Die Archäologin Katharina Ramstetter war maßgeblich an den Grabungsarbeiten in Niedervillern beteiligt.
Die Archäologin Katharina Ramstetter war maßgeblich an den Grabungsarbeiten in Niedervillern beteiligt.
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Diese Arbeit hat sich gelohnt: Mehr als 1000 Fundstücke und über 10000 Keramikteile hat die Münchener Archäologiefirma "X-Cavate Archaeology" in Niedervillern geborgen, darunter die frühesten Gewandfibeln, die jemals nördlich der Alpen gefunden wurden. Entdeckt und geborgen wurden in den Jahren 2016 und 2017 nicht weniger als 99 Urnengräber mit Grabbeigaben aus der sogenannten Urnenfelderzeit. Die ältesten Gräber sind bis zu 3000 Jahre alt.
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Diese Arbeit hat sich gelohnt: Mehr als 1000 Fundstücke und über 10000 Keramikteile hat die Münchener Archäologiefirma "X-Cavate Archaeology" in Niedervillern geborgen, darunter die frühesten Gewandfibeln, die jemals nördlich der Alpen gefunden wurden. Entdeckt und geborgen wurden in den Jahren [[2016]] und [[2017]] nicht weniger als 99 Urnengräber mit Grabbeigaben aus der sogenannten Urnenfelderzeit. Die ältesten Gräber sind bis zu 3000 Jahre alt.
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In etwa der Hälfte der Urnen befanden sich Bronzebeigaben. Das sei ein sehr hoher Anteil, sagt "X-Cavate"-Mitarbeiterin Katharina Ramstetter. Die frühen Laufener seien keine armen Leute gewesen. Darauf weisen auch zwei Golddrähte hin, die ebenfalls geborgen wurden und vermutlich einmal Teile von Schmuckstücken waren. Vermutlich hätten die Menschen schon damals von einem regen Handel auf der Salzach profitiert und seien so zu ihrem Wohlstand gekommen. Auf das Gräberfeld gestoßen ist man im Zusammenhang mit der Ausweisung eines Gewerbegebiets. Eine aus dem 19. Jahrhundert stammende Kartierung weist auf eine Verdachtsfläche hin. Der klare Befund lautet: Die Laufener Siedlungsgeschichte ist älter, als bisher angenommen werden konnte. Sie reicht bis tausend Jahre vor Christus zurück. Und: Die Ur-Laufener waren keine armen Schlucker, sondern reiche Leute, die sogar Gold besaßen.
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In etwa der Hälfte der Urnen befanden sich Bronzebeigaben. Das sei ein sehr hoher Anteil, sagt "X-Cavate"-Mitarbeiterin Katharina Ramstetter. Die frühen Laufener seien keine armen Leute gewesen. Darauf weisen auch zwei Golddrähte hin, die ebenfalls geborgen wurden und vermutlich einmal Teile von Schmuckstücken waren. Vermutlich hätten die Menschen schon damals von einem regen Handel auf der Salzach profitiert und seien so zu ihrem Wohlstand gekommen. Auf das Gräberfeld gestoßen ist man im Zusammenhang mit der Ausweisung eines Gewerbegebiets. Eine aus dem [[19. Jahrhundert]] stammende Kartierung weist auf eine Verdachtsfläche hin. Der klare Befund lautet: Die Laufener Siedlungsgeschichte ist älter, als bisher angenommen werden konnte. Sie reicht bis tausend Jahre vor Christus zurück. Und: Die Ur-Laufener waren keine armen Schlucker, sondern reiche Leute, die sogar Gold besaßen.