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Wappenverleihung 1962, nicht 1965 (Widerspruch behoben)
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=== Geografische Lage ===  
 
=== Geografische Lage ===  
 
<!-- z. B. Landschaften, Berge, Flüsse etc -->
 
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Der Ort liegt im [[Großarltal]] an den Ausläufern der [[Radstädter Tauern]], östlich des bekannten [[Gasteinertal]]s und ca. 70 km südlich von der [[Stadt Salzburg]]. Die Marktgemeinde ist mit Fahrzeugen nur von Norden her, von [[St. Johann im Pongau]] auf der [[Großarler Landesstraße]] (L 109) erreichbar.
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Der Ort liegt im [[Großarltal]] an den Ausläufern der [[Radstädter Tauern]], östlich des bekannten [[Gasteinertal]]s und ca. 70 km südlich der [[Stadt Salzburg]]. Die Marktgemeinde ist mit Fahrzeugen nur von Norden her, von [[St. Johann im Pongau]] auf der [[Großarler Landesstraße]] (L 109) erreichbar.
 
<!-- === Ausdehnung des Ortsgebiets === -->
 
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=== Ortsgliederung ===
 
=== Ortsgliederung ===
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<!-- === Eingemeindungen === -->
 
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=== Nachbargemeinden ===
 
=== Nachbargemeinden ===
Nachbargemeinden sind im Süden des Großarltals der ehemalige Bergbauort [[Hüttschlag]] und im Osten [[Kleinarl]], im Westen bereits im [[Gasteinertal]] die drei Gemeinden [[Bad Gastein]], [[Bad Hofgastein]] und [[Dorfgastein]] sowie am nördlichen Talausgang der Eisenbahnerort [[Schwarzach im Pongau]], die Bezirkshauptstadt St. Johann im Pongau] und [[Wagrain]].
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Nachbargemeinden sind im Süden des Großarltals der ehemalige Bergbauort [[Hüttschlag]] und im Osten [[Kleinarl]], im Westen bereits im Gasteinertal die drei Gemeinden [[Bad Gastein]], [[Bad Hofgastein]] und [[Dorfgastein]] sowie am nördlichen Talausgang der Eisenbahnerort [[Schwarzach im Pongau]], die Bezirkshauptstadt [[St. Johann im Pongau]] und [[Wagrain]].
    
=== Geologie ===  
 
=== Geologie ===  
Die Ortsteile [Großarl Markt]] und [[Unterberg (Großarl)|Unterberg]] liegen auf der größten und flachsten Talaue des Großarltales. Der Ortskern von Großarl steht auf dem Schwemmkegel des [[Ellmautal (Großarl)|Ellmautales]].
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Die Ortsteile [[Großarl Markt]] und [[Unterberg (Großarl)|Unterberg]] liegen auf der größten und flachsten Talaue des Großarltales. Der Ortskern von Großarl steht auf dem Schwemmkegel des [[Ellmautal (Großarl)|Ellmautales]].
    
=== Klima ===  
 
=== Klima ===  
 
Das lokale Klima in Großarl entspricht der kontinental geprägten (tief-)montanen Höhenstufe. Die Sommer sind mild bis heiß, die Winter meist kalt.
 
Das lokale Klima in Großarl entspricht der kontinental geprägten (tief-)montanen Höhenstufe. Die Sommer sind mild bis heiß, die Winter meist kalt.
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Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt 8,1 °C. Die Niederschlagsmenge pro Jahr beträgt 1&nbsp;298 Millimeter. Die höchsten Niederschlagsmengen gibt es im Juli mit durchschnittlich 191 Millimeter. Die geringsten Niederschlagsmengen gibt es im Februar, März und November mit durchschnittlich 70 Millimeter.
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Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt 8,1 °C. Die Niederschlagsmenge pro Jahr beträgt 1&nbsp;298 Millimeter. Die höchsten Niederschlagsmengen gibt es im Juli mit durchschnittlich 191 Millimetern. Die geringsten Niederschlagsmengen gibt es im Februar, März und November mit durchschnittlich 70 Millimeter.
    
==Religionen==  
 
==Religionen==  
Die [[Katholische Kirche|katholische]] [[Pfarre Großarl]] deckt sich mit dem Gebiet der politischen Gemeinde Großarl und gehört zum [[Dekanat St. Johann im Pongau]]. Von den etwas mehr als 3&nbsp;600 Einwohnern sind 95 % Katholiken. Gegründet wurde die Pfarre erst [[1806]], davor wurde Großarl von der Mutterpfarre [[St. Veit im Pongau]] betreut. Kirchenpatrone sind der hl. Martin und der hl. Ulrich. Außer der Pfarrkirche besteht eine Kapelle im Altenwohnheim und mehrere kleine Kapellen und [[Marterl]] im ganzen Tal. Betreut wird die Pfarre Großarl von einem Pfarrer und einen ständigen Diakon, die beide auch für die Nachbarpfarre [[Hüttschlag]] zuständig sind.  
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Die [[Katholische Kirche|katholische]] [[Pfarre Großarl]] deckt sich mit dem Gebiet der politischen Gemeinde Großarl und gehört zum [[Dekanat St. Johann im Pongau]]. Von den etwas mehr als 3&nbsp;600 Einwohnern sind 95 % Katholiken. Gegründet wurde die Pfarre erst [[1806]], davor wurde Großarl von der Mutterpfarre [[St. Veit im Pongau]] betreut. Kirchenpatrone sind der hl. Martin und der hl. Ulrich. Außer der Pfarrkirche besteht eine Kapelle im Altenwohnheim und mehrere kleine Kapellen und [[Marterl]] im ganzen Tal. Betreut wird die Pfarre Großarl von einem Pfarrer und einen ständigen [[Diakon]], die beide auch für die Nachbarpfarre [[Hüttschlag]] zuständig sind.  
    
==Geschichte==</noinclude>
 
==Geschichte==</noinclude>
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Bis zum [[17. Jahrhundert]] entwickelte sich aus dem bei der Kirche liegenden Weiler mit Kramerei und Gasthaus ein ansehnliches Marktdorf. Durch den florierenden Bergbau machte sich allmählich Wohlstand breit und es entstanden mächtige Häuser auf dem Dorfplatz, die vor allem den Gewerbetreibenden (Schuster, Schmied, Schneider usw.) gehörten.  
 
Bis zum [[17. Jahrhundert]] entwickelte sich aus dem bei der Kirche liegenden Weiler mit Kramerei und Gasthaus ein ansehnliches Marktdorf. Durch den florierenden Bergbau machte sich allmählich Wohlstand breit und es entstanden mächtige Häuser auf dem Dorfplatz, die vor allem den Gewerbetreibenden (Schuster, Schmied, Schneider usw.) gehörten.  
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[[1672]] erhielt Großarl, das dem [[Bezirksgericht Werfen|Gerichtsbezirk Werfen]] angeschlossen war, ein selbstständiges [[ Landgericht Großarl|Landgericht]] (bis [[1811]]). Dieses [[Pflegegericht]]s ist im [[Atlas Salisburgensis]] des Salzburger Kartografens [[Joseph Jakob Fürstaller]] angeführt.  Während der [[Protestantenvertreibung]] in den Jahren [[1731]] und [[1732]] mussten  551 Großarler unter Zurücklassung ihrer Habe ihre Heimat für immer verlassen. Viele von ihnen emigrierten gemeinsam mit den ausgewiesenen Lutherischen anderer Salzburger Gemeinden ins damalige Ostpreußen und gründeten dort eine "Salzburger Kolonie". Die Nachfahren dieser Emigranten wurden nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] neuerlich aus ihrer (von Deutschland an Russland gefallenen) Heimat vertrieben und leben heute zerstreut in aller Welt.
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[[1672]] erhielt Großarl, das dem [[Bezirksgericht Werfen|Gerichtsbezirk Werfen]] angeschlossen war, ein selbstständiges [[ Landgericht Großarl|Landgericht]] (bis [[1811]]). Dieses [[Pflegegericht|Gericht]] ist im [[Atlas Salisburgensis]] des Salzburger Kartografen [[Joseph Jakob Fürstaller]] angeführt.  Während der [[Protestantenvertreibung]] in den Jahren [[1731]] und [[1732]] mussten  551 Großarler unter Zurücklassung ihrer Habe ihre Heimat für immer verlassen. Viele von ihnen emigrierten gemeinsam mit den ausgewiesenen Lutherischen anderer Salzburger Gemeinden ins damalige Ostpreußen und gründeten dort eine "Salzburger Kolonie". Die Nachfahren dieser Emigranten wurden nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] neuerlich aus ihrer (von [[Deutschland]] an [[Russland]] gefallenen) Heimat vertrieben und leben heute zerstreut in aller Welt.
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Zur Mitte des [[20. Jahrhundert]]s verließen wiederum viele Großarler ihre Heimat. Grund war diesmal jedoch die Motorisierung und Verkehrserschließung, die einhergehend mit der in diesem Jahrhundert stattfindenden globalen Technisierung einen Umbau im Lebens- Arbeits- und Sozialgefüge brachte und zu einer Abwanderung vorwiegend junger Menschen aus der Enge der Gebirgstäler in die arbeitsplatzreichen Städte führte.  
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Zur Mitte des [[20. Jahrhundert]]s verließen wiederum viele Großarler ihre Heimat. Grund war diesmal jedoch die Motorisierung und Verkehrserschließung, die, mit der in diesem Jahrhundert stattfindenden globalen Technisierung einhergehend, einen Umbau im Lebens-, Arbeits- und Sozialgefüge brachte und zu einer Abwanderung vorwiegend junger Menschen aus der Enge der Gebirgstäler in die arbeitsplatzreichen Städte führte.  
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Die [[Salzburger Landesregierung]] erhob Großarl mit Beschluss am [[23. Mai]] [[1962]] zu einer Marktgemeinde. Am selben Tag erhielt Großarl auch sein Wappen. Damals, 1962, zählte Großarl 35&nbsp;127 Nächtigungen. Vier Jahre später, [[1966]], wurde dann erst der erste Lift im Ortsteil [[Unterberg (Großarl)|Unterberg]] erbaut. Bereits [[1971]] folgte die Gründung de [[Skigebiet Dorfgastein - Großarltal]].
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Die [[Salzburger Landesregierung]] erhob Großarl mit Beschluss am [[23. Mai]] [[1962]] zu einer Marktgemeinde. Am selben Tag erhielt Großarl auch sein Wappen. Damals, 1962, zählte Großarl 35&nbsp;127 Nächtigungen. Vier Jahre später, [[1966]], wurde dann erst der erste Lift im Ortsteil [[Unterberg (Großarl)|Unterberg]] erbaut. Bereits [[1971]] folgte die Gründung des [[Skigebiet Dorfgastein - Großarltal|Skigebiets Dorfgastein - Großarltal]].
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Zu Beginn der [[1970er]] Jahre setzte auch im Großarltal der [[Fremdenverkehr]] ein, der auch einen Aufschwung der übrigen Wirtschaft mit sich brachte. Mit den Einnahmen aus dem Fremdenverkehr konnte die Gemeinde eine Verbesserung der Infrastruktur und die Schaffung notwendiger kommunaler Einrichtungen verwirklichen.  
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Zu Beginn der [[1970er]]-Jahre setzte auch im Großarltal der [[Fremdenverkehr]] ein, der auch einen Aufschwung der übrigen Wirtschaft mit sich brachte. Mit den Einnahmen aus dem Fremdenverkehr konnte die Gemeinde eine Verbesserung der Infrastruktur und die Schaffung notwendiger kommunaler Einrichtungen verwirklichen.  
    
===Wappen===
 
===Wappen===
Sein Wappen bekam Großarl im Jahre 1965. Es bildet eine grüne heraldische Erle auf weißem Grunde ab. Die Darstellung der Erle soll auf den undeutbaren vordeutschen Ortsnamen „Arla“ anspielen – 930 werden „dua flumina Arla ad Pongowe“ genannt und 1339 wird ein Tal in der „merern Arel“ erwähnt. Die Erle weist aber auch auf die große Rodungstätigkeit vom [[11. Jahrhundert|11.]] bis zum [[13. Jahrhundert]] hin, daraufhin wurde das Großarltal besiedelt. Ebenso spiegelt die Erle die große Bedeutung der Holzindustrie wider. Die Wurzeln der Erle versinnbildlichen die Bodenverbundenheit der Talbewohner, die Blätter stellen den einsten Kinderreichtum Großarls dar.<noinclude>   
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Das im Jahr 1965 verliehene Wappen bildet eine grüne heraldische Erle auf weißem Grunde ab. Die Darstellung der Erle soll auf den undeutbaren vordeutschen Ortsnamen „Arla“ anspielen – 930 werden „dua flumina Arla ad Pongowe“ genannt und 1339 wird ein Tal in der „merern Arel“ erwähnt. Die Erle weist aber auch auf die große Rodungstätigkeit vom [[11. Jahrhundert|11.]] bis zum [[13. Jahrhundert]] hin, daraufhin wurde das Großarltal besiedelt. Ebenso spiegelt die Erle die große Bedeutung der Holzindustrie wider. Die Wurzeln der Erle versinnbildlichen die Bodenverbundenheit der Talbewohner, die Blätter stellen den einstigen Kinderreichtum Großarls dar.<noinclude>   
 
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==
 
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==
 
=== Bauwerke ===
 
=== Bauwerke ===
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==== Großarler Pfarrhof ====
 
==== Großarler Pfarrhof ====
 
:''Hauptartikel [[Großarler Pfarrhof]]''
 
:''Hauptartikel [[Großarler Pfarrhof]]''
Der aus der [[Barock]]zeit stammende Pfarrhof mit dem sehenswerten Marmorportal liegt direkt neben der Pfarrkirche.
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Der aus der [[Barock]]zeit stammende Pfarrhof mit dem sehenswerten [[Marmor]]<nowiki>portal</nowiki> liegt direkt neben der Pfarrkirche.
    
==== Alte Wacht ====
 
==== Alte Wacht ====

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