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| − | | + | Letzte Fassung! Nochmals überprüft und kleine Mängel gefunden! Mit schönen Grüßen jole 19. Aug. 2008 |
| − | Letzte Fassung! Nochmals wissenschaftlich überprüft, noch kleine Mängel entdeckt! Mit schönen Grüßen jole | |
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| | Josef Leitinger | | Josef Leitinger |
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| | In den Güterverzeichnissen des Klosters St. Peter ist aus der Zeit um 800 n. Chr. zu lesen, dass die St. Petrischen Wälder im Saalachtal die Salinen in Reichenhall mit Holz versorgen. Die Wälder sind verlackt (Einkerbungen in Baumstämmen) und durch Wege erschlossen. Die Verbindung Sudhäuser in Reichenhall und Holzschläge im Saalachtal besteht schon im 7. Jhd. (Damals riefen die Agilolfinger als Fürsten Bayerns Bischof Rupert, aus Worms kommend, ins Land. Im von ihm gegründeten Kloster St. Peter leben mit den eingewanderten Bayern noch Romanen im Konvent.) | | In den Güterverzeichnissen des Klosters St. Peter ist aus der Zeit um 800 n. Chr. zu lesen, dass die St. Petrischen Wälder im Saalachtal die Salinen in Reichenhall mit Holz versorgen. Die Wälder sind verlackt (Einkerbungen in Baumstämmen) und durch Wege erschlossen. Die Verbindung Sudhäuser in Reichenhall und Holzschläge im Saalachtal besteht schon im 7. Jhd. (Damals riefen die Agilolfinger als Fürsten Bayerns Bischof Rupert, aus Worms kommend, ins Land. Im von ihm gegründeten Kloster St. Peter leben mit den eingewanderten Bayern noch Romanen im Konvent.) |
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| − | Im 10. Jhd., 979, sind zwei Höfe „zu rinte“ (in Reith) genannt. Weiter erwähnt werden 1137 sechs Waldhöfe in Unchen (Unken) und 1156 das „Gut Pfannstatt wo Salzquelle“. | + | Im 10. Jhd., 979, sind zwei Höfe "zu rinte" (in Reith) genannt. Weiter erwähnt werden 1137 sechs Waldhöfe in Unchen (Unken) und 1156 das „Gut Pfannstatt wo Salzquelle“. |
| | 1228 einigt sich Erzbischof Eberhard II. mit Ludwig I. dem Bayer, als Lehensträger der Grafschaft Reichenhall, von Salzburg anerkannt, über die Holzbezugsrechte im Saalachtal. Mehrere Sudhäuser sind noch in Salzburgischem Besitz. | | 1228 einigt sich Erzbischof Eberhard II. mit Ludwig I. dem Bayer, als Lehensträger der Grafschaft Reichenhall, von Salzburg anerkannt, über die Holzbezugsrechte im Saalachtal. Mehrere Sudhäuser sind noch in Salzburgischem Besitz. |
| | 1285 werden vom Erzbischof Rudolf I. und dem Bayernherzog Heinrich XIII. die Rechte an Holz im Saalachtal erneut festgehalten. | | 1285 werden vom Erzbischof Rudolf I. und dem Bayernherzog Heinrich XIII. die Rechte an Holz im Saalachtal erneut festgehalten. |
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| | 16. Jahrhundert | | 16. Jahrhundert |
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| − | Nach einer Abschrift der 1522 unterfertigten Verkaufsurkunde (Original aus Pergament und gesiegelt, verschollen) des Reichenhaller Salzherrn Adlolf Schweinböck gelangen durch Verkauf drei Güter in Unken, davon auch das Kalchofengut, in das Eigentum der Kirche St, Jakob. (Die Kirche St. Jakob ist Grundherr der drei Höfe, jedoch nicht deren Wiesen, Felder und Wälder). | + | Nach einer Abschrift der 1522 unterfertigten Verkaufsurkunde (Original aus Pergament und gesiegelt, verschollen) des Reichenhaller Salzherrn Adlolf Schweinböck gelangen durch Verkauf drei Güter in Unken,das Oberstadlgut (Lutz),das Kalchofengut und das Kreppergut (Schmiedrupp) in das Eigentum der Kirche St. Jakob. (Die Kirche St. Jakob ist Grundherr der drei Höfe, jedoch nicht deren Wiesen, Felder und Wälder). |
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| | Im Mühldorfer Vertrag vom 14. Oktober 1524 zwischen dem „Kardinal (EB. Matthäus Lang) und dem Herzog von Bayern“ werden die verlackten Hoch- und Schwarzwälder im Unkental und die Wälder in Reith namentlich festgehalten. (1812, Salzburg ist ein Teil des bayerischen Salzachkreises, sind diese Wälder erstmals in einer Karte des königl. Landgerichts Lofer festgehalten. Die erste topographische Karte des Landes wird 1805 im kurfürstlichen Mappierzimmer in der Residenzstadt Salzburg erstellt.) | | Im Mühldorfer Vertrag vom 14. Oktober 1524 zwischen dem „Kardinal (EB. Matthäus Lang) und dem Herzog von Bayern“ werden die verlackten Hoch- und Schwarzwälder im Unkental und die Wälder in Reith namentlich festgehalten. (1812, Salzburg ist ein Teil des bayerischen Salzachkreises, sind diese Wälder erstmals in einer Karte des königl. Landgerichts Lofer festgehalten. Die erste topographische Karte des Landes wird 1805 im kurfürstlichen Mappierzimmer in der Residenzstadt Salzburg erstellt.) |
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| | 1803 wird das Erzstift Salzburg ein Kurfürstentum, 1806 ein Herzogtum des jungen Kaiserreichs Österreich. St. Jakob ist seit 1807 ein eigene Pfarre. Für die Seelsorge sorgen weiter die Augustiner Chorherrn (s. o.), wenngleich das Stift St. Zeno seit 1803 aufgelöst ist. 1810 wird Salzburg als ein Teil des Salzachkreises dem Königreich Bayern zugeordnet. | | 1803 wird das Erzstift Salzburg ein Kurfürstentum, 1806 ein Herzogtum des jungen Kaiserreichs Österreich. St. Jakob ist seit 1807 ein eigene Pfarre. Für die Seelsorge sorgen weiter die Augustiner Chorherrn (s. o.), wenngleich das Stift St. Zeno seit 1803 aufgelöst ist. 1810 wird Salzburg als ein Teil des Salzachkreises dem Königreich Bayern zugeordnet. |
| | 1816 wird Salzburg als Salzburgkreis dem Erzherzogtum Ob der Enns angegliedert. (An diese Jahre erinnert die Grabstätte im Ortsfriedhof des Statthalters und Regierungspräsidenten von Oberösterreich an Freiherrn Skrbenbsky. | | 1816 wird Salzburg als Salzburgkreis dem Erzherzogtum Ob der Enns angegliedert. (An diese Jahre erinnert die Grabstätte im Ortsfriedhof des Statthalters und Regierungspräsidenten von Oberösterreich an Freiherrn Skrbenbsky. |
| − | Die Wälder im Unkental und Reith sind nicht mehr bayerischer Besitz. Von 1816 bis 1829 wird kein Holz nach Reichenhall getriftet. Bayern will nachhaltig wieder in den Besitz der Wälder gelangen. 1821 wird der Tausch der Zechen Gföll, Unkenberg, Boden und Niederland gegen Gebiete westlich des Untersbergs angestrebt. Letztlich kommt es 1829 zum Abschluss der Salinenkonvention. 18.000 ha im Saalachtal auf k. und k. österreichischem Gebiet gelangen in das Eigentum des Königreichs Bayern. (Salinenkonvention 1829) | + | Die Wälder im Unkental und Reith sind nicht mehr bayerischer Besitz. Von 1816 bis 1829 wird kein Holz nach Reichenhall getriftet. Bayern will nachhaltig wieder in den Besitz der Wälder gelangen. 1821 wird der Tausch der Zechen Gföll, Unkenberg, Boden und Niederland gegen Gebiete westlich des Untersbergs angestrebt. Letztlich kommt es 1829 zum Abschluss der Salinenkonvention. 18.000 ha im Saalachtal auf k. und k. österreichischem Gebiet gelangen in das Eigentum des Königreichs Bayern. |
| | Im Revolutionsjahr 1848 wird Salzburg als Herzogtum ein eigenes Kronland. Die Zechen Boden, Niederland, Unkenberg, Gföll und Reith werden zur Ortsgemeinde Unken zusammengefasst, 1861 erhält sie die Gemeindeautonomie. | | Im Revolutionsjahr 1848 wird Salzburg als Herzogtum ein eigenes Kronland. Die Zechen Boden, Niederland, Unkenberg, Gföll und Reith werden zur Ortsgemeinde Unken zusammengefasst, 1861 erhält sie die Gemeindeautonomie. |
| | Im März 1848 flieht ein Teil der kaiserlichen Familie zum Hof nach Innsbruck. Bei der frühen Rückfahrt im Mai d. J. beginnt es in Unken, nahe Salzburg, zu regnen. Maria Anna Caroline v. Sardinien - Piemont die Gemahlin Kaisers Ferdinand (Onkel Franz Josef I.), erbittet sich beim Gasthof Post einen Regenschirm. Gleich nach ihrer Ankunft in Wien geht von dort eine Eilpost nach Unken. Ein rubinroter Glaspokal steht heute wohl verwahrt im Safe des Familien Erlebnis Hotels Post. | | Im März 1848 flieht ein Teil der kaiserlichen Familie zum Hof nach Innsbruck. Bei der frühen Rückfahrt im Mai d. J. beginnt es in Unken, nahe Salzburg, zu regnen. Maria Anna Caroline v. Sardinien - Piemont die Gemahlin Kaisers Ferdinand (Onkel Franz Josef I.), erbittet sich beim Gasthof Post einen Regenschirm. Gleich nach ihrer Ankunft in Wien geht von dort eine Eilpost nach Unken. Ein rubinroter Glaspokal steht heute wohl verwahrt im Safe des Familien Erlebnis Hotels Post. |
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| | Unken verliert das Prädikat Kurort. | | Unken verliert das Prädikat Kurort. |
| | In den Jahren von 1898 bis 1914 bestimmt ein Eisenbahnvorhaben den Raum. Von Salzburg über Unken und Lofer soll eine Linie nach Saalfelden und eine nach St. Johann in Tirol gebaut werden. Nach dem I. Weltkrieg wird das Vorhaben nicht mehr verfolgt. | | In den Jahren von 1898 bis 1914 bestimmt ein Eisenbahnvorhaben den Raum. Von Salzburg über Unken und Lofer soll eine Linie nach Saalfelden und eine nach St. Johann in Tirol gebaut werden. Nach dem I. Weltkrieg wird das Vorhaben nicht mehr verfolgt. |
| − | In Unken kehren aus diesem Krieg über achtzig Soldaten nicht mehr heim. | + | In Unken kehren aus diesem Krieg über sechszig Soldaten nicht mehr heim. |
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| − | Schlimm sind weiter die folgende Jahrzehnte. Viele Bauern, vor allem in Gföll, sind vor dem „Aufhausen“ (Konkurs). Unken wird von der Propaganda der Nationalsozialisten, vor allem aus Bayern, bedrängt. Jenseits der Grenze von Melleck schallen aus Lautsprechern Hitlerparolen und Marschmusik. Viele, auch Frauen, sind als „Illegale“ aktiv. Familien sind gespalten in „Schwarz“ und „Braun“, wie die des Verfassers. Schon im April 1933 wird Adolf Hitler Ehrenbürger von Unken.(Ein Festabzeichen anlässlich dieser Ernennung befindet sich in privater Hand) Die Übereichung der Urkunde erfolgt 1938. Bei der Volksabstimmung im April 1938 stimmten 99.9 % für den Zusammenschluss von Deutschland und Österreich. Im selben Jahr wird Adolf Hitler Ehrenbürger von Unken. | + | Schlimm sind weiter die folgende Jahrzehnte. Viele Bauern, vor allem in Gföll, sind vor dem „Aufhausen“ (Konkurs). Unken wird von der Propaganda der Nationalsozialisten, vor allem aus Bayern, bedrängt. Jenseits der Grenze von Melleck schallen aus Lautsprechern Hitlerparolen und Marschmusik. Viele, auch Frauen, sind als „Illegale“ aktiv. Familien sind gespalten in „Schwarz“ und „Braun“, wie die des Verfassers. Schon im April 1933 wird Adolf Hitler Ehrenbürger von Unken.(Ein Festabzeichen anlässlich dieser Ernennung befindet sich in privater Hand) Die Überreichung der Urkunde erfolgt 1938. Bei der Volksabstimmung im April 1938 stimmten 99.9 % für den Zusammenschluss von Deutschland und Österreich. Im selben Jahr wird Adolf Hitler Ehrenbürger von Unken. |
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| − | Im II. Weltkrieg kämpfen nahezu vierhundert Männer in den Ländern vom Nordkap bis zur Mittelmeerküste Afrikas, von Brest in der Bretagne bis Stalingrad an der Wolga. Nahezu an die Hundert kehren von dort nicht mehr heim. Ein Heldenhain, schon 1943 im Dor angelegt, erinnert an die Gefallenen. In der Friedhofskapelle sind auf fünf Marmortafeln alle Namen der toten Helden des I. und des II. Weltkriegs festgehalten, ebenso die Länder, in den sie ihr Leben lassen mussten. | + | Im II. Weltkrieg kämpfen nahezu vierhundert Männer in den Ländern vom Nordkap bis zur Mittelmeerküste Afrikas, von Brest in der Bretagne bis Stalingrad an der Wolga und nahezu an die Neunzig kehren von dort nicht mehr heim. Ein Heldenhain, schon 1943 im Dorf angelegt, erinnert an die Gefallenen. In der Friedhofskapelle sind auf fünf Marmortafeln alle Namen der toten Helden des I. und des II. Weltkriegs festgehalten, ebenso die Länder, in den sie ihr Leben lassen mussten. |
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| − | In der ersten Maiwoche 1945 endet in Unken der II. Weltkrieg. Am 4. Mai kapituliert die Heeresgruppe Süd, befehligt von Feldmarschall Albert Kesselring im Saalachtal. Am letzten Tag des Krieges am 7. Mai, schießt die SS von Unken Granaten Richtung Bad Reichenhall, davon schlägt eine in der Küche vom Schneizlreutherwirt ein. In einem Schrank können noch heute Spuren gesehen werden. In Baumgarten westlich von Bad Reichenhall stellen die Amerikaner Geschütze auf, bedienen diese jedoch nicht mehr. Einen Tag später, am 8. Mai fahren Hunderte US Trucks der 101. Fallschirmdivision von Inzell kommend, die beiden Saalachbrücken in Jettenberg sind gesprengt, in das Saalchtal. Fünfzig oder mehr parken im mit Getreide bestellten Eggerfeld nahe beim Friedhof. Im Juni wird die 101. Fallschirmdivision von der Regenbogendivision abgelöst. Ihr beim Kniepass verewigtes Divisionszeichen, der Rot - Gelb - Blaue Regenbogen, wird vom Museumsverein Festung Kniepass - Unken als geschichtliches Mal betreut. | + | In der ersten Maiwoche 1945 endet in Unken der II. Weltkrieg. Am 4. Mai kapituliert die Heeresgruppe Süd, befehligt von Feldmarschall Albert Kesselring in Alm a. H. Am letzten Tag des Krieges, am 7. Mai, schießt die SS von Unken (vom Gasthof Lukas) Granaten Richtung Bad Reichenhall, davon schlägt eine in der Küche vom Schneizlreutherwirt ein. In einem Schrank können noch heute Spuren gesehen werden. In Baumgarten westlich von Bad Reichenhall stellen die Amerikaner Geschütze auf, bedienen diese jedoch nicht mehr. Einen Tag später, am 8. Mai fahren Hunderte US Trucks der 101. Fallschirmdivision von Inzell kommend, die beiden Saalachbrücken in Jettenberg sind gesprengt, in das Saalchtal. Hundert oder mehr parken im mit Getreide bestellten Eggerfeld nahe beim Friedhof. Im Juni wird die 101. Fallschirmdivision von der Regenbogendivision abgelöst. Ihr beim Kniepass verewigtes Divisionszeichen, der Rot - Gelb - Blaue Regenbogen, wird vom Museumsverein Festung Kniepass - Unken als geschichtliches Mal betreut. |
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| | Vierthaler F. M., Meine Wanderungen durch Salzburg, Berchtesgaden und Österreich, Wien 1816 | | Vierthaler F. M., Meine Wanderungen durch Salzburg, Berchtesgaden und Österreich, Wien 1816 |
| | Zillner F. V., Salzburger Kulturgeschichte in Umrissen, Salzburg 1871 | | Zillner F. V., Salzburger Kulturgeschichte in Umrissen, Salzburg 1871 |
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| | Zeitzeugen 2008, Unken Ende des II. Weltkriegs | | Zeitzeugen 2008, Unken Ende des II. Weltkriegs |