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| | In der Taiga brütet das Braunkehlchen in feuchten Seggenmooren mit niedrigen Weiden. | | In der Taiga brütet das Braunkehlchen in feuchten Seggenmooren mit niedrigen Weiden. |
| | ==Brutverbreitung in Salzburg== | | ==Brutverbreitung in Salzburg== |
| − | Früher war das Braunkehlchen, auch als ''„Wiesenspötter“'' bezeichnet, in den Tallagen überall zu finden, wo es Wiesen und Felder gab. (Bruthinweise stammen aus bis zu 1.200 m Seehöhe). Das Braunkehlchen war im ganzen Bundesland verbreitet, das bedeutet, es war im [[ Alpenvorland]], in den Mittelgebirgslagen der [[Kalkalpen]], an den Hängen der [[Zentralalpen]] und im [[Lungau]] als Brutvogel anzutreffen. | + | Früher war das Braunkehlchen, das auch als ''„Wiesenspötter“'' bezeichnet wurde, in den Tallagen überall zu finden, wo es Wiesen und Felder gab. (Bruthinweise stammen aus bis zu 1.200 m Seehöhe). Das Braunkehlchen war im ganzen Bundesland verbreitet, das bedeutet, es war im [[ Alpenvorland]], in den Mittelgebirgslagen der [[Kalkalpen]], an den Hängen der [[Zentralalpen]] und im [[Lungau]] als Brutvogel anzutreffen. |
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| − | Die Vorkommen im Alpenvorland sind mittlerweile bis auf jenes in den [[Oichtenriede]]n praktisch erloschen. 2006 ging man im gesamten Bundesland noch von 101 – 1.000 Brutpaaren aus. Damals lag das Schwerpunktvorkommen im Lungau. Aber auch in diesem, für die Gesamtpopulation so wichtigen Gebiet, kam es bereits zu dieser Zeit durch die [[Flurbereinigung]] und zunehmende [[Intensivierung der Landwirtschaft]] zu einem besorgniserregenden Rückgang. | + | Die Vorkommen im Alpenvorland sind mittlerweile bis auf jenes in den [[Oichtenriede]]n praktisch erloschen. 2006 ging man im gesamten Bundesland noch von 101 – 1.000 Brutpaaren aus. Damals lag das Schwerpunktvorkommen im Lungau. Aber auch in diesem, für die Gesamtpopulation so wichtigen Gebiet, kam es bereits zu dieser Zeit durch die [[Flurbereinigung]] und zunehmende [[Intensivierung der Landwirtschaft]] zu einem besorgniserregenden Rückgang. |
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| | ==Gezielte Fördermaßnahmen== | | ==Gezielte Fördermaßnahmen== |
| | Das Überleben des Braunkehlchens kann aufgrund der intensivierten Landwirtschaft hierzulande nur mehr durch gezielte Fördermaßnahmen sichergestellt werden. Seit 2007 wird im Lungau durch ein Wiesenbrüterprojekt eine extensive, speziell auf das Braunkehlchen abgestimmte Bewirtschaftung von der öffentlichen Hand gefördert. D.h., vereinfacht gesagt, die Grundbesitzer bekommen dafür, dass sie die erste Mahd erst nach dem Flüggewerden der Jungvögel durchführen, eine Ausgleichsprämie. Es konnte dadurch eine Erholung der Bestände erreicht werden. Solche Flächen gibt es seit kurzer Zeit auch im [[Pinzgau]]. | | Das Überleben des Braunkehlchens kann aufgrund der intensivierten Landwirtschaft hierzulande nur mehr durch gezielte Fördermaßnahmen sichergestellt werden. Seit 2007 wird im Lungau durch ein Wiesenbrüterprojekt eine extensive, speziell auf das Braunkehlchen abgestimmte Bewirtschaftung von der öffentlichen Hand gefördert. D.h., vereinfacht gesagt, die Grundbesitzer bekommen dafür, dass sie die erste Mahd erst nach dem Flüggewerden der Jungvögel durchführen, eine Ausgleichsprämie. Es konnte dadurch eine Erholung der Bestände erreicht werden. Solche Flächen gibt es seit kurzer Zeit auch im [[Pinzgau]]. |