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Allerdings wurden anfangs nur das [[Domkapitel]], die [[Erzabtei St. Peter]] und die [[Fürstenstadt|erzbischöflichen Einrichtungen]] mit "Fließwasser" versorgt. Die [[Bürgerstadt]] hingegen musste sich anders mit Wasser behelfen. Seuchen waren an der Tagesordnung. Auch bei Bränden fehlte Löschwasser, was meist zu verheerenden Ausmaßen von Stadtbränden führte. Erst [[1335]] gestattete Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] Wasser bis zum [[Bürgerspital]] zu leiten. Es wurde ein Stollen durch den [[Mönchsberg]] geschlagen, der Wasser vom Almkanalast [[Mülln]] zum Bürgerspital und weiter in die [[Salzach]] brachte.  
 
Allerdings wurden anfangs nur das [[Domkapitel]], die [[Erzabtei St. Peter]] und die [[Fürstenstadt|erzbischöflichen Einrichtungen]] mit "Fließwasser" versorgt. Die [[Bürgerstadt]] hingegen musste sich anders mit Wasser behelfen. Seuchen waren an der Tagesordnung. Auch bei Bränden fehlte Löschwasser, was meist zu verheerenden Ausmaßen von Stadtbränden führte. Erst [[1335]] gestattete Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] Wasser bis zum [[Bürgerspital]] zu leiten. Es wurde ein Stollen durch den [[Mönchsberg]] geschlagen, der Wasser vom Almkanalast [[Mülln]] zum Bürgerspital und weiter in die [[Salzach]] brachte.  
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[[1487]]/88 wurde schließlich vom [[Gersberg]] eine Wasserleitung zum Florianibrunnen am [[Alter Markt|Alten Markt]] gelegt. In über 2000 Lärchenröhren leitete man das Wasser entlang des [[Kapuzinerberg]]s in die Stadt.  
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[[1487]]/88 wurde schließlich vom [[Gersberg]] eine Wasserleitung zum [[Florianibrunnen]] am [[Alter Markt|Alten Markt]] gelegt. In über 2000 Lärchenröhren leitete man das Wasser entlang des [[Kapuzinerberg]]s in die Stadt.  
    
[[1649]] wurde eine Quelle am [[Gaisberg]] gefasst, dessen Wasser zum städtischen Ziegelstadel geleitet wurde. Es folgten weitere Quellfassungen [[1714]] und [[1806]].
 
[[1649]] wurde eine Quelle am [[Gaisberg]] gefasst, dessen Wasser zum städtischen Ziegelstadel geleitet wurde. Es folgten weitere Quellfassungen [[1714]] und [[1806]].
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[[1661]] war das Bauvorhaben vollendet, jedoch zerbarsten die Holzröhren bereits bei der Einweihung. Nachdem Erzbischof [[Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg]] seine geplante Wasserleitung [[1679]] aus [[Fürstenbrunn]] aus technischen Gründen zurücklegen musste, entstand die ''Hellbrunner Wasserleitung''. [[1719]] wurde ein weiterer Versuch unternommen und noch weitere fünf folgten. Es dauerte weitere 200 Jahre bis das Projekt wieder aufgegriffen und schließlich [[1875]] fertig gestellt wurde mit dem Bau der heutigen Quellfassung, einer 9,2 km langen Leitung und einem 1000 m³ fassenden Hochbehälter auf dem [[Mönchsberg]]. Die Stadt bekam vom damaligen Besitzer König Ludwig I. von Bayern das Servitutsrecht <sup>([[#1|1]])</sup>, 47,4 Liter/Sekunde zu nutzen. Die Bauarbeiten begannen am [[15. Mai]] [[1874]] und am [[24. November]] [[1874]] konnte erstmals Wasser in den Hochbehälter am Mönchsberg eingeleitet werden. Erst [[1945]] wurde auf Anordnung der Militärregierung das gesamte Wasser der Fürstenbrunner Quelle (maximal 265 l/s) für die Stadt genutzt.
 
[[1661]] war das Bauvorhaben vollendet, jedoch zerbarsten die Holzröhren bereits bei der Einweihung. Nachdem Erzbischof [[Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg]] seine geplante Wasserleitung [[1679]] aus [[Fürstenbrunn]] aus technischen Gründen zurücklegen musste, entstand die ''Hellbrunner Wasserleitung''. [[1719]] wurde ein weiterer Versuch unternommen und noch weitere fünf folgten. Es dauerte weitere 200 Jahre bis das Projekt wieder aufgegriffen und schließlich [[1875]] fertig gestellt wurde mit dem Bau der heutigen Quellfassung, einer 9,2 km langen Leitung und einem 1000 m³ fassenden Hochbehälter auf dem [[Mönchsberg]]. Die Stadt bekam vom damaligen Besitzer König Ludwig I. von Bayern das Servitutsrecht <sup>([[#1|1]])</sup>, 47,4 Liter/Sekunde zu nutzen. Die Bauarbeiten begannen am [[15. Mai]] [[1874]] und am [[24. November]] [[1874]] konnte erstmals Wasser in den Hochbehälter am Mönchsberg eingeleitet werden. Erst [[1945]] wurde auf Anordnung der Militärregierung das gesamte Wasser der Fürstenbrunner Quelle (maximal 265 l/s) für die Stadt genutzt.
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[[1866]] waren von den etwa 6000 Häusern in der Stadt Salzburg nur 210 an Wasserleitungen angeschlossen.
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[[1866]] waren von den etwa 6000 Häusern in der Stadt Salzburg nur 210 an Wasserleitungen angeschlossen.
    
===Die Festung Hohensalzburg===
 
===Die Festung Hohensalzburg===

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