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| | ==Beschreibung== | | ==Beschreibung== |
| | Der Rotfuchs ist allgemein bekannt und in seinem Aussehen unverwechselbar: spitze Schnauze, dreieckige Ohren, langer, buschiger Schwanz, rotbraunes Fell. Er wiegt acht bis zehn Kilogramm, das Fell ist am Bauch hell, der untere Teil der Läufe schwarz gefärbt. | | Der Rotfuchs ist allgemein bekannt und in seinem Aussehen unverwechselbar: spitze Schnauze, dreieckige Ohren, langer, buschiger Schwanz, rotbraunes Fell. Er wiegt acht bis zehn Kilogramm, das Fell ist am Bauch hell, der untere Teil der Läufe schwarz gefärbt. |
| − | Neben dem [[Wildschwein]] und der [[Wanderratte]] zählt der Rotfuchs zu den lern- und anpassungsfähigsten Säugetieren in Mitteleuropa. Seine Sinne – Seh-, Geruchs- und Gehörsinn sind hoch entwickelt und er verfügt über ein gutes Gedächtnis. Während der Ranzzeit ist sein nächtliches Bellen zu vernehmen. Der Rotfuchs ist dämmerungs- und nachtaktiv, was dazu führt, dass er beim Überqueren von Straßen nicht nur gesehen, sondern auch oft überfahren wird. | + | Neben dem [[Wildschwein]] und der [[Wanderratte]] zählt der Rotfuchs zu den lern- und anpassungsfähigsten Säugetieren in Mitteleuropa. Seine Sinne – Seh-, Geruchs- und Gehörsinn - sind hoch entwickelt und er verfügt über ein gutes Gedächtnis. Während der Ranzzeit ist sein nächtliches Bellen zu vernehmen. Der Rotfuchs ist dämmerungs- und nachtaktiv, was dazu führt, dass er beim Überqueren von Straßen nicht nur gesehen, sondern auch oft überfahren wird. |
| − | Er ernährt sich vorwiegend von Mäusen, jagt aber auch [[FeldhaseHasen]] und [[Murmeltier]]e und frisst bodenbrütende Vögel und Reptilien. Auch Aas, Beeren und Obst stehen auf seinem Speiseplan. Ist die Beute so reichlich, dass er sie nicht in einem vertilgen kann, vergräbt der Rotfuchs den Rest bis auf Weiteres. Bewegungsmäßig ist der Fuchs ein sportlicher Allrounder. Er ist ein guter Schwimmer, kann klettern und bis zu 50 kmh schnell laufen. Beim Mäusefang gelingen ihm Sprünge bis zu fünf Meter. Sein buschiger Schwanz dient ihm dabei – waagrecht ausgestreckt – als Steuerorgan. Seine normale Fortbewegungsweise wird als „Schnüren“ bezeichnet und meint seinen über längere Strecken erfolgenden Trab. | + | |
| | + | Er ernährt sich vorwiegend von Mäusen, jagt aber auch [[Feldhase|Hasen]] und [[Murmeltier]]e und frisst bodenbrütende Vögel und Reptilien. Auch Aas, Beeren und Obst stehen auf seinem Speiseplan. Ist die Beute so reichlich, dass er sie nicht in einem vertilgen kann, vergräbt der Rotfuchs den Rest bis auf Weiteres. |
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| | + | Bewegungsmäßig ist der Fuchs ein sportlicher Allrounder. Er ist ein guter Schwimmer, kann klettern und bis zu 50 kmh schnell laufen. Beim Mäusefang gelingen ihm Sprünge bis zu fünf Meter. Sein buschiger Schwanz dient ihm dabei – waagrecht ausgestreckt – als Steuerorgan. Seine normale Fortbewegungsweise wird als „Schnüren“ bezeichnet und meint seinen über längere Strecken erfolgenden Trab. |
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| | ==Lebensraum und Fortpflanzung== | | ==Lebensraum und Fortpflanzung== |
| | Der Rotfuchs kommt in Mitteleuropa kraft seiner Anpassungsfähigkeit in allen Lebensräumen vor. Als Kulturfolger dringt er auch in städtische Lebensräume ein. Rotfüchse haben ein eigenes Territorium, das markiert und verteidigt wird. Die Reviergröße ist unterschiedlich, bewegt sich bei Jungtieren zwischen 0,5 bis 1 Quadrat-Km, bei erwachsenen Tieren zwischen zwei und drei Quadrat-Km. In Mitteleuropa leben Rotfüchse in der Regel paarweise. Außer halb der Paarungszeit besteht eine lockere Beziehung. Sie graben ihre Baue selten selbst, sondern übernehmen verlassene Dachs- oder Murmeltierbaue. Rotfüchse nutzen aber auch natürliche Hohlräume zwischen Wurzelstöcken. Die Baue, die als Ruheplatz bei Schlechtwetter und für den Wurf und die Aufzucht der Jungen verwendet werden, verfügen über mehrere Ausgänge. Der Wohnkessel ist im Gegensatz zum Dachsbau nicht ausgepolstert. Manche Baue werden von Dachs und Rotfuchs gemeinsam genutzt. | | Der Rotfuchs kommt in Mitteleuropa kraft seiner Anpassungsfähigkeit in allen Lebensräumen vor. Als Kulturfolger dringt er auch in städtische Lebensräume ein. Rotfüchse haben ein eigenes Territorium, das markiert und verteidigt wird. Die Reviergröße ist unterschiedlich, bewegt sich bei Jungtieren zwischen 0,5 bis 1 Quadrat-Km, bei erwachsenen Tieren zwischen zwei und drei Quadrat-Km. In Mitteleuropa leben Rotfüchse in der Regel paarweise. Außer halb der Paarungszeit besteht eine lockere Beziehung. Sie graben ihre Baue selten selbst, sondern übernehmen verlassene Dachs- oder Murmeltierbaue. Rotfüchse nutzen aber auch natürliche Hohlräume zwischen Wurzelstöcken. Die Baue, die als Ruheplatz bei Schlechtwetter und für den Wurf und die Aufzucht der Jungen verwendet werden, verfügen über mehrere Ausgänge. Der Wohnkessel ist im Gegensatz zum Dachsbau nicht ausgepolstert. Manche Baue werden von Dachs und Rotfuchs gemeinsam genutzt. |