Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
2.707 Bytes hinzugefügt ,  20:30, 13. Okt. 2008
neuanlage
'''Josef Lugstein''' (* [[8. Oktober]] [[1900]] in [[Straßwalchen]]; † [[2. Dezember]] [[1990]] ebendort) war [[Stiftsvorstände des Kollegiatstifts Seekirchen|Stiftspropst]] von [[Kollegiatstift Seekirchen|Seekirchen]].

==Leben==
Der [[Flachgau]]er Josef Lugstein war Pfarrer der [[Pinzgau]]er Gemeinde [[Bruck an der Großglocknerstraße]], als er am [[13. Oktober]] [[1944]] zum Stiftspropst von [[Seekirchen]] ernannt wurde. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war das konfiszierte Stift nach dem Tod von Stiftspropst [[Andreas Süß]] nur mehr von drei betagten Kanonikern bewohnt. Ein halbes Jahre dauerte es, ehe die Vakanz am Vorstandsstuhl beseitigt wurde und mit Lugstein ein Mann Stiftspropst und Dechant wurde, der dies über vierzig Jahre bleiben sollte.

Unter Lugstein wohnten in der zweiten Hälfte des [[20. Jahrhundert]]s kaum noch Kanoniker im [[Kollegiatstift Seekirchen|Stift]], dafür wurden immer mehr Priester zu sogenannten ''Canonici externi'' berufen. Oftmals waren dies Geistliche aus Seekirchner Nachbargemeinden und die Ernennung galt als besondere Auszeichnung. Die Seelsorge Seekirchens nahmen diese Priester jedoch nicht wahr, und so wurde erstmals seit dem [[17. Jahrhundert]] auch ein Kooperator angestellt (1946), um den Stiftspropst bei den Gottesdiensten zu unterstützen.

In Lugsteins Zeit als Stiftspropst wurde die Sakristei der [[Stiftskirche Seekirchen]] neu möbliert, die gesamte Kirche mit elektrischen Leitungen versehen und einer Außenrenovierung unterzogen. In manchen Bereichen, wie zum Beispiel der Einführung der deutschen Liturgiesprache [[1964]] gab sich Pfarrer Lugstein weltoffen, mit der richtigen Wertschätzung der Laien in der Kirche hatte er aber seine Probleme. Mitten im Streit mit dem Pfarrgemeinderat um den Bau des neuen Kindergartens reichte Lugstein [[1973]] seinen Rücktritt als Pfarrer ein. Er blieb dem Kollegiatstift aber als Stiftspropst erhalten, womit es erstmals zur Trennung der Funktionen des Stiftspfarrers und Stiftspropstes kam. Als Pfarrer folgte Lugstein [[Andreas Radauer]] nach. Mit dem Rückzug Lugsteins wurde die Pfarre Seekirchen auch wieder dem [[Dekanat Köstendorf]] zugeordnet.

Als Lugstein am [[31. Dezember]] [[1984]] auch als Stiftspropst emeritierte, wurde dieser Titel nicht mehr vergeben. Andreas Radauer wurde als Stiftsprovisor installiert. Lugstein verstarb 91-jährig im 65. Jahr seines Priestertums.

==Quellen==
{{Quelle Stadtchronik Seekirchen}}


{{Zeitfolge
|AMT=[[Stiftsvorstände des Kollegiatstifts Seekirchen]]
|ZEIT=[[1944]] - [[1984]]
|VORGÄNGER=[[Andreas Süß]]
|NACHFOLGER=[[Andreas Radauer]]
}}

[[Kategorie:Person|Lugstein, Josef]]
[[Kategorie:Religion|Lugstein, Josef]]

Navigationsmenü