameradschaft ist aus der Mode gekommen, das Orientieren am Langsamsten in der Seilschaft. Die Leute klettern allein. Dann dieser Drang zu den Achttausendern. Da zahlen sie 65.000 Dollar für einen Aufstieg auf den Mount Everest und haben im Leben nie zuvor einen Pickel gesehen. Zu Hause lassen sie sich als Held feiern – wenn sie überhaupt nach Hause kommen."
+
Beim jüngsten Festival knüpfte Dyhrenfurth den Kontakt zu [[Hiltrud Oman]] vom [[Heimatmuseum Sigl-Haus]]. Breiten Raum nimmt die ''American Mount Everest Expedition'' [[1963]] ein, bei der Dyhrenfurth die erste Überschreitung von Westgrat und Südostgrat leitete. "''Danach wurden wir in den Medien groß gefeiert, ja, wir waren so etwas wie Stars. Präsident John F. Kennedy überreichte uns die selten verliehene Hubbard-Medaille der National Geographic Society.''" Auch der Yeti, das Wesen im Himalaya, spielte in Dyhrenfurths Leben eine Rolle: "Er ist mehr als eine Sage. Wir haben eine drei Tage alte Spur des Yeti fotografiert." Als Beobachter der Bergsteigerszene übte Dyhrenfurth Kritik am modernen Alpinismus. "''Es ist gut, dass viele Leute in die Berge gehen''", sagte er, "''nur fehlt oft die Liebe zu den Bergen. Die Kameradschaft ist aus der Mode gekommen, das Orientieren am Langsamsten in der Seilschaft. Die Leute klettern allein. Dann dieser Drang zu den Achttausendern. Da zahlen sie 65.000 Dollar für einen Aufstieg auf den Mount Everest und haben im Leben nie zuvor einen Pickel gesehen. Zu Hause lassen sie sich als Held feiern – wenn sie überhaupt nach Hause kommen.''"
    
==Quellen==
 
==Quellen==
* Salzburger Nachrichten (Othmar Behr)
+
* [[Salzburger Nachrichten]], ein Beitrag von  [[Othmar Behr]]
 
* [http://www.kammerlander.com/pdf/SiglHaus_Dyhrenfurth_2010_aktuell.pdf Hans Kammerlander]
 
* [http://www.kammerlander.com/pdf/SiglHaus_Dyhrenfurth_2010_aktuell.pdf Hans Kammerlander]
    
{{SORTIERUNG:Dyhrenfurth, Norman}}
 
{{SORTIERUNG:Dyhrenfurth, Norman}}
 
[[Kategorie:Person]]
 
[[Kategorie:Person]]
 +
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]
 
[[Kategorie:Person (Alpinismus)]]
 
[[Kategorie:Person (Alpinismus)]]
 
[[Kategorie:Zuagroaste]]
 
[[Kategorie:Zuagroaste]]
 
[[Kategorie:Filmproduzent]]
 
[[Kategorie:Filmproduzent]]
 +
[[Kategorie:Polen]]

Navigationsmenü