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==Lebensraum und Fortpflanzung==
 
==Lebensraum und Fortpflanzung==
Der Rotfuchs kommt in Mitteleuropa kraft seiner Anpassungsfähigkeit in allen Lebensräumen vor. Als Kulturfolger dringt er auch in städtische Lebensräume ein. Rotfüchse haben ein eigenes Territorium, das markiert und verteidigt wird. Die Reviergröße ist unterschiedlich, bewegt sich bei Jungtieren zwischen 0,5 bis 1 Quadrat-Km, bei erwachsenen Tieren zwischen zwei und drei Quadrat-Km. In Mitteleuropa leben Rotfüchse in der Regel paarweise. Außer halb der Paarungszeit besteht eine lockere Beziehung. Sie graben ihre Baue selten selbst, sondern übernehmen verlassene Dachs- oder Murmeltierbaue. Rotfüchse nutzen aber auch natürliche Hohlräume zwischen Wurzelstöcken. Die Baue, die als Ruheplatz bei Schlechtwetter und für den Wurf und die Aufzucht der Jungen verwendet werden, verfügen über mehrere Ausgänge. Der Wohnkessel ist im Gegensatz zum Dachsbau nicht ausgepolstert. Manche Baue werden von Dachs und Rotfuchs gemeinsam genutzt.  
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Der Rotfuchs kommt in Mitteleuropa kraft seiner Anpassungsfähigkeit in allen Lebensräumen vor. Als Kulturfolger dringt er auch in städtische Lebensräume ein. Rotfüchse haben ein eigenes Territorium, das markiert und verteidigt wird. Die Reviergröße ist unterschiedlich, bewegt sich bei Jungtieren zwischen 0,5 bis zu einem, bei erwachsenen Tieren zwischen zwei und drei Quadrat-Km. In Mitteleuropa leben Rotfüchse in der Regel paarweise. Außerhalb der Paarungszeit besteht eine lockere Beziehung. Sie graben ihre Baue selten selbst, sondern übernehmen verlassene Dachs- oder Murmeltierbaue. Rotfüchse nutzen aber auch natürliche Hohlräume zwischen Wurzelstöcken. Die Baue, die als Ruheplatz bei Schlechtwetter und für den Wurf und die Aufzucht der Jungen verwendet werden, verfügen über mehrere Ausgänge. Der Wohnkessel ist im Gegensatz zum Dachsbau nicht ausgepolstert. Manche Baue werden von Dachs und Rotfuchs gemeinsam genutzt ("Burgfrieden").
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Die Tragezeit beträgt zwischen 49 und 58 Tagen und es werden vier bis sechs Junge geworfen. In den ersten drei Wochen bleibt das Muttertier (Fähe) beim Wurf, da die Jungtiere noch eine schlechte Thermoregulierung haben. In dieser Phase ist der Rüde der Alleinversorger der Familie. Manchmal gehören der Familie aber noch nahe Verwandte wie Schwestern und Töchter der fortpflanzenden Fähe an. Sie sind bei der Jungenaufzucht behilflich und müssen beim Tod der Elterntiere deren Aufgaben übernehmen. In Freiheit erreichen Füchse ein Alter von mehr als vier Jahren.
 
Die Tragezeit beträgt zwischen 49 und 58 Tagen und es werden vier bis sechs Junge geworfen. In den ersten drei Wochen bleibt das Muttertier (Fähe) beim Wurf, da die Jungtiere noch eine schlechte Thermoregulierung haben. In dieser Phase ist der Rüde der Alleinversorger der Familie. Manchmal gehören der Familie aber noch nahe Verwandte wie Schwestern und Töchter der fortpflanzenden Fähe an. Sie sind bei der Jungenaufzucht behilflich und müssen beim Tod der Elterntiere deren Aufgaben übernehmen. In Freiheit erreichen Füchse ein Alter von mehr als vier Jahren.
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==Verbreitung==
 
==Verbreitung==
 
Der Rotfuchs ist im ganzen Bundesland verbreitet und bewohnt in Gebirgslagen Höhen bis zu 2.600 m. Daher ist er in allen Großlandschaften bis weit über die Waldgrenze hinauf anzutreffen. Ein wanderndes Tier wurde einmal am [[Rauriser Sonnblick]] in 3.106 m Seehöhe beobachtet.
 
Der Rotfuchs ist im ganzen Bundesland verbreitet und bewohnt in Gebirgslagen Höhen bis zu 2.600 m. Daher ist er in allen Großlandschaften bis weit über die Waldgrenze hinauf anzutreffen. Ein wanderndes Tier wurde einmal am [[Rauriser Sonnblick]] in 3.106 m Seehöhe beobachtet.
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